Qimonda verzichtet auf EU-Förderung

Freitag, 1. Februar 2008 16:22
QimondaAG.gif

MÜNCHEN - Die Qimonda AG (WKN: A0KEAT) scheint kein Interesse daran zu haben, das existierende Werk in Dresden weiter auszubauen. Der Halbleiterhersteller, Noch-Tochterunternehmen von Infineon, ist auch nicht durch staatliche Zuschüsse von der Entscheidung abzubringen.

Gestern bewilligte die EU-Kommission entsprechende Beihilfen von 165,5 Mio. Euro, sollte Qimonda weiter in Dresden expandieren. Laut Qimonda bestehe aber momentan kein Interesse daran, die Kapazitäten in Dresden weiter auszubauen. Geplante Investitionen seien zwischenzeitlich verschoben werden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Handelsblatt. Zuvor hatte Qimonda Subventionen beantragt, um die Niederlassung in Dresden für insgesamt 1,2 Mrd. Euro zu erweitern. Diese Pläne scheinen nun aber vorerst auf Eis zu liegen.

Der Wendepunkt kam im Sommer 2007, als die Preise für DRAM-Chips stark sanken und Qimonda bisherige Strategien überdachte. Allerdings ist Dresden nicht der einzige von den Sparplänen betroffene Standort. Auch der Neubau einer Anlage in Singapur für rund zwei Mrd. US-Dollar ist vorerst gestoppt. Grund dafür sind neben sinkenden Chippreisen aber auch finanzielle Probleme: Im vergangen Quartal wies Qimonda einen Verlust von 598 Mio. Euro aus, der damit noch über dem Umsatz von 513 Mio. Euro lag.

Meldung gespeichert unter: Qimonda

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...