Samsung will Nokia vom Thron stürzen

Montag, 27. Dezember 2010 12:51
Samsung Unternehmenslogo

(IT-Times) - Der südkoreanische Elektronikgigant Samsung Electronics (WKN: 881823) hat sich auch im kommenden Jahr viel vorgenommen. Nachdem das Unternehmen mit seinem Galaxy S Smartphone und seinem Galaxy Tab Tablet PC bereits erstaunliche Erfolge feiern konnte, wollen die Südkoreaner auch in 2011 weiter Gas geben.

Samsung will 330 Millionen Handys in 2011 verkaufen
In 2011 will Samsung den Handy-Absatz um weitere 18 Prozent auf dann 330 Millionen Einheiten steigern, so die Electronic Times. Samsung hofft dabei nicht nur auf eine hohe Nachfrage nach seinen Android-Telefonen, sondern auch auf dem Erfolg seiner Modelle mit dem hauseigenen Bada-Betriebssystem.

Nachdem Samsung bis Mitte Dezember bereits rund 9,3 Millionen Galaxy S Android-Smartphones ausliefern konnte, dürften bis Jahresende rund fünf Millionen Handys mit dem hauseigenen Bada-Betriebssystem über die Ladentheke gehen.

Bereits im vergangenen dritten Quartal hatte Samsung einen weiteren Meilenstein erreicht und erstmals in der Firmengeschichte mehr als 70 Millionen Handys in einem Quartal ausliefern können. Der Erfolg im Smartphone-Geschäft beruht insbesondere auf der Galaxy- und Wave-Produktreihe, die offensichtlich sehr gut bei den Kunden ankommt. Mit diesen beiden Modellreihen ist Samsung drauf und dran den bisherigen Platzhirschen Nokia in einigen Märkten einzuholen, darunter auch in Nokias Heimatland Finnland.

Galaxy S soll für Marktanteilsgewinne sorgen - Samsung befördert Handy-Manager in Schlüsselpositionen
Schon im vergangenen dritten Quartal ist der Marktanteil der Finnen laut Gartner deutlich unter die 30-Prozentmarke (28,2 Prozent) gesunken, während Samsung nur leicht Marktanteile abgeben musste (auf 17,2 Prozent). Im laufenden vierten Quartal rechnen die Südkoreaner dank der hohen Nachfrage nachdem Galaxy S mit weiteren Marktanteilsgewinnen, wodurch der 11%-Vorsprung von Nokia weiter schrumpfen soll.

Die Bedeutung der Handy-Sparte innerhalb des Konzerns wird auch durch die jüngsten Restrukturierungsmaßnahmen unterstrichen. Samsung beförderte jüngst nicht weniger als 489 Manager, wodurch viele Mobilfunkexperten in Top-Positionen innerhalb des Managements aufrückten. Gleichzeitig versucht Samsung der Jugend mehr Einfluss zu geben.

Für viel Aufmerksamkeit sorgte dann auch die Beförderung von Lee Min-hyouk, einem 38-jährigen Handy-Designer, der unter anderem zwei der drei erfolgreichsten Samsung-Handys entworfen hat. Lee Min-hyouk ist mit 38 Jahren nunmehr der jüngste von insgesamt mehr als 1.800 Top-Managern bei Samsung und soll auch im kommenden Jahr nicht nur für frischen Wind, sondern vor allem für die Ablösung von Nokia als weltweit führenden Handy-Hersteller sorgen...

Kurzportrait

Die im Jahre 1969 in Daegu gegründete Samsung Electronics ist nicht nur der größte Elektronikkonzern Südkoreas, sondern auch weltweit die Nummer eins, wenn es um Elektronikprodukte für Privatkunden geht.

Samsung hatte sich ursprünglich auf die Produktion von TV-Geräten, Taschenrechnern, Kühlschränken, Klimaanlagen und Waschmaschinen konzentriert, inzwischen bietet das Unternehmen aber auch Halbleiter, Smartphones und Tablet PCs an.

Über seine Halbleitersparte Samsung Semiconductor bietet das Unternehmen nicht nur DRAM-Speicher, sondern auch Flash-Speicher und SSD-Laufwerke für PCs und Notebooks an. Auch Microcontroller- und Application Prozessoren werden über diese Samsung-Einheit vermarktet.

Das Unternehmen ist jedoch nicht nur der weltweit größte DRAM-Hersteller, sondern auch der weltweit führende Hersteller von Flachbild-Fernsehern. Über die Sparte Digital Media bietet Samsung nicht nur Digitalkameras, sondern auch Camcorder, PCs, Laserdrucker, Blu-ray- und DVD-Player an.

Im Mobilfunkmarkt ist Samsung inzwischen zum weltweit zweitgrößten Handy-Hersteller hinter Nokia aufgestiegen. Mit seinem Samsung Galaxy S Smartphone konnte Samsung jüngst einen Verkaufserfolg feiern - das Smartphone hat sich inzwischen millionenfach verkauft. Zudem hat das Unternehmen mit Bada ein eigenes Betriebssystem für Handys entwickelt und auch einen entsprechenden App Store an den Start gebracht.

Samsung beschäftigt weltweit rund 157.000 Mitarbeiter und investiert aggressiv in Forschung und Entwicklung. Insgesamt ist das Unternehmen heute mit Fabriken und Vertriebsniederlassungen in mehr als 65 Ländern weltweit vertreten, wobei Samsung gleichzeitig 24 Forschungs- und Entwicklungszentren unterhält.

Zahlen

Für das vergangene dritte Quartal 2010 meldet Samsung einen konsolidierten Umsatz von 40,23 Billionen Won und damit einen neuen Umsatzrekord. Der konsolidierte Nettogewinn legte um 17 Prozent auf 4,46 Billionen Won zu, wobei sich der konsolidierte operative Gewinn auf 4,86 Billionen Won summierte.

Meldung gespeichert unter: Samsung

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