Nordex im Schatten von Abstandsgesetz und mögliche Infraschall-Schäden

Windkraftindustrie in Deutschland

Dienstag, 23. Juni 2015 14:11
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(IT-Times) - Der überraschende Rücktritt von Nordex-Chef Jürgen Zeschky hatte den Kurs des Windkraftanlagenbauers Nordex SE im Mai kurzfristig belastet. Inzwischen hat sich der Nordex-Aktienkurs wieder spürbar erholt und viele Anleger fragen sich, ob der Rostocker Windturbinen-Bauer seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen kann.

Bislang gab sich das Management betont optimistisch und bekräftigte zuletzt nochmals seinen Ausblick für das laufende Jahr 2015. Der Umsatz soll auf 2,1 Mrd. Euro steigen, nach Einnahmen von 1,7 Mrd. Euro in 2014. Die operative Gewinnmarge soll sich gleichzeitig von 5,0 auf 6,0 Prozent verbessern. Der Auftragsbestand in Höhe von 1,6 Mrd. Euro dürfte das Wachstum in 2015 stützen.

Windkraftindustrie weiter auf Wachstumskurs
Der Optimismus des Managements ist nicht unbegründet, denn auch im laufenden Jahr dürfte die weltweite Windkraftindustrie weiter auf der Überholspur bleiben. Nach einem Rekordjahr 2014, in welchem weltweit mehr als 50 Gigawatt (GW) an Windleistung installiert wurden (Quelle: Global Wind Energy Council (GWEC)), dürften in 2015 erneut mehr als 50 GW installiert werden, schätzt man beim GWEC.

Bis 2018 könnte sich das Wachstum der Windindustrie noch weiter beschleunigen, dann rechnet man beim GWEC sogar mit 60 GW an Neuinstallationen. Hintergrund ist der Umstand, dass auch Schwellenländer die Energiewende vorantreiben und zunehmend auf regenerative Energien wie die Windkraft setzen.

Die Nordex SE (WKN: A0D655) konnte als einer der führenden Windkraftanlagenbauer bislang vom weltweiten Windkraft-Boom profitieren, der auch in Deutschland in 2014 zu einem deutlichen Zubau geführt hat.

Neues Abstandsgesetz sorgt für Gegenwind
Doch in 2015 sieht die Lage in Deutschland nicht mehr so rosig aus. Vor allem im flächenmäßig größten Bundesland (Bayern) sorgt ein neues Abstandsgesetz für eine Flaute bei Windkrafträdern. Von Dezember 2014 bis Ende März 2015 wurden in Bayern gerade einmal neun Anträge für neue Windräder gestellt.

Meldung gespeichert unter: Windturbinen

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