„QnewCo“: Qimonda-Verhandlungen beginnen nächste Woche

Donnerstag, 19. März 2009 12:34
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DRESDEN - Rund 1.000 Demonstranten begleiteten die heutige Debatte über den Fortbestand des insolventen Chipherstellers Qimonda (WKN: A0KEAT). Doch trotz des großen Interesses ist eine Lösung noch lange nicht in Sicht.

Seit dem 12. März wird im Qimonda-Werk in Dresden langsam die Kapazität heruntergefahren. Am 1. April sollen dann die Tore geschlossen werden und die Produktion in „Stand-by“ gesetzt werden, bis ein Investor gefunden ist; ein Investor, der bislang noch auf sich warten lässt.

Ernsthaftes Interesse nur aus China

Der Staatsminister Thomas Jurk stellte während der Debatte in einem „Qimonda-Tagebuch“ dar, dass man vom Insolvenzverwalter Michael Jaffé am 9. März erste Lösungsvorschläge erhalten habe. Dieser hatte zuvor mehr als 100 potentielle Investoren kontaktiert. Zwar, so stellte Jurk in seiner Rede vor dem Landtag klar, hätten noch nicht alle Investoren geantwortet, es zeige sich jedoch, dass ernsthaftes Interesse nur aus China komme.

Die Fraktionen der Grünen und Linken hatten in einem Antrag an den Sächsischen Landtag „eine unmittelbare oder mittelbare Minderheitsbeteiligung des Freistaates Sachsen an Qimonda oder an dessen Nachfolgeunternehmen für den Fall“ gefordert, „dass das Unternehmen mit seinem Forschung-, Entwicklungs- und Produktionsbereich am IT-Standort Dresden als wichtiger Teil dieser europäischen Schlüsseltechnologie erhalten werden kann.“ Doch ein solcher Beschluss könnte laut Jurk die eigene Verhandlungsmacht einengen. So stellt man aktuell alle Wege und Mittel in Aussicht: Darlehen, Bürgschaften und mittlerweile auch Beteiligungen.

Meldung gespeichert unter: Qimonda

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