Netzwerk zur Verbreitung neuer Solarstromkonzepte gegründet

Verbände

Donnerstag, 23. April 2015 12:02
BSW-Solar

Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) vom 23.4.2015


Verbände, Kammern und Institutionen starten Informations- und Schulungsangebot für Photovoltaik-Berater / Komplizierte gesetzliche Rahmenbedingungen machen erweiterte Beratungskompetenz erforderlich

Berlin, den 23. April 2015 – Wichtige Akteure der deutschen Solarwirtschaft haben heute in Berlin das Netzwerk für die Verbreitung und Anwendung neuer Solarstromkonzepte gegründet. Unter dem Titel „Sparen, Liefern, Pachten: Neue Solarstromkonzepte anwenden“ wird ein Beratungsnetzwerk etabliert, mit dem interessierten Gewerbe- und Industriebetrieben, Stadtwerken, privaten Bauherren und Wohnungsgesellschaften die Investition in Photovoltaik-Anlagen erleichtert werden soll. Beim Netzwerkauftakt vertreten waren der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der Verband privater Bauherren (VPB), die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung im Verband kommunaler Unternehmen (ASEW), die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Handwerkskammern Potsdam und Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg sowie andere Verbände der Wirtschaft und Energieagenturen. Weitere Partner können sich im Projektverlauf anschließen. Initiiert wurde das Netzwerk vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Vorhaben fachlich und finanziell.

„Wir haben das Netzwerk ins Leben gerufen, weil die Rahmenbedingungen vor allem für gewerbliche Photovoltaik-Projekte komplizierter geworden sind und potenzielle Solar-Anwender und Investoren mehr und vor allem spezifische Beratung suchen“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Eigenversorgung, Stromlieferung, Mieterstromkonzepte und Pachtmodelle sind erheblich erklärungsbedürftiger als die feste Vergütung für die eingespeiste Kilowattstunde.“ In der jüngsten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde zum Beispiel die Belastung des Eigenverbrauchs von selbsterzeugtem Solarstrom mit einer anteiligen EEG-Umlage eingeführt. Außerdem wurde bei größeren Photovoltaik-Anlagen die feste Einspeisevergütung durch die verpflichtende Direktvermarktung abgelöst, wenn die Betreiber den erzeugten Strom nicht selbst verbrauchen oder selbst verkaufen.

Gründungsmitglied des Netzwerks ist der ZVEH. Der Interessensverband des Elektrohandwerks vertritt mit seinen mehr als 55.000 E-Handwerksunternehmen eine der bedeutendsten Multiplikatorengruppen für Photovoltaik-Projekte in Deutschland. „Die Elektrohandwerker sind aktuell stark gefordert, ihre Geschäftsmodelle den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Sie können deshalb in erheblichem Umfang von dem Netzwerk profitieren und mit den gezielten Informationsangeboten ihre Beratungskompetenz weiter steigern“, erläutert Alexander Neuhäuser, Geschäftsführer für Recht und Wirtschaft im ZVEH.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert die Initiative des Netzwerks. „Der Erfolg der Energiewende hängt am Engagement verschiedener Player“, so Felix Gruber, Referatsleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. „Installateure, Energieberater, Planer sowie Energie- und Klimamanager aus Stadtwerken und Kommunen müssen ihre Beratungskompetenz an die aktuellen Bedingungen des EEG 2014 anpassen. Das Netzwerk leistet dabei konkrete Hilfestellung“, so Gruber weiter.

Sparen, liefern, pachten: Neue Solarstromkonzepte anwenden
Das Netzwerk richtet sich an Akteure, die bei der Investitionsentscheidung für eine Photovoltaik-Anlage hinzugezogen werden, wie PV-Installationsbetriebe, Energieberater, Klimamanager, Architekten, Berater aus der Wohnungswirtschaft, Energieversorger oder Finanzdienstleister. Das Ziel ist, mit zugeschnittenen Informationsmaterialien und Schulungen die Kompetenz der Fachleute um Wissen über die Themen Eigenversorgung, Stromlieferung, Mieter- und Pachtmodelle zu erweitern. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat spezielle Seminare entwickelt, die Netzwerkpartner in Eigenverantwortung umsetzen oder durch erfahrene Referenten des BSW-Solar durchführen lassen können. Für alle Netzwerkpartner, die keine Seminare und Schulungsveranstaltungen durchführen, bietet der BSW-Solar an, das Informations- und Schulungsmaterial auf elektronischer Basis oder in Form von Printpublikationen mit zusätzlichen Anwendungstools (z.B. zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Solarstromprojekten) zur Verfügung zu stellen. Interessierte Verbände, Kammern oder andere Organisationen können sich dem Netzwerk anschließen.

Mehr Informationen: www.solarwirtschaft.de/sparenliefernpachten

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Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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