Solid State Disks: Bye bye Festplatte

Freitag, 7. August 2009 12:49

(IT-Times) – Sie verbrauchen weniger Strom, sind leise und sind weniger empfindlich als herkömmliche Festplatten: Solid State Disks - kurz: SSD - haben sich im Zuge des Booms im Netbook-Segment immer weiter durchgesetzt und gelten aktuell als potentialreiche Alternative zu den herkömmlichen Speichersystemen. Selbst in Server-Systemen setzt sich die SSD als Speicherlösung zusehends durch. Server-Hersteller setzen immer stärker auf diese Flash-Speicherlaufwerke. Als Vorteile gelten hierbei vor allem die höheren Leistungen, die abgerufen werden können. Nachteil: Die Anschaffungskosten liegen noch deutlich über denen herkömmlicher Festplatten. Mit steigender Marktdurchdringung dürften aber auch die Preise für SSD fallen. Das erwarten nicht zuletzt Marktbeobachter wie die Marktforschungsexperten aus dem Hause Gartner.

Leise, energiesparend und schnell

Der Vorteil eines Flashlaufwerks: Es fehlen bewegliche Teile. Es gibt weder eine rotierende Magnetscheibe, noch gibt es einen Schreib-Lesekopf. Teile, die sich nicht bewegen, machen auch keine Geräusche und verbrauchen deutlich weniger Energie. Ein nicht zu vernachlässigendes Argument in einer Zeit, in der Kunden ein besonderes Gespür für das Thema Energieeffizienz entwickelt haben. Zudem steigert sich durch den geringeren Stromverbrauch die Akkulaufzeit in mobilen Geräten wie Netbooks oder Laptops.

Da bei SSDs Daten in Flash-Speichern ablegt werden, kann sie unmittelbar auf Speicherzellen zugreifen und ist damit schneller als eine herkömmliche Festplatte. In der Theorie lassen sich damit außergewöhnlich hohe Transferraten erzielen, die im Praxiseinsatz aber selten erzielt werden. Dennoch lässt sich festhalten: Eine SSD ist schneller, weniger anfällig und energiesparender als eine herkömmliche Festplatte, wie es auch folgendes Video sehr schön veranschaulicht:

[youtube FyBxCR8P8T0]

Toshiba will SSD-Vorreiter sein

Einer der großen Akteure auf dem internationalen SSD-Markt ist der japanische Technologiekonzern Toshiba. Das Unternehmen befindet sich aktuell mitten in der Phase, die Produktion der auf Flashchips basierenden Festplatten um das 15-fache zu steigern. Bezugsgröße ist hierbei das Produktionsvolumen, das beim letzten Jahreswechsel vorherrschte. Zielzeitraum: Zwei Jahre. Dann sollen monatlich 60.000 SSD-Laufwerke produziert werden. Somit setzt Toshiba in einem aktuell schwierigen Marktumfeld auf einen möglichen Sparzwang bei den Mitbewerbern und will diesen durch eigene Investitionen wohl davon laufen. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es dabei, bis zum Ende des kommenden Jahres, die Hälfte des weltweiten Marktes von SSD-Laufwerken zu kontrollieren. Ein hohes Ziel, welches aber durchaus vielversprechend ist, da sich mit SSD-Laufwerke auch in Zeiten der Krise noch anständige Margen erzielen lassen.

[youtube u25tISQS690]

Intel hadert mit SSD-Problemen

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