SAP-Rivale Workday expandiert in neue Marktbereiche

Cloud-Software

Mittwoch, 2. Oktober 2013 14:20
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(IT-Times) - Mit einem Kursplus von mehr als 60 Prozent in diesem Jahr gehört der SAP-Rivale Workday zu den neuen Stars am Börsenhimmel. Der Börsenneuling, dessen Aktien zu 28 US-Dollar Ende 2012 bei den Anlegern platziert wurden, eilt von Rekordumsatz zu Rekordumsatz. Workday-Aktien notieren heute knapp unter dem Rekordhoch von 84 US-Dollar.

Obwohl der Cloud-basierte Human Resource- und Finanzsoftwarespezialist noch nicht profitabel ist, trauen Analysten dem Wert weitere Kursanstiege zu. Workday (NYSE: WDAY, WKN: A1J39P) hat zuletzt gegenüber etablierten Softwarekonzernen Marktanteile gewinnen können, zudem drängt Workday nunmehr auch in andere Marktbereiche.

Workday steigt in den Big Data Analytics Markt ein
Mit Workday Big Data Analytics will das Unternehmen den boomenden Markt für Big Data Analyselösungen erschießen. Über Workday Big Data Analytics sollen Unternehmen nicht nur Mitarbeiter-Daten analysieren können.

Dabei steht nicht nur der Umsatz pro Mitarbeiter im Vordergrund, sondern auch Gehaltsvergleiche, mögliche Kosten beim Verlust bestimmter Mitarbeiter, sowie weitere Mitarbeiter-Charakteristika, die Rückschlüsse auf die Produktivität einzelner Arbeitskräfte zulassen.

Die erste Version von Workday Big Data Analytics wird nach Firmenangaben Daten von SAP-Datenbanken, als auch Daten außerhalb des Unternehmens wie etwa von Twitter verarbeiten können. Das Produkt wird im Rahmen des jüngsten Updates Workday 20 mitausgeliefert. Workday 20 kommt nach Firmenangaben mit 200 neuen Funktionen daher.

Workday stellt neue Lösung für den SIS-Markt vor
Auch im Markt für Student Information Systeme (SIS) will Workday stärker Fuß fassen. Hierfür hat das Unternehmen mit Workday Student eine neue Cloud-basierte Lösung vorgestellt.

Workday Student ist für Studenten, Fakultätsmitglieder und Administratoren konzipiert. Workday Student soll je nach Interessenslage und Stundenpläne Kurse für Studenten schmackhaft machen. Mit der Nutzung lernt das System hinzu und kann je nach Präferenzen maßgeschneiderte Kurse für Studenten empfehlen. Die Anwendung wird zudem einige Social-Features umfassen, wodurch das Engagement von Studenten gefördert werden soll.

Workday steht mit seiner Lösung nicht allein. Derzeit wird der SIS-Markt vor allem von drei Anbietern dominiert: Ellucian, Campus Management und Oracle. Die Kernfunktionen von Workday Student sollen im zweiten Halbjahr 2014 verfügbar sein, wobei die vollständige Suite dann in 2016 an den Start gehen soll. Dann will Workday die Dominanz der bisherigen drei Marktführer brechen.

Kurzportrait

Die im März 2005 gegründete Workday gilt als führender Spezialist für Cloud-basierte Anwendungen für Human Capital Management (HCM) Lösungen. Daneben bietet Workday auch Finanz-Management, Time Tracking, Procurement, und Arbeitskosten-Management-Lösungen an.

Durch die von Workday entwickelte Architektur können Kunden gleiche Anwendungen nutzen und dabei partiell Anwendungsdaten teilen. Dadurch, dass Kunden ihre IT-Ressourcen und Infrastruktur teilen können, sollen sich die Kosten für Upgrades, Implementierung und Support sinken.

Workday betreibt ein Objekt-orientiertes Technik-Framework, in dessen Rahmen Echtzeit-Objekte wie Mitarbeiter, Budgets, Charts und Organisationen angezeigt werde. Darüber hinaus nutzt Workday In-Memory Datenbanken. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Werkzeugen für Unternehmen zur Konfiguration, Management, der Überwachung und zur Optimierung von Geschäftsprozessen an.

Zu den Workday-Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Flextronics, Chiquita, CareFusion, Aviva, Ancestry.com, Symantec, Yahoo, Lenovo, Valspar, Arrow Electronics, Sun Life Financial und VWR.

Neben dem Hauptsitz in Kalifornien, unterhält Workday noch weitere Niederlassungen im Ausland, wie zum Beispiel Sydney/Australien, Montreal, Toronto, Vancouver, München und Hongkong, Dublin/Irland, London und Paris. Im Jahr 2008 verstärkte sich Workday durch die Übernahme von Cape Clear Software.

Workday wurde von David Duffield (Gründer und ehemalige CEO von PeopleSoft) sowie Aneel Bhusri (PeopleSoft Chief Strategist) gegründet. Die beiden Manager kontrollierten rund 67 Prozent der Stimmrechte der Gesellschaft.

Zahlen

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