SAP-Rivale Workday lehrt der Konkurrenz das Fürchten

Human Capital Management (HCM)

Montag, 3. März 2014 14:23
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(IT-Times) - Der Anbieter von Cloud-basierten HR- und Finanz-Management-Lösungen Workday entwickelt sich schneller als der Konkurrenz lieb ist. Zwar hat Workday auch im jüngsten Quartal einen Verlust ausweisen müssen, dennoch konnte Workday seinen Umsatz um mehr als 70 Prozent steigern. Investoren sind begeistert und trieben den Workday-Aktienkurs zuletzt auf ein Rekordhoch bei über 116 US-Dollar. Analystenhäuser korrigieren ihre Kursziele für den Wert reihenweise nach oben.

Mehr als 200 neue Kunden in Q4 2013
Der Grund: Workday hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. In 2013 lieferte Workday drei Upgrades aus: Workday 19, 20 und 21, womit mehr als 600 neue Features in die von Workday (NYSE: WDAY, WKN: A1J39P) angebotene HR- und Finanzsoftware Einzug hielten. Gleichzeitig brachte der SAP-Rivale mit Workday Big Data Analytics eine neue Analyselösung an den Start, zudem wurde weiter in Workday Financial Management investiert. Nicht zuletzt dadurch konnte Workday im vergangenen Quartal mehr als 200 neue Kunden begrüßen und das Jahr 2013 mit mehr als 600 Kunden abschließen.

Übernahme von Identified erweitert adressierbaren Markt
Positiv am Markt aufgenommen wurde auch die jüngste Übernahme von Workday. Der Cloud-Spezialist schluckte den HR-Analysesoftwarespezialisten Identified. Finanzielle Details der Transkation wurden zwar nicht bekannt, jedoch ist der Zukauf ein klarer Fingerzeig Richtung Big Data Techniken. Diese sollen Arbeitgeber dabei helfen, die richtigen Kandidaten zu finden. Dies geschieht dadurch, dass Identified auch sämtliche Social Medien durchforstet, um den oder die Richtige für die jeweilige Stelle zu finden.

Dieses sogenannte „Social Sourcing“ wird immer wichtiger. Inzwischen geben Firmen weltweit mehr als 150 Mrd. US-Dollar für verschiedene Einstellungsverfahren (Werbung, Headhunter-Firmen, Interviews etc.) aus. Identified will deutlich mehr bieten als LinkedIn und umfasst auch Gruppen (Krankenschwestern, Designer usw.), die nicht auf LinkedIn zu finden sind.

Mit der Übernahme von Identified hat Workday einmal mehr seinen adressierbaren Markt erweitert. Allein durch die Einführung neuer Finanz-, Big Data- und Recruiting-Lösungen dürfte der adressierbare Markt für Workday in den nächsten Jahren mehr als 70 Mrd. US-Dollar erreichen, so Pacific Crest Experte Brendan Barnicle.

Kurzportrait

Die im März 2005 gegründete Workday gilt als führender Spezialist für Cloud-basierte Anwendungen für Human Capital Management (HCM) Lösungen. Daneben bietet Workday auch Finanz-Management, Time Tracking, Procurement, und Arbeitskosten-Management-Lösungen an.

Durch die von Workday entwickelte Architektur können Kunden gleiche Anwendungen nutzen und dabei partiell Anwendungsdaten teilen. Dadurch, dass Kunden ihre IT-Ressourcen und Infrastruktur teilen können, sollen sich die Kosten für Upgrades, Implementierung und Support sinken.

Workday betreibt ein Objekt-orientiertes Technik-Framework, in dessen Rahmen Echtzeit-Objekte wie Mitarbeiter, Budgets, Charts und Organisationen angezeigt werde. Darüber hinaus nutzt Workday In-Memory Datenbanken. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Werkzeugen für Unternehmen zur Konfiguration, Management, der Überwachung und zur Optimierung von Geschäftsprozessen an.

Zu den Workday-Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Flextronics, Chiquita, CareFusion, Aviva, Ancestry.com, Symantec, Yahoo, Lenovo, Valspar, Arrow Electronics, Sun Life Financial und VWR.

Neben dem Hauptsitz in Kalifornien, unterhält Workday noch weitere Niederlassungen im Ausland, wie zum Beispiel Sydney/Australien, Montreal, Toronto, Vancouver, München und Hongkong, Dublin/Irland, London und Paris. Im Jahr 2008 verstärkte sich Workday durch die Übernahme von Cape Clear Software. Anfang 2014 übernahm Workday den HCM- Analysespezialisten Identified.

Workday wurde von David Duffield (Gründer und ehemalige CEO von PeopleSoft) sowie Aneel Bhusri (PeopleSoft Chief Strategist) gegründet. Die beiden Manager kontrollierten rund 67 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft.

Zahlen

Für das vergangene vierte Fiskalquartal 2014 meldet Workday einen Umsatzsprung um 74 Prozent auf 141,9 Mio. US-Dollar. Die Subscription-Erlöse zogen um 86 Prozent auf 110,7 Mio. US-Dollar an. Der Nettoverlust summierte sich dabei auf 0,32 Dollar je Aktie, nach einem Minus von 0,19 Dollar je Anteil im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Workday

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