Sony meldet sich zurück - Smartphones und PS4 sollen es richten

Smartphones und Spielekonsolen

Montag, 13. Mai 2013 14:35
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(IT-Times) - Der japanische Elektronikgigant Sony sieht sich wieder im Aufwind. Nachdem das Unternehmen erstmals seit fünf Jahren wieder einen Gewinn auf Jahressicht ausweisen konnte, herrscht wieder Optimismus. Sony-Aktien legten seit Dezember 2012 um rund 80 Prozent zu.

Die Hoffnungen von Sony (NYSE: SNE, WKN: 853687) ruhen in diesem Jahr dabei nicht nur auf der neuen PlayStation 4 (PS4), die in den nächsten Monaten auf Markt kommen soll, sondern auch auf eine Trendwende im Smartphone-Geschäft.

Xperia-Linie verkauft sich gut - Smartphone-Absatz im Aufwind
Nachdem Sony in 2012 bereits seinen Smartphone-Absatz auf 33 Millionen Einheiten verdoppeln konnte, soll der Absatz in 2013 nochmals um 27 Prozent auf 42 Millionen Stück klettern. Damit würde sich Sony einen Marktanteil von 4,0 Prozent im weltweiten Smartphone-Markt sichern.

Tatsächlich verkauft sich die Xperia-Reihe offenbar gut, zumindest wo das Telefon verfügbar ist. Das 5-Zoll große Android-basierte Xperia galt im März in Japan, Frankreich, Deutschland, Hongkong und Taiwan als ausverkauft. Allerdings dürfte dies auf die eher dürftige Verfügbarkeit der Xperia-Reihe zurückzuführen sein.

Dies bemängelt auch Strategy Analytics Experte Neil Mawston, der auf die geringe Präsenz von Sony im US-Einzelhandel und China verweist. Sollte Sony hier Fortschritte machen, könnte dies auch den Smartphone-Absatz der Japaner positiv beeinflussen, sind sich Marktbeobachter einig.

Sony will Fehler bei der PS4 vermeiden - bis zu 16 Millionen verkaufte PS4-Konsolen erwartet
Zum zweiten großen Wachstumsträger soll in diesem Jahr Sonys neue Spielekonsole PS4 avancieren. Bis Ende 2013 hofft Sony auf 12 bis 16 Millionen verkaufte PS4-Einhieten, wobei erste PS4-Konsolen im Juni ausgeliefert werden sollen, wenn man US-Medienberichten glauben darf. Auf den Markt kommen könnte die neue PS4 dann im Juli oder August, wenngleich Sony noch keinen offiziellen Markteinführungstermin nennen konnte.

Darüber hinaus will Sony aus der Markteinführung der PS3 lernen, die zunächst zu großen Verlusten führte. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten warf die PS3 erst nach vier Jahren Gewinn für Sony ab.

Diesen Fehler will man bei der neuen PS4 vermeiden, ließ Sony CFO Masaru Kato im jüngsten Conference Call durchblicken. Darüber hinaus sollen Entwickler und Inhalteanbieter die Kontrolle über den „Share“ Button behalten und die Option entsprechend deaktivieren können, so Sony President Shuhei Yoshida gegenüber 4Gamer.net.

Kurzportrait
Sony wurde 1946 ursprünglich als Tokyo Tsushin Kogyo K.K. (Tokyo Telecommunications Engineering Corporation) gegründet. Drei Jahre später entwickelte man das erste Magnettonband. Erst 1955 folgte die Umbenennung in Sony. In den Folgejahren wurden Fernseher, Videorekorder und Halbleiter produziert, aber auch der Einstieg in das Unterhaltungsgeschäft gelang durch ein Joint Venture mit der US-amerikanischen CBS. Parallel hierzu erfolgte die internationale Expansion. 1979 präsentierte Sony mit dem Walkman einen Bestseller, drei Jahre später wurde die CD entwickelt. Kurze Zeit später folgte die erste Videokamera. Mit seiner PlayStation legte das Unternehmen zudem den Grundstein für den späteren Erfolg im Bereich Spielekonsolen. Inzwischen hat das Unternehmen mit der PlayStation 3 (PS3) bereits die dritte Generation seiner erfolgreichen Spielekonsole auf den Markt gebracht.

Heute ist Sony einer der größten Elektronikkonzerne der Welt. Das Unternehmen ist in fünf Kernsparten unterteilt: Financial Services, Consumer Products Service (CPS), Professional Device Solution (PDS), Movies (Filmproduktionen, u.a. MGM), Sony Mobile und Others. Sony Pictures Entertainment hält unter anderem eine 7,5%ige Beteiligung an den Revolution Studios.

Das mit Abstand größte Segment ist die Sparte Consumer Products Service (CPS). Hier werden unter anderem Audio- und Videoausrüstung (Fotoapparate, Kameras, DVD-/CD-/MP3-Player etc.), LCD-Fernseher, Monitore und Spielekonsolen entwickelt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tokio und beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter weltweit. Ende 2007 verkaufte Sony sein Computerchip-Geschäft an die japanische Toshiba. Gleichzeitig brachte Sony auch seine Finanzeinheit Sony Financial Holdings an die Tokioter Börse, womit sich Sonys Beteiligung an der Tochter von 100 auf 60 Prozent reduzierte. In 2011 gab Sony bekannt, dass Mobilfunk-Venture Sony Ericsson künftig allein führen zu wollen und zahlt hierfür 1,05 Mrd. Euro an Ericsson. Damit ist Sony Mobile wieder 100% ein Teil von Sony. Im Herbst 2012 stieg Sony bei Olympus ein und sicherte sich für 50 Mrd. Yen 11,5 Prozent der Anteile. Zudem erwarb Sony über seine Einheit Sony Computer Entertainment (SCE) die US-amerikanische Firma Gaikai für 380 Mio. Dollar.

Meldung gespeichert unter: Sony

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