Singulus: Hoffnung allein reicht nicht aus

Solar- und Optical Disc-Ausrüstung

Freitag, 3. Mai 2013 13:04
Singulus Technologies Unternehmenslogo

KAHL AM MAIN (IT-Times) - Es schien zwischenzeitlich, als habe der Spezialmaschinenbauer Singulus Technologies AG die Wende geschafft. Nachdem das Unternehmen jahrelang rote Zahlen geschrieben hatte, verbuchte man zum Jahresende 2011 ein kleines Plus. 2012 kehrte man indes wieder in die roten Zahlen zurück. Der Börsenkurs notierte seit Sommer letzten Jahres schon unterhalb der Zwei-Euro-Marke, zwischenzeitlich waren die Papiere des Unternehmens kurz davor, zum Pennystock zu werden.

Die Schwierigkeit von Singulus: Man hat Hoffnungen, im Geschäftsbereich Optical Disc weiter zu wachsen. Dieses Wachstum wird durch den Geschäftsbereich Solar jedoch wieder aufgezehrt. In diesem Segment fehlt eine klare Strategie. Man muss Singulus zugute halten, dass weitere Investitionen und Entwicklungen vorgenommen werden, die dazu beitragen können, im Solarsegment wieder Fuß zu fassen, wenn eines Tages die Nachfrage im Gesamtmarkt wieder anzieht. Das ist derzeit indes nicht in Sicht.

Um auch in schwierigen Zeiten in Forschung und Entwicklung investieren zu können, hat Singulus schon im vergangenen Jahr eine Unternehmensanleihe platziert. Mit der so gewonnenen Liquidität sollen Projekte finanziert und neue Produkte entwickelt werden. Auch der Aufbau neuer Geschäftsfelder steht auf dem Programm. Das Emissionsvolumen lag bei 60 Mio. Euro, bei einer Laufzeit der Anleihe von fünf Jahren und einer jährlichen Verzinsung von 7,75 Prozent, die gleichzeitig aber auch das Risiko der Unternehmung widerspiegelt. Sowohl institutionelle als auch Privatanleger hatten nachgefragt.

Die Nettoerlöse aus der Ausgabe der Anleihe will die Singulus Technologies AG (WKN: 723890) für die Finanzierung von größeren Projekten im Geschäftsbereich Solar, den Ausbau der Systempartnerschaft mit Herstellern von Dünnschichtsolarzellen, die Entwicklung neuer Produkte für den Geschäftsbereich Solar und die Entwicklung von Produktionsanlagen für die nächste Generation Blu-ray Discs einsetzen. Zudem plane man den Aufbau neuer Geschäftsfelder im Bereich der Vakuum-Beschichtungstechnologie durch Forschung und Entwicklung sowie durch Akquisitionen von Unternehmen oder Unternehmensteilen.

Aufträge, von denen das Unternehmen in der jüngeren Zeit berichtete, waren dem Segment Optical Disc zuzuordnen. Im Solar-Segment scheint man weiter auf der Stelle zu treten.

Kurzportrait

Sitz der Singulus Technologies AG ist Kahl am Main in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Produktionsanlagen für die Herstellung und Replikation von CDs und DVDs. Dabei unterstützte Singulus bislang sowohl das Blu-ray- als auch das HD DVD-Format. Diese Firmenstrategie wurde im Zeitablauf erweitert. Das Unternehmen nimmt nunmehr auch das Solar- und Optical Disc-Geschäft in den Fokus.

Zur Singulus-Produktlinie gehören Metallisierungs- (Beschichtung von CD, DVD und Blu-ray) und Replikationsanlagen. Mit den Anlagen können sowohl vorbespielte und einmal beschreibbare als auch wiederbeschreibbare Datenträger hergestellt werden. Die Metallizer-Technologie, d.h. das Aufbringen einer dünnen Metallschicht auf eine transparente Scheibe, macht die bereits beim Spritzgießen eingeprägte Information (Musik/Daten/Video) erst lesbar.

Die Singulus Technologies AG lässt sich in die vier Geschäftsbereiche Optical Disc, Photovoltaik, Semiconductor und Optics aufteilen. Zur Singulus Gruppe gehören außerdem die Einheiten Singulus Matering, Singulus Molding, Singulus Emould, Singulus Nano Deposition Technologies, die Hamatech AG, sowie Hamatech APE und die Stangl Semiconductor Equipment AG.

Im Jahr 2005 verstärkte sich Singulus durch die Übernahme von Steag Hamatech. Anfang 2008 wurde das Blu-ray-Geschäft des Schweizer Rivalen Oerlikon übernommen. Seit Mitte 2007 ist das Unternehmen auch in der Solarindustrie tätig und fertigt Anlagen zur Solarzellenherstellung. Möglich wurde dies unter anderem durch die mehrheitliche Übernahme des Solar-Spezialisten Stangl Semiconductor Equipment AG. Für die restlichen 49 Prozent der Stangl Semicondcutor Anteile hält Singulus eine Kaufoption - diese Option zog Singulus Ende 2009 und übernahm Stangl vollständig. Anfang 2010 trennte sich Singulus von HamaTech APE und verkaufte die Tochtergesellschaft an Süss MicroTec AG.

Singulus betreibt eigene Niederlassungen in Europa (Großbritannien, Spanien und Italien), den USA (Ost- und Westküste), Asien/Pazifik (Singapur), China und Lateinamerika (Brasilien).

Meldung gespeichert unter: Singulus Technologies

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