SMA Solar baut marktführende Position weiter aus

Mittwoch, 21. April 2010 13:12
SMA Solar Technology

(IT-Times) - Der führende Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichter SMA Solar Technology AG (WKN: A0DJ6J) konnte auch im Krisenjahr 2009 weiter wachsen und blickt entsprechend optimistisch in das laufende Geschäftsjahr 2010.

Das Unternehmen hat auch allen Grund dazu. Aufgrund der hohen Nachfrage sind Wechselrichter derzeit knapp. Projektbauer müssen teilweise längere Lieferzeiten in Kauf nehmen, wie Berichte aus der Praxis zeigen. Laut SMA Solar seien die Lieferschwierigkeiten auf Engpässe bei Komponenten bzw. in der Halbleiterindustrie zurückzuführen. Diese Situation soll sich zu Beginn des zweiten Halbjahres entspannen, heißt es bei SMA.

Marktforscher wie aus dem Hause IMS Research erwarten dann auch, dass der Markt für Wechselrichter auch in diesem Jahr - trotz der geplanten Senkung der Einspeisevergütung in Deutschland - auf einem hohen Niveau bleiben wird, nachdem der Markt für Wechselrichter im vergangenen Jahr laut IMS Research um 30 Prozent gewachsen ist

SMA hängt die Konkurrenz weiter ab
SMA Solar konnte laut IMS Research seine Vormachtstellung auf dem Weltmarkt behaupten und seinen Marktanteil sogar auf 42 Prozent ausbauen. Im dritten Quartal soll sogar jeder zweite ausgelieferte Wechselrichter aus dem Hause SMA gekommen sein, heißt es. Damit hat SMA seine Wettbewerber Fronius und Kaco New Energy weiter abgehängt.

Um den technologischen Vorsprung vor der Konkurrenz zu wahren, will SMA allein in diesem Jahr weitere 80 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Unterstützung könnte dem Unternehmen ausgerechnet von der Bundesregierung winken, welche die Einspeisevergütung kappen will. Nach einem Bericht der FAZ plant die Regierung ein Sonderförderprogramm für die deutsche Solarindustrie im Volumen von 100 Mio. Euro. In diesem Rahmen sollen in den Jahren Innovationen gefördert und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Industrie gestärkt werden.

Koalitionsfraktion bestätigt Förderkürzung
Ende März hatten die Koalitionsfraktionen den Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zur Kürzung der Einspeisevergütungen nochmals bestätigt. Damit bleibt es bei der Kürzung um 16 Prozent zum 1. Juli 2010. Anlagen auf Ackerflächen werden demnach ab Juli nicht mehr gefördert. Der Gesetzesentwurf sieht zudem vor, dass Photovoltaikanlagen von landwirtschaftlichen Flächen vollständig verbannt werden.

Wenngleich sich die Nachfrage aus Deutschland im zweiten Halbjahr abschwächen sollte, dürfte dies SMA Solar nur zum Teil tangieren, denn das Unternehmen erzielt inzwischen mehr als 40 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz dürfte mittel- bis langfristig noch weiter steigen, wenn SMA Solar seine geplante Expansion in neue internatonale Märkte wie Kanada realisiert hat…

Kurzportrait

Die im Jahre 1981 als SMA Regelsysteme GmbH gegründete SMA Solar Technology AG hatte sich ursprünglich mit der Herstellung von Industriecomputern befasst. In den letzten Jahren konzentrierte sich das Unternehmen immer mehr auf das Geschäft mit Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen. Heute sieht sich SMA Solar als der weltweit größte Hersteller von Wechselrichtersysteme und Überwachungsanlagen für Photovoltaik-Anlagen.

Der von leistungsfähigen Prozessoren gesteuerte Wechselrichter ist heute das Herzstück einer jeden Solaranlage, um überhaupt effektiv Strom erzeugen zu können. Der Wechselrichter wandelt den in Solarzellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, so dass dieser in das Netz eingespeist werden kann. Darüber hinaus fungiert der Wechselrichter als System-Manager und überwacht die Generatorfunktion sowie den Ertrag, den die Anlage erzielt.

Laut Firmenangaben konnte man den maximalen Wirkungsgrad solcher Wechselrichter von 90 Prozent im Jahre 1990 auf über 98 Prozent in der Neuzeit erhöhen. Gleichzeitig wurde der Verkaufspreis pro Watt der Systeme um rund 70 Prozent gesenkt.

Um sich entsprechend breit im Markt aufzustellen, bietet SMA Solar heute Wechselrichter für nahezu alle Größen von Solaranlagen an. Für Klein- und Hausanlagen ist das Unternehmen mit dem Produkt „Sunny Boy“ am Start. Für mittelgroße Anlagen ab sechs KW ist man mit der Produktfamilie „Sunny Mini Central“ vertreten. Für Großanlagen ab 100 KW bis mehreren Megawatt hat man mit „Sunny Central“ bzw. „Sunny Tower“ das richtige Produkt parat. Für unabhängige Inselanlagen bietet SMA Solar die Lösung „Sunny Island“ an. Das Geschäft rund um Wechselrichter ist unter dem Geschäftsbereich Solartechnik zusammengefasst und trägt heute den Großteil des Umsatzes der Gesellschaft. Im Geschäftsbereich Innovative Energiesysteme wird unter anderem das Geschäft mit Wechselrichtern für Brennstoffzellen (Hydro Boy) gebündelt. Das Geschäft rund um den Produktbereich Bahntechnik ist in der 100%igen Tochtergesellschaft SMA Railway Technology zusammengefasst.

Neben dem Hauptsitz in Niestetal/Kassel, ist das Unternehmen noch mit Niederlassungen in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Australien, Südkorea, sowie in China und in den USA vertreten. Die Aktien des Unternehmens werden seit Ende 2008 am Prime Standard in Frankfurt gehandelt, wobei die Papiere seit Ende September auch Bestandteil des TecDax sind. Zuletzt beschäftigte die Unternehmensgruppe mehr als 4.000 Mitarbeiter weltweit.

Zahlen

Der Jahresumsatz belief sich in 2009 auf 934 Mio. Euro. Mit diesem Wert liegt SMA Solar über der zuletzt ausgegebenen Prognose von 900 Mio. Euro. 2008 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 682 Mio. Euro eingefahren. Den Umsatzanstieg in 2009 führt SAM Solar insbesondere auf eine starke Nachfrage im zweiten Halbjahr zurück. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte SMA Solar ebenfalls zulegen. Hier stieg der Wert von 167 Mio. Euro in 2008 auf 228 Mio. Euro in 2009. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 24,4 Prozent, die damit leicht unter dem Vorjahresniveau liegt (2008: 24,6 Prozent). Angepeilt hatte das Unternehmen nach offizieller Prognose eine Marge zwischen 23 und 25 Prozent.

Der im Jahr 2009 erzielte Überschuss lag mit 161,1 Mio. Euro um 35 Prozent über dem Vorjahreswert von 119,5 Mio. Euro. Es wurde ein Ergebnis je Aktie von 4,64 Euro verbucht (2008: 3,44 Euro). Für das Jahr 2009 wird die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die für 2008 gezahlte Dividende hatte bei einem Euro gelegen. In 2009 verbuchte SMA Solar den Absatz einer Wechselrichter-Leistung von 3,4 GW (2008: 2,2 GW). Unter Annahme einer 2009 weltweit installierten Photovoltaik-Leistung von sieben bis acht GW konnte SMA Solar den internationalen Marktanteil im vergangenen Jahr auf über 40 Prozent steigern, in 2008 lag dieser bei rund 38 Prozent.

Meldung gespeichert unter: SMA Solar Technology

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