Qimonda: Hoffnung für Hilfe aus Russland erhält neue Nahrung

Montag, 27. April 2009 10:47
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DRESDEN - Bereits seit einigen Tagen blicken die Mitarbeiter von Qimonda (WKN: A0KEAT) wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Es mehren sich nun die Gerüchte, dass doch ein Investor gefunden wird. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, soll es nun auch Interesse eines russischen Staatsfonds geben, die Dresdner Chipfabrik von Infineon zu übernehmen. In der vergangenen Woche war bereits berichtet worden, dass der russische Staatskonzern Angstrom bei Qimonda einsteigen wird.

Wie es nun heißt, will der russische Staatsfonds - ob daran auch Angstrom beteiligt ist, bleibt derzeit ungenannt - auch, dass sich der Staat mit einem mindestens zehnprozentigen Anteil an Qimonda beteiligt. Das Land Sachsen steht dieser Forderung noch immer kritisch gegenüber, verhandelt aber dennoch derzeit intensiv mit den potenziellen Investoren.

Diese Meldungen könnten neue Hoffnung für Qimonda bedeuten. Schon länger ist klar, dass der insolvente Chiphersteller langfristig nur noch durch einen Investor zu retten ist. Es gilt zudem auch als wahrscheinlich, dass es beim Einstieg eines Interessenten auch zu einer Teilzerschlagung des Unternehmens kommen könnte. Qimonda hat, wie andere Chiphersteller auch, mit massiven Preisrückgängen auf dem Chipmarkt auf Grund von Überproduktionen und steigendem Wettbewerb zu kämpfen.

Bislang verlief die Suche nach einem Investor nicht gerade erfolgreich, allerdings sind sowohl das Land Sachsen als auch die portugiesische Regierung bemüht, in Sachen Qimonda zu vermitteln. Laut weiteren portugiesischen Presseberichten plant der portugiesische Staat dem Unternehmen einen Kredit von 139 Mio. Euro für das Geschäft in Portugal zu gewähren. Eine offizielle Bestätigung seitens der Regierung liegt allerdings zurzeit noch nicht vor. (erw/kat/rem)

Meldung gespeichert unter: Qimonda

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