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Was gibt es Neues vom Mobile World Congress?
MÜNSTER (IT-Times) - Die ganze Mobilfunkwelt schaute in dieser Woche nach Barcelona. Dort fand wie in jedem Jahr der Mobile World Congress statt. Wie immer mit vielen Produktankündigungen, wie immer mit einer Menge neuer Initiativen, die ins Leben gerufen oder aber neu belebt wurden.
Eine der spannensten Entwicklungen dürfte die Embedded Mobile Initiative sein, die vom Branchenverband GSMA vorangetrieben wird. Der GSMA vertritt weltweit die Interssen der mobilen Kommunikationsindustrie. Zu den Mitgliedsunternehmen gehören 800 Mobilfunknetzbetreiber aus 219 Ländern, zudem sind 200 weitere Unternehmen, wie beispielsweise Hersteller von Mobiltelefonen oder Softwarehersteller mit von der Partie. Nun will man aus dieser Mitgliederfülle neues Potenzial schöpfen: Mobile Endgeräte sollen miteinander verbunden werden, und zwar so, dass sie fester Bestandteil des Alltags werden - unabhängig von Herstellern und Technologien. So kann Unterhaltungselektronik an Kommunikationsmedien gekoppelt werden, die wiederum mit medizinischen Geräten (Stichwort: Telemedizin), oder mit Automobilen, mit der Energieversorgung im eigenen Hause oder aber mit anderen irgendwie gearteten vernetzt werden können.
Ein zugegebenermaßen toller Gedanke, dessen Umsetzung einem das Leben tatsächlich einfacher machen könnte. Allerdings besteht bei einer solchen Fülle von technologischen Möglichkeiten und Standards auch die Gefahr, dass die Umsetzung in der Praxis an der Komplexität scheitert und viele einzelne Akteure vielleicht nicht einen gemeinsamen Nenner finden. Daher hat der GSMA eine Art Richtlinien entwickelt, an die sich beteiligte Unternehmen und Verbände bei der Entwicklung und Produktion zu vernetzender Produkte halten sollen. Auf diese Weise sollen Mobilitätskonzepte nicht allein auf Mobiltelefone, Laptops und PCs beschränkt weden. Man geht davon, dass in den kommenden 15 Jahren welweit 50 Milliarden Geräte irgendwie miteinander verbunden sind. Die Weichen dazu werden aktuell gestellt. Zusätzlich wird die Mobilfunkindustrie schon heute ermutigt, auch über den eigenen Tellerrand zu schauen, um bei der Entwicklung weiterer Produkte und Dienste auch (noch) branchenferne Zielmärkte mit ins Visier zu nehmen - wie eben die Gesundheitsbranche, den Energiesektor oder aber den Automobilbereich.
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