OmniVision bleibt auf Wachstumskurs

Montag, 6. März 2006 12:31

(IT-Times) Der führende Image-Sensorenhersteller OmniVision (Nasdaq: OVTI<OVTI.NAS>, WKN: 936737<OM3.FSE>) kann auch im jüngsten Quartal mit glänzenden Zahlen aufwarten. Auch wenn der Ausblick an der Wall Street manchen Marktbeobachter enttäuschte, sieht sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Immerhin konnten im gesamten Kalenderjahr 2005 100 Mio. Image-Chips ausgeliefert werden - ein neuer Rekord.

OmniVision erschließt sich neue Märkte

Zwar war im jüngsten Quartal erneut das Geschäft mit Handy-Chips, welches 75 Prozent des gesamten Umsatzes beisteuerte, der Wachstumstreiber, doch sieht sich das Unternehmen auch in anderen Industriebereichen gut gerüstet. Nicht nur, dass erste Chiplösungen an die Automobilindustrie ausgeliefert werden konnten, auch in der Videospielindustrie halten Image-Chips immer mehr Einzug. Das schnell wachsende Marktsegment hat aber inzwischen auch eine Reihe von Wettbewerbern auf den Plan gerufen, welche OmniVision seine Marktführerschaft streitig machen wollen. Neben Toshiba, Samsung und STMicroelectronics, versuchen auch kleine Chipanbieter, wie MagnaChip den technischen Vorsprung der Kalifornier aufzuholen.

Trotz der Bemühungen der Konkurrenz herrscht bei OmniVision Gelassenheit. Nicht nur, dass OmniVision trotz Preisverfalls seine Bruttomargen weiter steigern konnte, auch würden Handy-Hersteller zunehmend nach den technisch fortschrittlichsten Image-Sensoren nachfragen, um sich so von anderen Anbietern am Markt unterscheiden zu können, so OmniVision-Europamanager Ian Montandon. OmniVision erfülle heute bereits die Kriterien der Hersteller, gibt sich der OmniVision-Manager gegenüber der EE Times zuversichtlich.

So bietet OmniVision eigenen Angaben zufolge als erstes Unternehmen heute schon Image-Chips mit integrierter Autofocus-Funktion an. Neue 1/4 Zoll große 2-Megapixel Image-Chips sollen dem Kamera-Handy zum Durchbruch am Massenmarkt verhelfen. Die neuen Chips sollen im Sommer dieses Jahres in großer Stückzahl zur Verfügung stehen und das Geschäft insbesondere im zweiten Halbjahr 2006 beflügeln.

Kurzportrait

Die im Jahre 1995 gegründete und im kalifornischen Sunnyvale ansässige OmniVision Technologies gilt inzwischen als einer der weltweit führenden Hersteller von Image-Sensoren. Diese Sensoren kommen überwiegend in Digitalkameras, DVD-Rekordern aber auch in Handys, PDAs und Videospielen und Überwachungstechnik zum Einsatz.

Das vergleichsweise junge Unternehmen ist erst seit dem Jahr 2000 an der Technologiebörse Nasdaq notiert und galt bereits ein Jahr später als das schnellst wachsende Halbleiterunternehmen in den USA. Vom Flagschiffprodukt der Gesellschaft, ein Image-Sensor namens CameraChip, wurden im Fiskaljahr 2003 bereits 14,8 Mio. Einheiten ausgeliefert, nachdem OmniVision im Jahr zuvor sechs Mio. Stück an Hersteller und Händler weltweit versandt hatte.

Der CameraChip wird im Rahmen der weit verbreiteten CMOS-Technik (Complementary Metal Oxide Semiconductor) produziert, wobei OmniVision die Chips nicht selbst herstellt, sondern die Produktion an dritte Firmen, wie an Taiwan Semiconductor und Powerchip Semiconductor auslagerte. Der von OmniVision entwickelte CameraChip gilt als hochentwickelt, vereinigt er alle notwenigen Funktionen für Image-Aufgaben auf einem einzigen Chip.

Daneben entwickelt OmniVision aber auch Software und vor allem Treiber für Windows-Betriebssysteme, aber auch für MacOS- und Linux-Systeme, damit Digitalkameras problemlos mit dem Computer kommunizieren können. In Sachen Vertrieb setzt OmniVision überwiegend auf große Hersteller, aber auch auf zertifizierte Händler. Die chinesische Primax Electronics gehört dabei zu den größten Abnehmern des Unternehmens. Primax beliefert widerrum den zweitgrößten Mobilfunkhersteller Motorola. Als einer der größten Zwischenhändler für OmniVision-Produkte tritt dabei die in Taiwan ansässige World Peace Industrial auf, welche inzwischen von der in Hongkong ansässigen GainTune übernommen wurde. Gemeinsam mit Powerchip Semiconductor Corporation betreibt OmniVision das Joint Venture Silicon Optronics. Im April 2005 übernahm OmniVision den Spezialisten CDM Optics, Lizenzinhaber der patentierten WaveFront Coding (WFC) Technologie.

Zahlen

Für das zurückliegende dritte Fiskalquartal 2006 meldet OmniVision einen Umsatzanstieg auf 137,3 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei erwirtschaftete Halbleiterhersteller einen Nettogewinn von 29,6 Mio. Dollar oder 53 US-Cent je Aktie, ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 135,8 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von lediglich 45 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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