Software AG wächst durch Übernahmen – Produktportfolio erweitert

Infrastruktursoftware

Donnerstag, 11. Juli 2013 11:54
Software AG

DARMSTADT (IT-Times) - Im laufenden Geschäftsjahr hat die Software AG bereits mehrere Zukäufe getätigt und eigene Produkte erweitert. Der Zweck dieser Unternehmungen besteht darin, im Bereich Big Date besser aufgestellt zu sein oder verstärkt Cloud-Services und Dienste aus dem Bereich des digitalen Unternehmens anzubieten.

Jüngst gab das Unternehmen bekannt, dass bestehende Business-Messaging-Anwendungen Big Data-fähig werden sollen. Das Programm des Herstellers der Infrastruktur-Software "Nirvana Messaging" soll dazu künftig über deutlich mehr Speicherkapazität verfügen. Ausgestattet mit spezieller In-Memory-Speichertechnologie der Tochtergesellschaft Terracotta, firmiert die Anwendung fortan unter dem Namen: "Terracotta Universal Messaging". Die Software soll die Infrastruktur der Unternehmen vereinfachen, große Datenmengen filtern und ihre Übertragung beschleunigen. Das Unternehmen Terracotta war im Geschäftsjahr 2011 ein zentraler Zukauf der Software AG, durch den das Geschäftsfeld Big Data in den Fokus genommen werden konnte.

Zudem hatte man jüngst erklärt, die Complex-Event-Processing-Plattform Apama von der Progress Software GmbH erwerben zu wollen. Die Übernahme steht im Rahmen der Strategie der Software AG, für Kunden die umfassende Digitalisierung ihrer Unternehmen zu verwirklichen. In Folge dessen übernehme die Software AG (WKN: 330400) die Technologie-Teams von Apama an den Hauptstandorten Cambridge (England), Bedford (USA) und Hyderabad (Indien). Ferner seien der weltweite Vertrieb und die technischen Support-Teams von Apama betroffen. Die Kunden von Apama stammen zu einem großen Teil aus dem Banken- und im Kommunikationssektor. Die Software AG will die Produktmarke Apama belassen und sich ebenfalls weiterhin auf Kapitalmärkte und Lösungen für Kundenerfahrungsmanagement und Betrugserkennung fokussieren.

Jüngst wurde eine Kooperation mit dem US-amerikanischen SAP-Anbieter Bristlecone bekannt gegeben. Bristlecone ist ein SAP-Systemintegrator in den Bereichen Supply Chain und Manufacturing. Die langjährig angelegte Partnerschaft ist im Wesentlichen auf Lösungen für Supply Chain Management und Manufacturing im europäischen Raum konzentriert. Darüber hinaus wird Bristlecone in Indien ein Competence Center für Offshore Services einrichten. Außerdem wird der Bereich IDS Scheer Consulting der Software AG seine SAP-Implementierungen auf vorkonfigurierte Branchenlösungen aufsetzen und erhält dabei Unterstützung vom neuen Competence Center.

Um sich im Bereich des Cloud-Computing weiter zu etablieren, kaufte die Software AG den US-amerikanischen Cloud-Spezialisten LongJump. Durch die Übernahme soll das Produktportfolio vor allem im Bereich von Endnutzer-Self-Service Anwendungen ausgebaut werden, um damit vermehrt kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen. Zudem plant die Software AG, die bestehenden Platform-as-a-Service Produkte von LongJump weiterzuentwickeln und auszubauen.

webMethods 9.0 mit neuen Funktionen

Daneben stellte die Software AG mit webMethods 9.0 eine neue Version ihrer Business Integration Suite vor. Die Suite gilt als erster In-Memory-fähiger Enterprise Service Bus auf den Markt. Mit der Version 9.0 halten gleichzeitig eine Reihe von Erweiterungen wie CloudStreams Einzug. Durch die Integration mit BigMemory können Daten künftig lokal im Cache abgelegt werden, wodurch größere Datenmengen im XML-Format In-Memory verarbeitet werden können. Dadurch sollen einige Funktionen um den Faktor 150 bis 200 beschleunigt werden.

Kurzportrait

Die in Darmstadt ansässige Software AG ist ein weltweit agierender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für IT-Infrastrukturen mit serviceorientierten Architekturen. Das Unternehmen ist in die drei strategischen Geschäftsbereiche Enterprise Transaction Systems (ETS), Business Process Excellence (BPE) und IDS Scheer Consulting untergliedert. ETS besetzt das Feld Datenbanken und basiert vor allem auf dem Datenbank-Managementsystem Adabas sowie der Entwicklungsumgebung Natural.

Im Geschäftsbereich BPE ermöglicht die Software AG die softwaregestützte Steuerung von Geschäftsprozessen in Unternehmen. Das geschieht zunächst auf Basis der webMethods-Produkte. Zu den webMethods-Technologien zählen Steuerungssoftware für serviceorientierte Architekturen (SOA Governance), Business Process Management (BPM), Business Activity Monitoring (BAM) sowie Enterprise Service Bus (ESB) und B2B (Business-to-Business)-Integrationstechnologie.

Der zweite Baustein im Geschäftsbereich BPE umfasst die Produktfamilie ARIS vom 2009 zugekauften Unternehmen IDS Scheer AG. Kernprodukt ist die ARIS Plattform for Process Excellence. Diese besteht aus einem integrierten Lösungsportfolio für Strategie, Analyse, Design und Controlling von Geschäftsprozessen. Im Geschäftsbereich IDS Scheer Consulting (IDSC) bietet die Software AG produktunabhängige Beratungsleistungen im Umfeld von Business Process Excellence, dabei schwerpunktmäßig SAP-Beratungsleistungen. Man unterstützt Unternehmen bei der Optimierung ihrer strategischen Geschäfts- und Technologieinvestitionen.

Im Frühjahr 2007 verstärkte sich das Unternehmen im Bereich Web Services und SOA-Lösungen durch die Übernahme der amerikanischen webMethods. Bereits zuvor übernahm das Softwarehaus mehrheitlich die israelische SPL Software. Ende 2007 schluckte die Software AG die Softwaresparte von Jacada. Mitte 2009 übernahm die Software AG den Schweizer IT-Spezialisten Teconomic AG. Gleichzeitig übernahm die Software AG im Jahr 2009 Deutschlands drittgrößtes Softwarehaus IDS Scheer. Im Frühjahr 2010 wurde der CEP-Spezialist RTM Realtime Monitoring GmbH übernommen. In 2011 verstärkte sich die Software AG durch die Übernahme von Metismo und Terracotta. Anfang 2012 kaufte die Software AG den britischen Technologieanbieter my-Channels. Im Geschäftsjahr 2013 folgten viele unterschiedliche Akquisitionen und Beteiligungen.

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