Salesforce.com: Umsatzmarke von 10 Mrd. Dollar fest im Visier

Cloud-Softwareanbieter bleibt auf Wachstumskurs

Donnerstag, 18. Dezember 2014 13:39
Salesforce.com

(IT-Times) - Ein verhaltener Ausblick und Insider-Verkäufe sorgten zuletzt für deutliche Kursverluste beim führenden Cloud-Softwareanbieter Salesforce.com. Am Vortag legten die Papiere an der Wall Street um rund sechs Prozent zu. Viele Anleger fragen sich, ob dies nur eine technische Reaktion war.

Tatsächlich werden Wachstumsraten von mehr als 30 Prozent wohl der Vergangenheit angehören. Doch der langfristige Wachstumstrend bleibt intakt, die Umsatzmarke von 10 Mrd. Dollar hat Salesforce.com (NYSE: CRM, WKN: A0B87V) nicht aus den Augen verloren.

Im anstehenden Fiskaljahr 2016 visiert Salesforce.com einen Umsatz von 6,45 bis 6,5 Mrd. US-Dollar an, was einem Wachstum von 20 bis 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Auf GAAP-Basis schreibt Salesforce.com nach wie vor rote Zahlen, dies wird sich auch im laufenden Fiskaljahr 2015 nicht ändern. Der Cloud-Spezialist erwartet einen GAAP-Verlust von 0,41 bis 0,42 Dollar je Aktie.

Mit schnellen Schritten in Richtung Gewinnzone
Der vormalige Salesforce-Finanzchef Graham Smith, der inzwischen vom ehemaligen Autodesk-Manager Mark Hawkins abgelöst wurde, hatte zuvor angedeutet, dass Salesforce.com profitabel sein wird, wenn das Unternehmen die Umsatzmarke von 10 Mrd. US-Dollar erreicht. Vieles spricht dafür, dass Salesforce.com dieses Ziel schon vorher erreicht, wenn das Unternehmen keine größeren Zukäufe mehr tätigt und Skaleneffekte nutzen kann.

FBR Capital Markets Analyst Samad Samana glaubt, dass Salesforce.com gut positioniert ist, um die Umsatzmarke von 10 Mrd. Dollar mittelfristig zu erreichen. Unter der Annahme, dass Salesforce.com keine größeren Übernahmen tätigt und ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent aufrechterhalten kann, dürfte Salesforce.com diese Umsatzmarke schon im Fiskaljahr 2018 erreichen.

Gewinnmargen sollen steigen
Zudem hat sich Salesforce.com auch dazu bekannt, seine Gewinnmargen zu heben. Noch machen Vertriebs- und Marketingkosten rund 51 Prozent des Umsatzes von Salesforce.com aus, in der Zukunft dürfte dieser Prozentanteil sinken.

Salesforce-Anleger können sich daher berichtigte Hoffnungen auf steigende Gewinne machen, zumal Salesforce.com sein CRM-Angebot zuletzt weiter differenziert und ausgebaut hat, um sich von Konkurrenten wie Oracle und IBM abzugrenzen.

Kurzportrait

Die im Februar 1999 gegründete und in San Francisco ansässige Salesforce.com sieht sich selbst als führender Anbieter von Kunden-Management-Lösungen (Customer Relationship Management). Das Unternehmen bietet Cloud-basierte CRM-Lösungen an.

Die von Salesforce.com angebotene Software soll es Firmenkunden ermöglichen, Kundendaten effektiv zu sammeln und für Marketingzwecke bzw. zur Vertriebsoptimierung zu nutzen. Salesforce.com erzielt seine Umsätze im Wesentlichen aus zwei Einnahmequellen: Abo- und Support-Dienste. Nutzer der Web-basierten Software zahlen an die Gesellschaft Abo-Gebühren, um Zugang zu den On-Demand-Services von Salesforce.com zu erhalten.

Zu den Kunden von Salesforce.com zählen neben Cisco und Dell auch der Medienkonzern Time Warner, DuPont sowie Nokia, Merrill Lynch und Wachovia. Insgesamt betreut das Unternehmen mehr als 100.000 Firmenkunden.

Gemeinsam mit dem Virtualisierungsspezialisten VMware betreibt Salesforce.com die Plattform VMforce. Im Frühjahr 2010 verstärkte sich Salesforce.com durch die Übernahme des Cloud-Spezialisten Jigsaw. Im Herbst 2010 wurde der Messaging-Spezialist Activa Live übernommen. Auch in 2011 setzte Salesforce.com seinen aggressiven Expansionskurs weiter fort. Nach der Übernahme von Heroku und Dimdim, kaufte Saleforce.com den Social-Media-Spezialisten Radian6. Anfang 2012 rief Salesforce.com mit Desk.com einen neuen Support-Dienst ins Leben, zudem wurden mit Buddy Media und GoInstant weitere Zukäufe getätigt.

In 2013 setzte Salesforce.com seine Einkaufstour weiter fort und schluckte mit Clipboard und ExactTarget weitere Firmen. Im Frühjahr 2014 schuf Salesforce.com mit New Industries Business einen neuen Geschäftsbereich.

Firmengründer und CEO Marc Benioff hielt zuletzt weiterhin ein Minderheitsbeteiligung an Salesforce.com.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Cloud Computing

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