Ölpreissturz setzt Trina, JinkoSolar, Canadian Solar, JA und Yingli unter Druck

Solar-Markt: Solarmodulhersteller leiden unter niedrigem Ölpreis

Mittwoch, 21. Januar 2015 13:41
Solarworld AG

(IT-Times) - Der massive Verfall beim Ölpreis setzt auch Solar-Aktien weiter zu. Sowohl die Aktien von Trina Solar, JinkoSolar, Canadian Solar, JA Solar als auch Yingli Green verloren am Vortag deutlich an Wert. Die Kursverluste bewegen sich in einer Spanne von vier bis zehn Prozent.

Doch was hat der niedrige Ölpreis mit dem Kurssturz bei Solar-Aktien zu tun, fragen sich viele Anleger. Auf den ersten Blick nicht viel, sind erneuerbare Energien wie Wind- und Solartechnik nicht direkt betroffen. Bei genauerer Betrachtung tangiert der Ölpreis, der zuletzt unter die Marke von 50 US-Dollar (Brent) fiel, sehr wohl auch die Solarwirtschaft.

Der Grund: Sinken die Preise für fossile Energieträger wie Öl und Kohle, wird es für die Solarbranche schwieriger, Investoren zu finden. Bei der Deutschen Bank hatte man bislang angenommen, dass Solardächer im Jahr 2016 in 50 US-Bundesstaaten die Grid-Parität erreichen werden. Das heißt, Solarstrom wäre dann genauso günstig wie etwa Strom von Kernkraftwerken und anderen fossilen Energieträgern.

Sinken jedoch die Kosten für fossile Energieträger, dürfte auch die Grid-Parität weiter nach hinter rücken. Investitionen in Solartechnik würden an Attraktivität verlieren.

Trina Solar setzt aufs Downstream-Geschäft
Trina Solar (WKN: A0LF3P) hatte zuletzt sein PV-Projektgeschäft (Downstream-Geschäft) mit einer 28%igen Beteiligung an Shuntai Leasing gestärkt. Allerdings sorgte zuletzt ein Umbau im Management für Unsicherheit. Trina Solar hatte den Chef des Modulgeschäfts, Zhiguo Zhu, zum neuen Chief Operation Officer (COO) ernannt - der Manager soll sich künftig um das Tagesgeschäft bei Trina Solar kümmern. Der ehemalige Trina-Finanzchef Sean Shao wurde in den Verwaltungsrat berufen.

Noch ist Trina Solar sehr stark vom Herstellergeschäft abhängig und exportierte zuletzt etwa 23 Prozent seiner Module nach Japan. Zeichnen sich Überkapazitäten im Solarmarkt ab und fallen die Preise für Solarmodule erneut, würde dies Trina Solar besonders treffen. Daher ist die Strategie richtig, das Geschäft stärker mit dem Downstream-Geschäft zu diversifizieren.

JinkoSolar: YieldCo-Pläne und Produktionsausbau könnten sich verzögern
JinkoSolar gilt als einer der profitabelsten Solarkonzerne in China. Erst Anfang des Jahres hat sich JinkoSolar (WKN: A0Q87R) noch eine Kreditlinie in Höhe von 90 Mio. US-Dollar von der China Development Bank gesichert, um das operative Geschäft zu stärken.

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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