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Mobile Firefox: eine Wachstumsstory?

Freitag, 05.02.2010 15:04

MÜNSTER (IT-Times) - Es tut sich was, auf dem Markt für mobile Browser und Betriebssysteme. Auf der einen Seite gibt es neuerdings einen Firefox für mobile Endgeräte, wobei man noch nicht so recht weiß, ob das nun gut oder aber eine zu vernachlässigende Anekdote ist. Auf der anderen Seite steht ein Unternehmen wie Nokia, das in dieser Woche ankündigte, sein Mobiltelefon-Betriebssystem Symbian kostenlos (!) abgeben zu wollen. Angekündigt war dieser Schritt zwar, der Zeitpunkt indes kam früher als zuvor erwartet.

So spektakulär der Schritt seitens Nokia auch ausfällt, interessanter, da derzeit noch unbekannter, ist die Neuigkeit seitens Mozilla. Die Frage, die sich in Sachen Firefox zunächst einmal stellt: Wird der Browser auf mobilen Endgeräten einen ähnlichen Siegeszug antreten, wie er es als Browser für PCs, Laptops und Notebooks längst geschafft hat? In diesem Segment ist die Software bereits in Version 3.6 verfügbar und gilt als schnell, stabil und sicher mit einer Fülle an sinnvollen Features. Die aktuelle Version etwa kommt mit einer automatischen Überwachung von Browser-Plug-Ins daher. Verspielt der Browser aber in der mobilen Welt seinen guten Ruf, schlicht und ergreifend, weil ihn dort niemand so recht braucht?

Aktuell kann man sagen, dass mobile Browser (noch) nicht der Dynamik unterworfen sind, wie man es von den Browsern auf stationären Systemen längst gewöhnt ist. Vermutlich ist dieser Markt einfach noch zu jung. Je nachdem, für welches Smartphone man sich entscheidet: Man nutzt in der Regel den dort vorinstallierten Browser. Es wird kaum ein individueller Browser aufgespielt und verwendet, wie es bei PC und Co. schon lange der Fall ist. Daher ist derzeit wenig Spielraum für zusätzliche alternative Browser, wie den Firefox.

Anders verhält es sich bei der künftig kostenfreien Lösung von Nokia: Symbian ist, gemessen am Marktanteil, bis heute das größte Betriebssystem für Smartphohnes und kommt mit einem eigenen Browser daher. Sowohl das iPhone als auch auf dem Betriebssystem Android basierende Mobiltelefone sind allesamt mit einem Browser ausgestattet, der auf der Technologie, die unter dem Namen Webkit angeboten wird, basiert. Gleiches gilt übrigens auch für Smartphones aus dem schon fast vergessenen Hause Palm. Der Blackberry kommt bislang noch nicht mit einem Webkit-Browser daher; dieser Schritt ist allerdings für 2010 angekündigt. Dem stehen die Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Windows Mobile gegenüber, die naheliegenderweise mit einer mobilen Version des Internet Explorer ausgestattet sind. Das Firefox-Pendant zu Webkit nennt sich Gecko und ist eine eigene Entwicklung aus dem Hause Mozilla, das sich ja auch im PC-Sektor hinter dem Firefox und den entsprechenden Mailprogrammen (Thunderbird) verbirgt.


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