Solarindustrie: Auf der Suche nach dem Wirkungsgrad

Freitag, 23. Januar 2009 16:41
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(IT-Times) Im letzten Jahr, da brummte es ordentlich in der Solarbranche. Und weltweit wurden die Kapazitäten für die einzelnen Wertschöpfungsstufen so gut es geht in die Höhe geschraubt. Manches Unternehmen machte das auf Pump und nun zeigt sich, dass genau darin eine gewisse Gefahr lauern kann. 

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Nichtsdestotrotz: Die Solarenergie ist eine Energieform mit einer gehörigen Portion Zukunftspotenzial. Äußere Faktoren wie der Treibhauseffekt und die Reaktion der Politik darauf spielen der Branche in jedem Fall in die Karten. Doch können sich die Unternehmen sicherlich nicht darauf verlassen, dass sich der Erfolg von allein einstellt. Die sich abzeichnenden Überkapazitäten in einzelnen Wertschöpfungsstufen werden einen Preisverfall nach sich ziehen, ähnlich wie man es immer wieder in der Computer-Chip-Branche beobachten kann. Auf der anderen Seite sind Technologien noch nicht so ausgereift, dass dort keine Entwicklungssprünge mehr möglich sind. So können Unternehmen mit einer produktiven Forschungs- und Entwicklungsabteilung noch Vorsprünge für sich am Markt erarbeiten.

Silizium: Grenzenlos verfügbarer Rohstoff


Die Zelle ist die kleinste Einheit, die in einem Solarmodul zum Einsatz kommt. Sie werden - zumindest in der noch dominierenden Herstellungsform auf Siliziumbasis - aus Wafern gefertigt. Die Qualitätsgüte eine Zelle lässt sich an ihrem Wirkungsgrad ablesen. Hier sind es die Unternehmen Sanyo und Sunpower, die die Nase vorn haben und einen Wirkungsgrad jenseits der 20 Prozent erzielen. Da wollen Firmen wie die deutsche Stiebel Eltron noch hin, wie die Financial Times Deutschland berichtet. Im Labor wurde bereits ein Wirkungsgrad von 24,7 Prozent erzielt. Aktueller Weltrekord.

Der Wettlauf ist aber noch nicht beendet und das hat einen einfachen Grund: Steigt der Wirkungsgrad, sinken die Produktionskosten, da für gleiche Leistung weniger Material eingesetzt werden muss. Müsste sich Solarenergie im freien Wettbewerb bewähren, hätte sie aktuell noch schlechte Karten, da die Produktionskosten einfach noch zu teuer sind. Eine Steigerung des Wirkungsgrades bei herkömmlichen Solaranlagen auf Siliziumbasis scheint eine Antwort darauf zu sein.

Silizium wird aus Sand geschmolzen, der unbegrenzt verfügbar ist. Monokristallines Silizium wird aus der Schmelze gezogen. Die Kristallstruktur im Inneren ist homogen. Polykristallines Silizium hingegen verfügt über eine Struktur, in der mehrere Kristalle beim Erstarren nebeneinander wachsen. Erkennbar sind polykristalline Zellen durch die sichtbaren Korngrenzen, es entsteht ein Metal-Flake-Effekt. So erklärt es SolarWorld, ein führendes deutsches Solarunternehmen mit einem angestrebten Jahresumsatz jenseits der Milliarde Euro.

Sand, um Silizium herzustellen, ist zwar unbegrenzt verfügbar. Silizium selbst ist im letzten Jahr jedoch schon zum Engpass in der Branche geworden, da die Rohstofflieferungen mit den wachsenden Kapazitäten nicht adhoc mitwuchsen. Hersteller von Solarzellen und -modulen haben sich daher durch langfristige Verträge die Lieferung von Silizium gesichert. Der Schuss geht nun nach hinten los, da die langfristigen Verträge in der Regel abgeschlossen wurden, als die Branche von grenzenlosem Wachstum ausging. Dementsprechend hoch sind die Lieferpreise, die mit den Lieferanten des Rohstoffs abgeschlossen wurden. Nun klagt die Branche über Überkapazitäten, damit einhergehend sinkende Margen, kann zugleich aber beim Einkauf keine Einspareffekte realisieren.

Dünnschichtmodule: Günstiger aber weniger wirksam

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Meldung gespeichert unter: Solartechnik

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