Sony drängt ins Wohnzimmer - Apple und Microsoft im Visier

Spielekonsolen und Unterhaltungselektronik

Dienstag, 10. September 2013 13:09
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(IT-Times) - Die japanische Sony wagt mit der PlayStation Vita TV einen neuen Anlauf, um die Wohnzimmer der Konsumenten zu erobern. Die PS Vita TV versteht sich als Set-Top-Box und Spielekonsole in einem Gerät, die nicht nur preislich mit der Set-Top-Box von Apple konkurrieren soll.

Die PS Vita TV soll für 9.480 Yen bzw. 95 US-Dollar verkauft werden. Im Bundle mit einem DualShock 3 Controller und einer 8GB Speicherkarte kostet das Gerät 143 US-Dollar. Im Vergleich hierzu schlägt die Apple TV Set-Top-Box mit 99 US-Dollar zu Buche.

TV und Spiele auf einer Konsole
Allerdings werden auf der PS Vita TV Vita-, PSP- und PlayStation 1-Games abspielbar sein, wodurch beim Marktstart zunächst rund 1.300 Spiele auf dem Gerät zur Verfügung stehen. Zudem wird die Konsole auch kompatibel mit der PS4 sein, wodurch die PS Vita TV als Extender genutzt werden kann, um beispielsweise Multiplayer-Games auf mehreren Bildschirmen zu spielen.

Der Vorteil der neuen PS Vita TV gegenüber konkurrierenden Produkten wie Apple TV und Chromcast (Google) ist der, dass auf der PS Vita TV auch Spiele lauffähig sind. In Japan unterstützt die PS Vita TV Video-Services von Hulu, Tsutaya TV und Nico Douga sowie Sonys eigenen Video Unlimited Service. Auf den Markt kommen soll Sonys (NYSE: SNE, WKN: 853687) PS Vita TV am 14. November in Japan. Wann das Gerät auch in anderen Ländern vertrieben wird, steht noch nicht fest.

PS4 kommt früher und ist günstiger als die XBox One
Neben der PS Vita TV dürfte im diesjährigen Weihnachtsgeschäft vor allem die PS4 für Aufmerksamkeit sorgen, auch wenn die Konsole in Japan erst am 22. Februar 2014 auf den Markt kommen dürfte. Hier wird die PS4 39.980 Yen bzw. 400 US-Dollar kosten, in Nordamerika soll die PS4 für 399 US-Dollar im November angeboten werden. Im Vergleich dazu kostet Microsofts Xbox One 499 US-Dollar bzw. 499 Euro.

Nach Sony-Angaben sind bereits mehr als eine Million Vorbestellungen für die PS4 eingegangen, die am 15. November in Nordamerika und am 29. November in Südamerika, Europa und auch in Australien auf den Markt kommen wird.

Interesse an der PS4 höher als an der Xbox One
Bei GameStop sollen sich sogar 1,5 Millionen Nutzer registriert haben, welche an der PS4 Interesse haben, berichtet der Branchendienst VG 24/7. Im Vergleich dazu, sollen sich im Bezug auf die Xbox One 700.000 Nutzer registriert haben, die an der Microsoft-Konsole interessiert sind. Zwar erlauben diese Zahlen keinen konkreten Rückschluss auf die Vorbestellzahlen, jedoch sind die Zahlen ein guter Indikator für das Interesse der Spiele-Fans.

Sony U.K. Managing Director Fergal Gara erklärt die aktuelle Situation so, dass die Vorbestellungen deutlich höher sind als bei der Vorgänger-Generation (PS2, PS3). Damit scheint sich ein Lieferengpass bei der PS4 in Europa anzudeuten, auch wenn Sony verspricht, alles zu tun, um die hohe Nachfrage erfüllen zu können.

Kurzportrait
Sony wurde 1946 ursprünglich als Tokyo Tsushin Kogyo K.K. (Tokyo Telecommunications Engineering Corporation) gegründet. Drei Jahre später entwickelte man das erste Magnettonband. Erst 1955 folgte die Umbenennung in Sony. In den Folgejahren wurden Fernseher, Videorekorder und Halbleiter produziert, aber auch der Einstieg in das Unterhaltungsgeschäft gelang durch ein Joint Venture mit der US-amerikanischen CBS. Parallel hierzu erfolgte die internationale Expansion. 1979 präsentierte Sony mit dem Walkman einen Bestseller, drei Jahre später wurde die CD entwickelt. Kurze Zeit später folgte die erste Videokamera. Mit seiner PlayStation legte das Unternehmen zudem den Grundstein für den späteren Erfolg im Bereich Spielekonsolen. Inzwischen hat das Unternehmen mit der PlayStation 3 (PS3) bereits die dritte Generation seiner erfolgreichen Spielekonsole auf den Markt gebracht.

Heute ist Sony einer der größten Elektronikkonzerne der Welt. Das Unternehmen ist in fünf Kernsparten unterteilt: Financial Services, Consumer Products Service (CPS), Professional Device Solution (PDS), Movies (Filmproduktionen, u.a. MGM), Sony Mobile und Others.

Meldung gespeichert unter: Sony

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