Salesforce.com reitet auf der Social-Networking-Welle

Donnerstag, 1. September 2011 13:33
Salesforce.com

(IT-Times) - Der Software- und CRM-Spezialist Salesforce.com gilt inzwischen als Synonym für Cloud Computing. Am Vortag stellte das Unternehmen eine Reihe neuer Produkte vor, wodurch das "soziale Unternehmen" Realität werden soll.

Salesforce.com stellt Data.com vor
So präsentierte Salesforce.com im Rahmen der Dreamforce 2011 Konferenz mit Data.com einen neuen Cloud-basierten Info-Dienst für Unternehmen und Vertriebler. In Kooperation mit dem Wirtschaftsinfodienst Dun & Bradstreet (D&B) können Kunden Business- und Kontaktinformationen von mehr als 200 Millionen Firmen weltweit einsehen.

Mit Hilfe von Data.com sollen Firmen das richtige Publikum mit ihren Kampagnen erreichen und dadurch Verkaufszyklen verkürzen können, verspricht das Unternehmen. Bislang ist Data.com nur mit Jigsaw-Informationen verfügbar, ein Unternehmen, dass Salesforce.com bereits im Jahr 2010 übernommen hat. Die finale Version mit D&B Informationen soll aber noch bis Jahresende online gehen, verspricht Salesforce.com.

Salesforce.com stellt neue Vision vor - totale Vernetzung mit dem Kunden
Daneben präsentierte Salesforce.com (NYSE: CRM, WKN: A0B87V) seine Vision vom sozialen Unternehmen (Social Enterprise). Salesforce-Services wie Chatter Now, Chatter Customer Groups, Chatter Approvals, Chatter Service und Data.com sollen Firmen dabei helfen, "soziale Kundenprofile" zu erstellen.

Die Services sollen die Beziehungen eines Unternehmens mit den Kunden revolutionieren. Durch die Analyse von Twitter & Co sollen Firmen erfahren, was das Kunde oder Kooperationspartner wirklich will, so die Vision von Salesforce CEO Marc Benioff. Ziel ist die totale Verbundenheit mit Mitarbeitern und Kunden, die Wünsche und Anregungen direkt an die Firma richten können. Möglich machen dies sogenannte Employee Social Networks und Customer Social Networks.

Analysten und Marktforscher sehen weiteres Wachstum
Analysten glauben weiter an den Erfolg solcher Dienste, wie sie Salesforce.com heute anbietet. Der Grund: Cloud Computing hilft nachweislich Computer-Kosten zu senken, so dass Marktforscher auch in den nächsten Jahren von einem kräftigen Wachstum ausgehen, zumal Unternehmen weiterhin nach Wegen suchen, ihre Kosten zu senken.

Der Markt für Cloud-basierte Softwareanwendungen soll nach 9,2 Mrd. US-Dollar in 2010, auf 16,5 Mrd. Dollar in 2014 klettern, so die Marktforscher aus dem Hause Gartner.

Kurzportrait

Salesforce.com, gegründet im Februar 1999 und ansässig in San Francisco, sieht sich selbst als führender Anbieter von Kunden-Management-Lösungen (Customer Relationship Management). Das Unternehmen bietet so gehostete CRM-Lösungen an, welche als vergleichsweise kostengünstiger gelten, als traditionelle Kunden-Management-Lösungen. Der Service der Gesellschaft kann sowohl von einem herkömmlichen PC, als auch von Handys oder Handheld-Computern aufgerufen werden

Die von Salesforce.com angebotene Software soll es Firmenkunden ermöglichen, Kundendaten effektiv zu sammeln und für Marketingzwecke bzw. zur Vertriebsoptimierung zu nutzen. Salesforce.com erzielt seine Umsätze im Wesentlichen aus zwei Einnahmequellen: Abo-Dienste und weiterreichenden Support. Nutzer der Web-basierten Software zahlen an die Gesellschaft Abo-Gebühren, um Zugang zu den On-Demand-Services von Salesforce.com in Anspruch zu nehmen.

Insgesamt bietet Salesforce.com drei verschiedene Produktpakete an, welche auf verschiedene Anforderungen der Unternehmen zugeschnitten sind. So ist die Enterprise-Edition vornehmlich auf große Gesellschaften zugeschnitten und verfügt damit über weit reichende Features, während die Professional-Edition vor allem auf mittlere und kleine Firmenkunden zugeschnitten ist. Die Team-Edition zielt hingegen vornehmlich auf kleine Unternehmen ab. Zu den Kunden von Salesforce.com zählen neben Cisco und Dell auch der Medienkonzern Time Warner, DuPont sowie Nokia, Merrill Lynch und Wachovia. Insgesamt betreut das Unternehmen derzeit mehr als 87.000 Firmenkunden.

Im Dezember 2000 gründete das Unternehmen gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen SunBridge das Joint Venture Kabushiki Kaisha Salesforce.com, wobei Salesforce.com Ende 2010 die Einheit für 170 Mio. Dollar vollständig übernahm. Mitte 2007 ging das Unternehmen eine umfangreiche Kooperation mit dem US-Suchmaschinenspezialisten Google ein. Gemeinsam mit dem Virtualisierungsspezialisten VMware betreibt Salesforce.com die Plattform VMforce. Im Frühjahr 2010 verstärkte sich Salesforce.com durch die Übernahme des Cloud-Spezialisten Jigsaw. Im Herbst 2010 wurde zudem der Messaging-Spezialist Activa Live übernommen. Auch in 2011 setzte Salesforce.com seinen aggressiven Expansionskurs weiter fort. Nach der Übernahme von Heroku und Dimdim, kaufte Saleforce.com Ende März den Social-Media-Spezialisten Radian6.

Firmengründer und CEO Marc Benioff hielt in der Vergangenheit etwa 30 Prozent der Anteile an Salesforce.com.

Zahlen

Für das vergangene Juliquartal meldet Salesforce.com einen Umsatzanstieg auf 546 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Subscription- und Support-Erlöse kletterten dabei um 38 Prozent auf 509 Mio. Dollar, während das Professional Servicegeschäft um 44 Prozent auf 37 Mio. Dollar anzog.

Der Nettogewinn je Aktie legte um drei Prozent auf 30 US-Cent je Aktie zu, womit Salesforce.com die Markterwartungen mehr als erfüllen konnte. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 529 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 30 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Salesforce.com konnte eigenen Angaben zufolge im jüngsten Quartal 6.300 zahlende Kunden hinzugewinnen, womit die Kundenbasis auf nunmehr 104.000 Kunden kletterte, welche die SaaS-Produkte des Unternehmens nutzen. Seit 31. Juli 2010 kamen damit netto rund 21.600 Firmenkunden hinzu.

Meldung gespeichert unter: Salesforce.com

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