Payom Solar profitiert vom Trend hin zu Dachanlagen

Dienstag, 3. August 2010 13:01
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(IT-Times) - Zwar konnte der deutsche Solarprojektierer Payom Solar AG (WKN: A0B9AH) im vergangenen zweiten Quartal seine Umsätze gegenüber dem Vorjahr vervielfachen, doch für das zweite Halbjahr 2010 haben sich die Aussichten für die Branche eingetrübt.

Hintergrund sind nicht nur sinkende Einspeisevergütungen im weltgrößten Solarmarkt Deutschland, sondern auch rückläufige Subventionen in Spanien und Italien, einem Markt in dem auch der Projektierer Payom Solar tätig ist.

Projekte in Bulgarien sollen Nachfragerückgang kompensieren
Dennoch sieht sich der deutsche Solarprojektierer Payom Solar in einer guten Position. Ein mögliches Nachfrageloch im zweiten Halbjahr könne durch Projekte in Bulgarien kompensiert werden, äußerte sich jüngst Payom Solar-Chef Jörg Truelsen optimistisch. Marktbeobachter erwarten aber auch in Bulgarien sinkende Einspeisevergütungen. Im Oktober dürfte ein neues Gesetz in Bulgarien in Kraft treten, welches die Subventionen für die Branche festschreiben und weiter begrenzen dürften, glauben zumindest die Analysten im Hause SES Research.

Zuvor hatten bereits die Gesetzgeber in Spanien und Italien auf den Preisverfall bei Solarmodulen reagiert und wollen die Einspeisevergütungen weiter herunterfahren. Rückwirkende Kürzungen von Förderungen für die Solarindustrie sind zwar in Spanien weitgehend vom Tisch, allerdings soll die Förderung für Freiflächenanlagen um 45 Prozent abgeschmolzen werden. Bei großen Dachanlagen droht eine Kürzung um 25 Prozent, während die Rückführung der Förderung für kleine Dachanlagen mit fünf Prozent vergleichsweise moderat ausfällt.

Trend geht zu integrierten Dachanlagen
Damit dürfte der Trend in Spanien weg von großen Freiflächenanlagen und hin zu integrierten Dachanlagen gehen, glauben zumindest die Experten der internationalen Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner in Madrid. Diese Entwicklung spielt Anbietern wie Payom Solar in die Hände, die sich auf Indach- und Aufdachanlagen spezialisiert haben.

In Italien dürfte ein ähnlicher Trend zu beobachten sein. Das Conto Energia III Gesetz sieht eine weitere Abschmelzung der Solarförderung in Italien in 2011 vor. Für Freiflächenanlagen soll die Förderung in drei Schritten um 9,3 bis 23,7 Prozent (Anlagen mit einer Leistung von fünf Megawatt) sinken. Bei Anlagen über fünf Megawatt soll die Förderung um 14,2 bis 27,5 Prozent zurückgefahren werden.

Bislang erhielten Systembetreiber in Italien eine Förderung von bis zu 47 Cent pro KWh Solarstrom, so dass sich eine Solarstromanlage binnen acht bis zehn Jahren amortisierte. Trotz der jetzigen Senkung der Einspeisevergütung seien die Voraussetzungen in Italien weiter gut, Solarprojekte wirtschaftlich zu betreiben, so die Experten der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner. Hintergrund ist der Umstand, dass die Kosten für Solaranlagen stetig sinken, während der Wirkungsgrad der Anlagen weiter steigt…

Kurzportrait

Die in Merkendorf ansässige Paycom Solar sieht sich heute als ein führender Systemanbieter von Solar-Dachanlagen. Das Unternehmen wurde ursprünglich im Jahr 2004 gegründet, fungierte aber zwei Jahre lang als Vorratsgesellschaft. Die operative Geschäftstätigkeit wurde im Jahr 2006 aufgenommen. Das Unternehmen hat sich in den folgenden Jahren insbesondere auf die Projektierung und Realisierung von Indach- und Aufdachanlagen spezialisiert.

Payom Solar plant, erstellt und vertreibt Photovoltaik-Anlagen. Dabei steht die Prüfung der Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen, sowie der Erfüllung technischer und genehmigungsrechtlicher Voraussetzungen im Mittelpunkt. Zum Kundenkreis zählen sowohl private Haushalte als auch industrielle und institutionelle Investoren und Betreiber von Solaranlagen. Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählen nicht durch die Realisierung von Photovoltaik-Anlagen, sondern auch der Bezug und der Handel von Solarmodulen und entsprechenden Komponenten, da Payom Solar keine Zellen oder Module selbst herstellt. Zu den Zulieferern gehört unter anderem Chinas führender Solar- und Zellhersteller Yingli Green.

Zum Serviceangebot des Unternehmens gehört die Akquisition profitabler Photovoltaik-Standorte, die Realisierung von schlüsselfertigen Solaranlagen sowie der Projektverkauf an Einzelinvestoren und Fondsgesellschaften.

Daneben ist die Payom Solar alleinige Gesellschafterin der Solardach Burgoberbach GmbH und hält seit 2006 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft. Im Jahr 2009 hat die Payom Solar AG zudem den Wettbewerber und den Kölner Solarprojektierer Solare AG übernommen.

Payom Solar verfolgt eine klare Wachstumsstrategie und will seine Projektpipeline durch die Akquisition weiterer hochwertiger Standorte weiter ausbauen. Insgesamt will sich das Unternehmen mittel- bis langfristig als europäischer Systemanbieter von Photovoltaik-Großanlagen etablieren.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Payom Solar

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