Rekordbeschäftigung in der BITKOM-Branche

Dienstag, 19. Oktober 2010 11:41
BITKOM

Mit 843.000 Arbeitsplätzen zweitgrößter Arbeitgeber in der Industrie

Zahl der offenen Stellen für IT-Spezialisten steigt um 40 Prozent auf 28.000

Konjunkturelle Erholung verschärft Expertenmangel

Scheer: „Unerträgliche Debatte um Zuwanderungsstopp beenden.“

Berlin, 19. Oktober 2010 Die Zahl der Arbeitsplätze in der BITKOM-Branche steigt in diesem Jahr auf den Rekordwert von 843.000. Dies sind rund 8.000 mehr als vor einem Jahr. Die Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Internetdiensten sind damit hinter dem Maschinenbau zweitgrößter Arbeitgeber in der deutschen Industrie – noch vor der Automobil- oder der Elektroindustrie. Dies teilte der Hightech-Verband BITKOM in Berlin mit. Gleichzeitig ist die Zahl der freien Stellen für IT-Spezialisten kräftig gestiegen. Aktuell gibt es rund 28.000 offene Stellen für IT-Experten in Deutschland. Das sind 8.000 mehr als im Vorjahr – ein Plus von 40 Prozent. 11.200 freie Stellen entfallen auf die Kernbranchen Informationstechnik und Telekommunikation (ITK), 16.800 auf andere Wirtschaftszweige. Diese neuen Daten ergeben sich aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BITKOM unter 1.500 Unternehmen. „Der Mangel an IT-Spezialisten ist ein strukturelles Problem, das von der Wirtschaftskrise nur vorübergehend gemildert wurde“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Mit der konjunkturellen Erholung kommt das Fachkräfteproblem mit voller Wucht zurück.“ Vor allem Softwarehäuser, IT-Dienstleister und Internetfirmen stellen ein. Dringend gesucht sind Software-Entwickler und Mitarbeiter für den internen IT-Support. 

Wie die Studie zeigt, bleibt der Mangel an qualifiziertem Personal ein großes Problem. Fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten IT-Unternehmen sagt, dass es einen Fachkräftemangel bei IT-Experten gibt. Ein wesentlicher Grund für diese strukturelle Lücke ist neben den Schwächen des deutschen Bildungswesens der steigende Bedarf an Hochqualifizierten. Zwei Drittel der Firmen geben an, dass sie in Zukunft mehr IT-Experten mit Hochschulabschluss benötigen. „Die Anforderungen an die Bewerber wachsen mit der technologischen Entwicklung “, sagte Scheer. „Die Hochschulen können diesen Bedarf schon seit Jahren nicht decken.“ Gleichzeitig werden viele Bewerber um Ausbildungsplätze in den IT-Berufen den Anforderungen nicht mehr gerecht. Laut BITKOM konnten 29 Prozent der Unternehmen freie Stellen für Auszubildende in den IT-Berufen nicht besetzen, weil geeignete Bewerber fehlten.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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