Online-Handel: Zalando mutiert zur Modeplattform

Online-Modehandel: Zalando sprüht vor neuen Ideen

Dienstag, 28. Juli 2015 14:35
Zalando logo

(IT-Times) - Der Online-Modehändler Zalando konnte mit seinen jüngsten Zahlen nicht richtig überzeugen. Zwar beschleunigte Zalando sein Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2015 auf nahezu 35 Prozent, dieses Wachstum ging jedoch zu Lasten der Gewinnmarge.

Der Grund: Zusätzliche Payment Kosten haben das Ergebnis belastet. Heißt: Zalando versucht durch großzügige Zahlungsoptionen mehr Kunden zu locken, die ansonsten den Einsatz ihrer Kreditkarte im Internet scheuen. Das Bezahlen der Ware via Rechnung führt zwar zu einem Mehrumsatz, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko von Zahlungsausfällen.

Höhere Payment Kosten belasten die Gewinnmargen
Genau diese Kosten haben scheinbar das Ergebnis von Zalando SE (WKN: ZAL111) im jüngsten Quartal auf 22 bis 37 Mio. Euro gedrückt, nach 35 Mio. Euro in 2014. Die EBIT-Marge dürfte im jüngsten Quartal nur zwischen drei und fünf Prozent liegen.

Wie Zalando das Problem der zahlungssäumigen Kunden künftig lösen will, ist noch nicht bekannt. Fest steht hingegen, dass Zalando auch in der Zukunft kräftig wachsen will. Und hier liegt die Chance für Anleger.

Eigenmarken auf dem Vormarsch - höhere Gewinnmargen
Im Geschäft mit eigenen Marken (Zign, mint&berry, Pier One, Stups, Twintip usw.) steckt noch viel Potenzial. Marktbeobachter schätzen, dass Zalando in den einzelnen Fashion-Kategorien inzwischen 20 bis 25 Prozent des Umsatzes durch eigene Marken erwirtschaftet.

Insgesamt glauben Branchenkenner, dass Zalando bereits mehr als 50 Prozent aller Produkte nicht nur verkauft, sondern auch selbst produziert.

Dieser Trend ist von großer Bedeutung, liegt bei Eigenmarken die Gewinnmarge deutlich höher als beim Verkauf von Marken anderer Hersteller. Geht dieser Trend weiter, winken dauerhaft höhere Gewinnmargen.

Meldung gespeichert unter: E-Commerce

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