Quo vadis CeBIT: Von der Branchenmesse zum Trendbarometer?

Freitag, 29. Januar 2010 16:17
CeBIT_Bild.jpg

MÜNSTER (IT-Times) - Anfang März ist es wieder soweit: Dann öffnet die CeBIT ihre Pforten für die Besucher. Wie immer fühlen sich die Organisatoren gut vorbereitet und rechnen damit, dass die Messe für die vielen dort teilnehmenden Unternehmen auch ein voller Erfolg wird. Und so wird schon seit letztem Jahr ordentlich auf den Busch geklopft: "Wer beim neuen Wachstum dabei sein will, muss zur CeBIT kommen." Wachstum. Geht es tatsächlich darum allein? Um dieses Höher, Schneller und Weiter? Das erinnert bis heute an den New Economy-Boom, als es auch nicht höher, schneller und weiter genug gehen konnte. Bis die große Bauchlandung kam, von der sich manche schnell berappelten, andere nie und wiederum ganz andere Akteure neu aus dem damaligen Scherbenhaufen empor steigen konnten. Man spürt bei diesen Wachstums-Argumenten bei der CeBIT, aus welcher Zeit sie stammt. Da wird argumentiert wie früher, auch wenn sich die Grundausrichtungen von IT, Telekommunikation und Internet seither um mindestens 360 Grad gewandelt hat.

Die CeBIT und dort vorgestellte Technologien sind nicht mehr nur ein Thema für Technikverliebte, top-agile Business-People oder für IT-Verantwortliche aus den Kellerbüros von Großunternehmen. IT - das sei mal als Sammelbegriff für die digitale Welt dahin gestellt - geht mittlerweile jedermann an. Das wurde nicht zuletzt erst in dieser Woche belegt, als Apple endlich (damit die Jünger nicht länger warten müssen) den neuen iPad vorstellte. Eine Mischung aus Tablet-PC, Riesen-iPhone, Spielekonsole und E-Book-Reader: Das Gerät ist so simpel, so schlicht und wird dabei so erschwinglich sein, dass es tatsächlich zu einem ganz großen Massenprodukt taugen kann. Die IT-Welt ist - zumindest in den entwickelten Industrienationen - keine eigene Welt mehr. Die IT-Welt verschmilzt mit der realen Welt. Und das hat mit Wachstum erst einmal wenig zu tun und ist vor allem eine gesellschaftliche Frage.

IT trifft Gesellschaft - auf der CeBIT 2010?

Das wiederum muss man den Machern der CeBIT 2010 zugutehalten: Diesen gesellschaftlichen Fragestellungen wollen sie gerecht werden und werden sie auch wohl gerecht werden. Gesellschaftlich relevant werden Technologien vor allem dann, wenn sie für die breite Masse nutzbar werden. Das schließt auch mit ein, dass sie für den Einzelnen bezahlbar sind, dass sie einfach ohne große Spezialkenntnisse bedient werden und zugleich das Leben vereinfachen können. Diesem Ziel folgt man auch im Innovationszentrum "Connected Living", dem auf der CeBIT eine eigene Halle zur Verfügung gestellt werden. Hierbei geht es um die Fragestellungen, wie Netzwerktechnologien zu Hause angewendet werden können, indem es einen einheitlichen Standard für die Heimvernetzung gibt. So sollen dann Geräte im Haushalt, im Wohn- und im Arbeitszimmer unabhängig vom Hersteller miteinander verbunden werden. Technisch schon heute möglich, scheitert diese Idee heute doch noch oftmals daran, dass jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Das wiederum macht die Angelegenheit für den Anwender zu kompliziert, so dass er lieber davon absieht, sein zu Hause zu vernetzen, auch wenn er sich mit dem Gedanken daran generell anwenden könnte.

Alles soll einfacher werden durch Connected Living

Meldung gespeichert unter: Apple

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...