Rückgang der Märkte für elektronische Komponenten

Dienstag, 13. November 2012 14:44
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Frankfurt am Main/München, 13. November 2012 – Der deutsche Markt für elektronische Komponenten wird im laufenden Jahr um gut drei Prozent auf ca. 16,8 Mrd. Euro zurückgehen, so die Einschätzung der Marktexperten des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems. Für das kommende Jahr erwartet man ein Wachstum von einem halben Prozent auf einen Umsatz von 16,9 Mrd. Euro. „Das Jahr 2010 war geprägt von einer starken Erholung mit über 40 Prozent Wachstum. Nach einem moderaten Anstieg der Umsätze im vergangenen Jahr um knapp drei Prozent und einem erwarteten Rückgang um gut drei Prozent im laufenden Jahr, werden die Märkte für elektronische Komponenten im kommenden Jahr nur wenig Dynamik zeigen“, erwartet Kurt Sievers, Vorsitzender des Fachverbands. „Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat sich im laufenden Jahr negativ auf die deutsche Wirtschaft und damit auch auf den deutschen Halbleitermarkt ausgewirkt. Für das kommende Jahr gehen wir davon aus, dass sich der Euroraum erholt – wenn auch langsam.“

Weltmarkt durchläuft Talsohle – Wachstum wieder ab 2013

Der Weltmarkt für elektronische Komponenten wird im laufenden Jahr auf US-Dollar Basis um knapp zwei Prozent auf 460 Mrd. US-Dollar zurückgehen. In Europa wird er auf US-Dollar Basis um acht Prozent auf einen Umsatz von gut 59 Mrd. US-Dollar schrumpfen. Einzig die Region Asien/Pazifik kann den Umsatz des Vorjahres halten, schätzen die Experten des ZVEI.

Der Weltmarkt für elektronische Bauelemente wird im Jahr 2013 um rund vier Prozent auf 480 Mrd. US-Dollar zulegen. Der europäische Markt wird mit gut einem Prozent Wachstum einen Umsatz von rund 60 Mrd. US-Dollar erreichen und dabei nach wie vor von der Schwäche im Euroraum belastet sein. Die Region Asien/Pazifik wird mit einem Plus von rund sechs Prozent erneut überdurchschnittlich wachsen, gefolgt von Amerika mit einem Plus von drei Prozent und Japan mit einem Plus von zwei Prozent.

Inlandsmärkte erreichen im kommenden Jahr nur Vorjahresniveau

Für 2013 rechnet der ZVEI mit einem inländischen Marktwachstum von einem halben Prozent. Der Umsatzrückgang im laufenden Jahr ist auf das im Vergleich zum Vorjahr schwächere Wachstum der deutschen Wirtschaft als Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie der konjunkturellen Abschwächung der Weltwirtschaft zurückzuführen.

Der im vergangenen Jahr noch gestiegene Bedarf nach Komponenten für die Industrie- und Kfz-Elektronik schwächte sich im laufenden Jahr ab: Die zurückgehende Nachfrage nach Komponenten für die Nutzung regenerativer Energien sowie der Rückgang in einzelnen Segmenten des Maschinenbaus führen zu einem Umsatzeinbruch von etwa sieben Prozent im Bereich der Industrie-Elektronik. Für das kommende Jahr wird hier ein Plus von zwei Prozent prognostiziert.

Die Kfz-Elektronik wurde im laufenden Jahr von der Krise nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. In diesem Segment wird 2012 voraussichtlich mit einem Minus von einem Prozent und das kommende Jahr mit einem Plus von knapp einem Prozent abschließen, erwarten die Marktexperten des ZVEI.

Der Ausblick für 2013 ist ‚verhalten positiv‘. Risiken bergen die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der europäischen Schuldenkrise.


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