Solartechnik: Zukunftsweisende Trends als Wachstumsmotor

Freitag, 25. Juni 2010 16:23
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MÜNSTER (IT-Times) - Veranstalter von Messen neigen in der Regel dazu, ihrer Messe grundsätzlich Erfolg zu bescheinigen. Kommen weniger Aussteller so liegt das an der "fokussierten Ausrichtung", kommen weniger Besucher, so gab es externe Effekte, die von der Messeorganisation nicht beeinflusst werden konnten. Nichts zu meckern findet man allerdings, wenn man sich die Ergebnisse der jüngst zu Ende gegangenen weltweit größten Fachmesse der Solarwirtschaft, Intersolar Europe, zu Gemüte führt. In Zahlen: Rund 72.000 Besucher aus ca. 150 Nationen besuchten die Intersolar Europe. 1.880 Aussteller präsentierten in zwölf Hallen und dem angeschlossenen Freigelände ihre Produkte und Dienstleistungen auf 134.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Damit kletterte die Zahl der Aussteller um 33 Prozent, die der Besucher um 23 Prozent, mehr als die Hälfte der präsentierenden Unternehmen stammte dabei aus dem Ausland.

Wichtiger als Zahlen sind bei einer Messe - gesamt betrachtet - die Innovationen, die dort präsentiert werden. Nicht selten sind es die auf Messen vorgestellten Neuerungen, die sich später als Innovationstreiber für eine ganze Branche präsentieren. Ein Indikator für die Zukunftsfähigkeit der präsentierten Technologien könnte deren Auszeichnung sein: In diesem Jahr wurden Innovationen in den Bereichen „Photovoltaik“ und „Solarthermie“ sowie erstmals die Kategorie „PV Produktionstechnik“ prämiert. Initiiert wurde das Ganze vom Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar). Für die Teilnahme waren Produkte und Lösungen zugelassen, die 2010 erstmals auf der Intersolar Europe oder auf der Intersolar North America ausgestellt werden oder eine signifikante Weiterentwicklung im Vergleich zu früheren Messepräsentationen darstellen. Die Einreichungen sollten erprobt sein oder sich bereits in der Anwendungsphase befinden.

Die Gewinner im Bereich „Photovoltaik“

Das Unternehmen ABB Schweiz AG mit Sitz in Zürich ist darauf spezialisiert, die üblichen Verluste bei der Gewinnung von Solarstrom zu senken. Zudem verspricht das Unternehmen einen hohe Umweltnutzen durch Langlebigkeit und durch die Herstellung ohne bedenkliche Inhaltsstoffe.

Solarmodule werden aufgrund von Kostenreduktionspotenzialen immer größer und damit auch proportional schwerer, was die manuelle Montage fast unmöglich macht. Die Gehrlicher Solar AG hat daher ein Transport- und Montagesystem für Photovoltaik-Großmodule entwickelt. Mit diesem Komplettsystem wird der gesamte Prozess von der Herstellung bis zur Endmontage miteinander verbunden. Das Konzept soll helfen, Montagezeiten und damit Kosten zu senken.

Für einen Zentralwechselrichter, der alle wichtigen Anforderungen erfüllt und neueste technische Komponenten verwendet, ist die SMA Solar Technology AG, ausgezeichnet worden. Ihr „Sunny Central 800CP“ ist das weltweit erste wetterfeste Einzelgerät mit 800 kVA Nennleistung. Die hohe Leistungsausbeute ist durch das sogenannte Powermanagement und Lüftungskonzept möglich.

Die Gewinner im Bereich „Solarthermie"

Speichertechnologien sind der Schlüssel für die Nutzung von Solarwärme, insbesondere, wenn ein großer Anteil der Wärme über Solarthermie gedeckt werden soll. Die FSAVE Solartechnik GmbH, Kassel/Deutschland, bietet mit einem Wärmepufferspeicher eine Möglichkeit, die Wärme von Bestandsgebäuden mit Solarthermie zu decken. Der drucklose Speicher eignet sich mit seinen 2.200 Liter Speichervolumen sowohl zur Pufferung von Solarwärme als auch für den Betrieb mit Festbrennstoffkesseln.

Solarbetriebene Kühlanlagen (Adsorptionskältemaschinen) bilden eine stromsparende Alternative zu stromintensiver Kompressortechnik. Daher ging ein weiterer Intersolar AWARD an die Berliner InvenSor GmbH. Im Vergleich zu herkömmlichen thermischen Kältemaschinen kann die „InvenSor Adsorptions-Kältemaschine (LTC)“ mit deutlich niedrigeren Temperaturen betrieben werden.

Meldung gespeichert unter: SMA Solar Technology

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