Samsung hat ein „Smartphone-Problem“

Smartphones

Donnerstag, 10. Juli 2014 13:14
Samsung Unternehmenslogo

(IT-Times) - Smartphones waren in den vergangenen Jahren der Wachstumsmotor im Geschäft von Samsung Electronics. Nunmehr scheint sich der intensive Wettbewerb in der Branche zu einem Problem für Samsung zu entwickeln.

Asiens größter Elektronikkonzern musste für das zweite Quartal 2014 vor sinkenden Gewinnen warnen. Der operative Gewinn wird voraussichtlich um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 7,2 Bio. Won sinken. Der Umsatz dürfte um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen.

Starker Won und intensiver Wettbewerb belasten
Der starke südkoreanische Won, der seit Jahresbeginn um rund fünf Prozent gegenüber dem US-Dollar zulegte, sowie der intensive Wettbewerb von chinesischen Herstellern gelten als Hauptursache für die schwächeren Samsung-Zahlen.

Tatsächlich hat sich Samsung Electronics (WKN: 881823) bislang auf seine starke Marke im high-end Smartphone-Bereich verlassen. Die bisherige Strategie ging bislang auf, neue Telefone aus der Galaxy-Reihe erfreuten sich stets einer starken Nachfrage.

Dieser Trend scheint nunmehr zu kippen. Chinesische Hersteller wie Lenovo, ZTE, Huawei und vor allem der Newcomer Xiaomi haben deutlich aufgeholt und bieten qualitativ gute Modelle zu Schnäppchenpreisen an. Die Telefone von Lenovo & Co laufen auf demselben Betriebssystem (Android)) wie die high-end Modelle von Samsung und auch das Design der Konkurrenz-Modelle kann sich sehen lassen.

China-Hersteller machen Samsung das Leben schwer
Die chinesische Konkurrenz verkauft seine Telefone oft schon ab Preisen zwischen 100 bis 200 US-Dollar, während Samsung-Telefone rund 500 US-Dollar kosten. Samsung hat ein „Smartphone-Problem“ und droht den Low-end-Markt an Anbieter wie Xiaomi zu verlieren.

Zwar geht man bei Samsung aus, diesen Trend durch neue Smartphone-Modelle (Galaxy Core II, Galaxy Star 2, Galaxy Ace 4 und Galaxy Young 2) und andere neue Produkte wieder umkehren zu können. Ob dies gelingt, wird sich aber erst in den nächsten Quartalen zeigen. Derzeit scheint Samsung das Nachsehen gegenüber der chinesischen Konkurrenz zu haben.

Kurzportrait

Die im Jahre 1969 in Daegu gegründete Samsung Electronics ist nicht nur der größte Elektronikkonzern Südkoreas, sondern auch weltweit die Nummer Eins, wenn es um Elektronikprodukte für Privatkunden geht. Zudem ist Samsung inzwischen auch der weltgrößte Smartphone-Hersteller.

Die Samsung Group hatte sich ursprünglich auf die Produktion von TV-Geräten, Taschenrechnern, Kühlschränken, Klimaanlagen und Waschmaschinen konzentriert, inzwischen bietet das Unternehmen über Samsung Electronics aber auch Halbleiter, Smartphones und Tablet PCs an. Über seine Halbleitersparte Samsung Semiconductor bietet das Unternehmen nicht nur DRAM-Speicher, sondern auch Flash-Speicher und SSD-Laufwerke für PCs und Notebooks an.

Das Unternehmen ist jedoch nicht nur der weltweit größte DRAM-Hersteller, sondern auch der weltweit führende Hersteller von Flachbild-Fernsehern. Über die Sparte Digital Media bietet Samsung nicht nur Digitalkameras, sondern auch Camcorder, PCs, Laserdrucker, Blu-ray- und DVD-Player an.

Mit seiner Samsung Galaxy Smartphone-Reihe konnte Samsung die Spitzenposition im Smartphone-Markt erobern. Die Galaxy-Reihe soll dem Unternehmen auch im Tablet-Markt zum Durchbruch verhelfen. Auch im Smartwatch-Markt setzt Samsung auf die Marke Galaxy (Galaxy Gear). Zudem hat das Unternehmen mit Bada ein eigenes Betriebssystem für Handys entwickelt und auch einen entsprechenden App Store an den Start gebracht.

Insgesamt ist das Unternehmen heute mit Fabriken und Vertriebsniederlassungen in mehr als 65 Ländern weltweit vertreten, wobei Samsung gleichzeitig 24 Forschungs- und Entwicklungszentren unterhält. Anfang 2012 übernahm Samsung den WLAN-Chipanbieter Nanoradio AB sowie den Cloud-Spezialist mSpot.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Samsung

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