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18. Oktober 2008 - 13:28:57
Ein gelungener Artikel. Er gehört zu den wenigen, wo die Bedeutung von Google Chrome nicht völlig überdehnt wird, - wie so oft in den letzten Wochen geschehen.
Tatsächlich stand Google ja vor dem Problem, dass Cloud Computing in Fachkreisen wohlbekannt war und schon längst diskutiert wurde, aber im Privatkundenbereich weniger. Google sieht damit m. E. in Browsern für Desktopsysteme das Gleiche wie auch Microsoft, Apple (was Windows-Systeme angeht) und Opera: ein reines Marketingprodukt. (Siehe dazu etwa http://syngit.blogspot.com/2008/09/alles-chrome-was-blitzt-haben-sie-heute.html.)
Im Privatkundenbereich wird bei vernünftiger Preisgestaltung dem Cloud Computing wohl am raschesten ein Erfolg beschienen sein.
Im Businessbereich hängt vieles an der Hochverfügbarkeit und der Bereitstellung integrierter Online-Backuplösungen. Gerade die Datensicherheit ist ein Knackpunkt, da im Falle eines Verlustes sensibler Geschäftsdaten infolge eines Systemausfalls bei dem CC-Anbieter im Streitfall vor Gericht kein Unternehmer die Verantwortung auf den CCler abwälzen kann. Und das kann schnell teuer werden. Die Versicherungsunternehmen werden diese Entwicklungen wohl mit Argusaugen verfolgen. Eine Dokumentenmanagementstrategie mit Augenmaß wird hier gefragt sein. Warten wir ab, wie sich die Sache entwickelt.
13. April 2010 - 00:02:39
Infineon - Qimonda lassen grüßen. Und wer es nicht glaubt, der verfolge den Auf- und Niedergang von Sunfilm - Groß Röhrsdorf.
Es gibt viele Erklärungen für die Solarkrise. Doch eine plausible, die unverkennbar der Chip Krise gleicht, sticht ins Auge: es wurden im asiatischen Billigproduktionsraum Überkapazitäten aufgebaut, mit Hilfe derer der Markt heute mit Produkten überschwämmt wird. Eine übliche Taktik, besonders chinesischer Unternehmen, ist es, die Preise so lange bis weit unter die Herstellkosten zu drücken, bis die Konkurrenten vom Markt verschwunden sind. Dann werden die Preise entsprechend wieder angepasst, sodass Konzerngewinne eingefahren werden können. Dies ist durch massive staatliche Stützung möglich, die in europäischen Staaten, besonders in Deutschland, mit Hinweis auf die bereinigende Wirkung der freien Marktwirtschaft abgelehnt wird. Dass die Gesetze der Marktwirtschaft nur dann funktionieren, wenn die Bedingungen für alle Unternehmen gleich sind, wird dabei wissentlich außer Acht gelassen. Solange die europäische Politik kein Mittel gegen solche staatlich gestützte Praktiken der Marktübernahme findet, werden wir wohl in der westlichen Welt damit leben müssen, dass die teure Entwicklung in Europa/USA mit hohen Fördergeldern zuende geführt wird, die Wertschöpfung durch Hochvolumenproduktion dann aber in Asien stattfindet.
Congratulations to China. Wenigstens dort hat man es geschafft, uralte Methoden des Handels so für die moderne, globalisierte Wirtschaft zu optimieren, dass man nicht nur in der Wirtschaftskraft aufholen konnte, sondern inzwischen alle Exportnationen überholt hat. Möge das zumindest der riesigen Bevölkerung Chinas zugute kommen.
Wünschenswert wäre allerdings, wenn man den Rest der Wirtschaftswelt trotzdem noch überleben lassen würde. Möglicherweise haben das die Wirtschaftsweisen des asiatischen Raumes aber ebenso im Blick, ohne dass die westlichen Politiker auch nur im Ansatz ahnen, was wirklich geschieht.
20. April 2010 - 12:19:38
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!
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