SAP wird Opfer der Finanzkrise - Ausblick doch gesenkt

Dienstag, 7. Oktober 2008 09:50
SAP Headquarter

WALLDORF - Die SAP AG (WKN: 716460) hat nun auch unter den Auswirkungen der US-Banken-Krise und damit auch unter der allgemein gedämpften Stimmung auf den Finanzmärkten zu leiden. Entsprechend senkte SAP, neben Oracle der weltweit größte Anbieter von Business-Software, die Prognose für das dritte Quartal 2008, als erste vorläufige Zahlen veröffentlicht wurden.

Man spüre nun erste Auswirkungen der allgemeinen Finanzkrise, so Henning Kagermann, CEO von SAP. Unter anderem habe man einen deutlichen Nachfragerückgang verzeichnen müssen. Deswegen sei es nicht mehr möglich, eine optimistische Prognose bezüglich der Entwicklung des laufenden dritten Quartal 2008 aufrecht erhalten zu können. 

Unmittelbar vor Ende des dritten Quartals sei es, so Kagermann weiter, zu einem plötzlichen Abschwung gekommen, der so seitens SAP nicht erwartet worden war. Besonders die Bereiche Software-Lizenzen und Wartung seien betroffen, hier sollen die Zuwächse geringer als bislang erwartet ausfallen. Im dritten Quartal 2008 sei der Umsatz in den zwei Bereichen lediglich um 13 bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Somit summieren sich beide Sparten bei 1,97 Mrd. bis 1,98  Mrd. Euro (2007: 1,74 Mrd. Euro). Bereinigt um Sondererlöse und einmalige Abschreibungen aus der Übernahme von Business Objects lag der Anstieg in beiden Bereichen bei 16 bis 17 Prozent auf 2,01 Mrd. bis 2,02 Mrd. Euro. Zuvor hatte man bei SAP deutlich größere Zuwächse erwartet. SAP geht nun davon aus, dass die Softwareerlöse im dritten Quartal 2008 zwischen 740 Mio. Euro und 750 Mio. Euro (2007: 715 Mio. Euro) liegen werden. Das entspricht einem Wachstum von vier bis fünf Prozent  (sieben Prozent  bis  neun Prozent ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse) gegenüber dem Vorjahresquartal. 

In der Region Amerika rechnet SAP für das 3. Quartal 2008 mit einem Anstieg der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In der Region EMEA erwartete das Unternehmen für das dritte Quartal 2008 einen Anstieg der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In der Region Asien-Pazifik-Japan geht SAP für das dritte Quartal 2008 mit einem Anstieg der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus. 

Meldung gespeichert unter: SAP

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