Payom Solar widersetzt sich dem Abwärtstrend - anziehende Nachfrage nach PV-Anlagen erwartet

Montag, 20. Juni 2011 13:33
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(IT-Times) - Für den deutschen Solarprojektierer Payom Solar AG scheint wieder die Sonne. Das Unternehmen konnte zur Jahresmitte volle Auftragsbücher melden. Zudem scheint die Nachfrage nach Solarprodukten wieder anzuziehen. Nachdem Payom Solar im ersten Quartal 2011 mit seinen Umsatz- und Gewinnzahlen die Markterwartungen verfehlt hatte, erfährt das Unternehmen über seine Tochter SD Solardach eine deutliche Belebung.

Demnach konnte SD Solardach binnen kurzer Zeit Solarprodukte mit einer Leistung von 10 Megawatt an mehrere Kunden verkaufen. Laut Angaben von Payom Solar handelt es sich dabei um Handelsware und um kleinere Projekte.

Payom Solar verzeichnet Nachfragebelebung
Dennoch zeigen die Aufträge, dass langsam wieder Bewegung in den Solarmarkt kommt. In den vergangenen Wochen hatte ein Preisverfall bei Solarzellen und Modulen für kräftige Verluste bei Solar-Aktien gesorgt. Marktbeobachter rechnen mit einem Preisrückgang von rund 20 Prozent bei Solarmodulen in diesem Jahr.

Die niedrigeren Preise könnten jedoch das Projektgeschäft beflügeln, in dem Payom Solar (WKN: A0B9AH) künftig stärker Fuß fassen will. Das Unternehmen hatte sich eine neue Strategie verordnet und will weg vom margenschwachen Handelsgeschäft. Hierfür hatte Payom Solar erst vor kurzem die Übernahme von Solen Energy GmbH abgeschlossen. Solen Energy GmbH bearbeitet derzeit Projekte im Umfang von 26 Megawatt.

Geplante Förderkürzung zum 1. Juli fällt aus
Auch von der Politik kamen zuletzt positive Signale für die deutsche Solarindustrie. Die geplante Förderkürzung zum 1. Juli 2011 für Solarstromanlagen fällt aus. Stattdessen sollen neue Anlagen wie bisher gefördert werden, teilte die Bundesnetzagentur in der Vorwoche mit.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen wollte die Vergütung für Solarstrom zum 1. Juli erneut kürzen, sollten für das erste Gesamtjahr 2011 Anlagen mit einer Leistung von mehr 3.500 Megawatt gebaut werden. Tatsächlich werden voraussichtlich aber deutlich weniger neue Solaranlagen gebaut. Die Bundesnetzagentur rechnet nur noch mit einem Zubau von 2800 Megawatt.

Dennoch ist die Förderkürzung nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Schon zum 1. Januar 2012 dürften die Fördersätze dann erneut um bis zu 15 Prozent sinken. In diesem Zusammenhang erwarten Marktbeobachter Vorzieheffekte wie bereits in der Vergangenheit gesehen. Schon in den nächsten Monaten dürfte Nachfrage nach PV-Anlagen wieder spürbar anziehen, glauben Marktbeobachter...

Kurzportrait

Die in Merkendorf ansässige Paycom Solar sieht sich heute als ein führender Systemanbieter von Solar-Dachanlagen. Das Unternehmen wurde ursprünglich im Jahr 2004 gegründet, fungierte aber zwei Jahre lang als Vorratsgesellschaft. Die operative Geschäftstätigkeit wurde im Jahr 2006 aufgenommen. Das Unternehmen hat sich in den folgenden Jahren insbesondere auf die Projektierung und Realisierung von Indach- und Aufdachanlagen spezialisiert.

Payom Solar plant, erstellt und vertreibt Photovoltaik-Anlagen. Dabei steht die Prüfung der Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen, sowie der Erfüllung technischer und genehmigungsrechtlicher Voraussetzungen im Mittelpunkt. Zum Kundenkreis zählen sowohl private Haushalte als auch industrielle und institutionelle Investoren und Betreiber von Solaranlagen. Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählen nicht durch die Realisierung von Photovoltaik-Anlagen, sondern auch der Bezug und der Handel von Solarmodulen und entsprechenden Komponenten, da Payom Solar keine Zellen oder Module selbst herstellt. Zu den Zulieferern gehört unter anderem Chinas führender Solar- und Zellhersteller Yingli Green.

Zum Serviceangebot des Unternehmens gehört die Akquisition profitabler Photovoltaik-Standorte, die Realisierung von schlüsselfertigen Solaranlagen sowie der Projektverkauf an Einzelinvestoren und Fondsgesellschaften.

Daneben ist die Payom Solar alleinige Gesellschafterin der Solardach Burgoberbach GmbH und hält seit 2006 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft. Im Jahr 2009 hat die Payom Solar AG zudem den Wettbewerber und den Kölner Solarprojektierer Solare AG übernommen. Anfang 2011 übernahm Payom im ersten Schritt 52,6 Prozent der Anteile am amerikanischen Solar-Projektierer Amsolar Holdings. Zudem gründete Payom Solar ein Joint Venture mit E.ON Bulgaria, um das Geschäft in Bulgarien zu erschließen. Mitte 2011 schloss Payom die Übernahme von Solen Energy GmbH ab.

Payom Solar verfolgt eine klare Wachstumsstrategie und will seine Projektpipeline durch die Akquisition weiterer hochwertiger Standorte ausbauen. Insgesamt will sich das Unternehmen mittel- bis langfristig als europäischer Systemanbieter von Photovoltaik-Großanlagen etablieren.

Meldung gespeichert unter: Payom Solar

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