Phoenix Solar gibt der Branche Hoffnung

Donnerstag, 29. Januar 2009 12:44
Phoenix Solar

(IT-Times) Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar AG (WKN: A0BVU9) blickt trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich in die Zukunft. Nach einem Zukauf in Italien hat das Unternehmen ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre ausgelobt. Der Umsatz soll sich bis zum Jahr 2013 auf 1,5 Mrd. Euro vervierfachen, wobei sich das EBIT dann auf 100 Mio. Euro verdreifachen soll.

Der Grund für den Optimismus ist nicht nur der weiter wachsende Solarmarkt, sondern auch die Hoffnung im Ausland stärker Fuß zu fassen. In vier Jahren will Phoenix Solar mehr als 65 Prozent seiner Erlöse im Ausland erwirtschaften. Um das Wachstum zu stemmen, hat sich Phoenix Solar jüngst einen Konsortialkredit in Höhe von 150 Mio. Euro gesichert.

Wachstumschancen in den USA
Dabei bieten sich für Phoenix Solar nicht nur Chancen in Europa und Asien, sondern insbesondere auch in den USA. Zwar steckt die US-Wirtschaft derzeit in einer Rezession, doch der neue US-Präsident Barack Obama will einen radikalen Wandel in der US-Energieversorgung herbeiführen. Nicht weniger als 150 Mrd. US-Dollar sollen in den nächsten zehn Jahren in grüne Energietechniken fließen. Insgesamt will die USA bis 2012 zehn Prozent seines Elektrizitätsbedarfs durch erneuerbare Energiequellen decken - in 2025 sollen es bereits 25 Prozent sein.

Eine große Chance für Systemhäuser wie Phoenix Solar. Das Unternehmen hat in der aktuellen Krise bewiesen, dass sein Geschäftsmodell funktioniert. So profitiert das Unternehmen zum einen als Systemintegrator von fallenden Modulpreisen durch einen günstigeren Einkauf, zum anderen sitzt das Unternehmen auf keine hohen Lagerbestände wie etwa Hersteller, die eigene Fabriken betreiben.

Daneben bedient das Unternehmen auch viele Mittelständler im Kleinanlagenbereich, die offenbar nicht so stark von der Kreditklemme betroffen sind, wie Großanlagen-Bauer. Hier gibt es zwar auch Verzögerungen, dennoch glaubt Phoenix Solar-Chef Andreas Hänel dass sich die Finanzierungsproblematik bei Großanlagen im zweiten Quartal 2009 wieder entspannen könnte.

Daneben hat Phoenix Solar frühzeitig auf Dünnschicht-Module gesetzt, die sich vor allem im Freifeldbereich gut einsetzen lassen. Marktforscher gehen davon aus, dass Anbieter wie First Solar ihre Gewinnmargen weitgehend stabil halten können. Davon dürfte auch Phoenix Solar profitieren, die derzeit rund 60 Prozent ihrer Umsätze mit Dünnschichtanlagen erzielen…

Kurzportrait

Die bei Sulzemoos bei München ansässige und im Jahr 1999 gegründete Phoenix Solar AG trat ursprünglich unter dem Namen Phönix SonnenStrom AG auf. Seit Mitte 2007 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Phoenix Solar AG.

Das Unternehmen ging im Jahr 1994 aus der Solarinitiative des Bundes der Energieverbraucher e.V. hervor. Zunächst beschränkte sich das Unternehmen nur auf die Vermarktung von thermischen Solaranlagen zur Brauch- und Trinkwassererwärmung. Heute entwickelt, produziert und vertreibt Phoenix Solar Photovoltaik-Großkraftwerke und ist zudem Fachhändler für Photovoltaikanlagen, Solarmodule, Wechselrichter und Zubehörprodukte. Dabei vermarktet das Unternehmen sämtliche Modultechniken (monokristallin, polykristallin, Dünnschicht) der größten Hersteller weltweit. Gleichzeitig erweiterte Phoenix seine Produktpalette um CIGS-Dünnschichtmodule.

Als führend sieht sich das Unternehmen dann auch im Bereich der Photovoltaik-Systemtechnik. Hier ist das Unternehmen unter anderem mit seinem eigens entwickelten Montagesystem TectoSun vertreten. Phoenix Solar will dabei die Systemkosten in den nächsten Jahren konsequent senken.

Um seine Produkte zu vermarkten, ist das Unternehmen an mehreren Standorten in Deutschland vor Ort präsent. Zudem ist Phoenix Solar in den vergangenen Jahren im Ausland expandiert. So hält das Unternehmen 95 Prozent der Anteile an der spanischen Tochter Phoenix Solar, Madrid. In Italien ist Phoenix Solar über die Einheit Renewable Energies Development 2002 vertreten, an der Phoenix 49 Prozent der Anteile hält. In Asien ist das Unternehmen über die Tochter Phoenix Solar Pte (Singapur) am Start, an der das Unternehmen eine Beteiligung von 75 Prozent hält. Über seine Tochter in Singapur will das Unternehmen insbesondere in den Boommärkten China, Indien und in Thailand Fuß fassen. Mitte 2008 stockte Phoenix Solar seine Beteiligung an der italienischen RED 2002 Srl von 49 auf 100 Prozent auf. Anfang 2009 verstärkt Phoenix durch die Übernahme der italienischen Scarlatti Srl.

Hauptlieferanten des Unternehmens sind insbesondere First Solar und die Signet Solar GmbH. Weitere Partnerschaften bestehen unter anderem mit der KG Allgemeine Leasing (Vertrieb). Waren Phoenix Solar-Aktien bislang nur im amtlichen Handel der Frankfurter Börse (Prime Standard) notiert, sind die Papiere inzwischen auch im TecDax vertreten.

Zahlen

Im dritten Quartal 2008 generierte Phoenix Solar Umsatzerlöse in Höhe von 149,32 Mio. Euro. Nach 73,21 Mio. Euro Umsatz im Vorjahresquartal ein Zuwachs von 104 Prozent. Hoch waren auch die Zuwächse auf der Ergebnisseite, diese hinken jedoch - zumindest operativ - leicht hinter dem Umsatzwachstum hinterher.

So erwirtschaftete Phoenix Solar in den drei Monaten des dritten Quartals einen operativen Gewinn von 17,59 Mio. Euro und damit einen Zuwachs von 85,8 Prozent. Auf 19,21 Mio. Euro stieg der Vorsteuerüberschuss und lag damit 107 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 135 Prozent auf 13,79 Mio. Euro. Pro Aktie verdiente Phoenix Solar damit verwässerte 2,06 Euro.

Meldung gespeichert unter: Phoenix Solar

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