SolarWorld: In den Büchern tickt eine gefährliche Zeitbombe

Solarenergie

Freitag, 6. Februar 2015 10:21
SolarWolrd CEO Frank Asbeck

BONN (IT-Times) - Der angeschlagene deutsche Solarmodule-Hersteller SolarWorld AG dümpelt geschäftlich so vor sich hin. Der Aktienkurs des Unternehmens hat seine gewohnte Richtung eingenommen und läuft gen Süden.

Schenkt man dem Vorstandsvorsitzenden Frank Asbeck Glauben, so ist das ehemalige deutsche Vorzeige-Solartechnikunternehmen SolarWorld in der Spur. Das ist wohl nicht ganz richtig, denn in der Bilanz befindet sich eine Position, die das ganze Unternehmen SolarWorld erneut in Gefahr bringen kann.

Frank Asbeck, auch als Sonnenkönig tituliert, ist umstritten, hat er doch einen sehr ausschweifenden und widersprüchlichen Lebensstil mit Schlössern und Luxuskarossen. Man wirft dem Dipl.-Landwirt, der sich zuvor unter anderem mit Fischzucht beschäftigte, auch vor, sich eher für die angebotenen Subventionen, in den USA als Steuergutschriften und in Deutschland als Einspeisevergütung gewährt, als für die eigentliche Solarenergie zu interessieren. In den USA wurden beispielsweise die gewährten Steuergutschriften in Millionenhöhe an andere Unternehmen weiterverkauft, da SolarWorld in den USA keine Gewinne erwirtschaftete, so die ARD in einer Dokumentation der Reihe „die Story im Ersten“ unter dem Namen „Der Sonnenkönig“.  

Das Unternehmen SolarWorld jedenfalls ist eines der größten Geldvernichtungsmaschinen der letzten Jahre in Deutschland für Aktionäre. Ende 2013 drohte der SolarWorld sogar die Insolvenz, der Schuldenberg war auf weit über 550 Mio. Euro angewachsen. Bei einem folgenden Sanierungskonzept verloren Altaktionäre beinahe ihr gesamtes Vermögen. Man wirft dem Vorstandvorsitzenden Asbeck vor, im Gegensatz zu Kleinaktionären die neue Aktien zu einem viel günstigen Bezugspreis bekommen zu haben, die er dann im Laufe der Zeit auch schnell über die Börse wieder veräußerte. Die Aktientransaktionen von Asbeck mit SolarWorld-Papieren bleiben in dieser Zeit umstritten und dubios. Einen empfehlenswerten und umfassenden Beitrag zu den Geschehnissen um die SolarWorld AG hat die ARD mit der Dokumentation „die Story im Ersten“ und dem Titel „Der Sonnenkönig“ erstellt.

Was allerdings offenbar völlig in Vergessenheit geraten ist: Es läuft in den USA seit März 2013 eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Silizium-Lieferanten Hemlock Semiconductor und der SolarWorld-Tochtergesellschaft SolarWorld Industries Sachsen GmbH, die zuvor unter dem Namen Deutsche Solar GmbH firmierte.

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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