NetSuite fordert SAP & Co heraus

Montag, 2. Juni 2008 13:06
NetSuite

(IT-Times) Nach einem fulminanten Börsengang des US-Softwarespezialisten NetSuite (NYSE: N, WKN: A0M91G) machte sich Ende vergangenen Jahres zunächst Ernüchterung breit. Ein halbes Jahr nachdem IPO notieren die Aktien des US-Softwareherstellers unter dem einstiegen Ausgabepreis von 26 Dollar, nachdem die Papiere zunächst weit über 40 Dollar nach oben geschnellt waren.

Die in Kalifornien ansässige und von Oracle-Lenker Larry Ellison kontrollierte NetSuite versucht den Softwaremarkt mit seinem Software-as-a-Service (SaaS) Angebot quasi neu aufzurollen. Zwar wächst das Unternehmen sehr schnell - allein im jüngsten Quartal stand ein Umsatzzuwachs von 47 Prozent zu Buche - allerdings schrieb die Gesellschaft bislang aber noch rote Zahlen.

NetSuite OneWorld - neue Software für den Mittelstand
Während SAP seine Mittelstandssoftware „Business by Design“ wegen Startproblemen verschieben musste, präsentierte NetSuite mit OneWorld seine neueste Software, die es mittelständischen Firmen ermöglichen soll, ihr gesamtes Geschäft im In- und Ausland von einer einzigen Plattform aus in Echtzeit zu managen. Die ERP- und CRM-Anwendung, die mit integrierten multinationalen Funktionen daherkommt, macht das Produkt auch für ausländische Firmen interessant.

International steht NetSuite nämlich erst am Anfang, steuerte das Auslandsgeschäft im jüngsten Quartal gerade einmal 6,3 Mio. Dollar bzw. 19 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Dies soll sich aber schon in den nächsten Quartalen ändern. So schloss man jüngst erst mit der British Telecom (BT) eine Vertriebskooperation, wobei der IT- und Telekomgigant NetSuite-Lösungen an 1,6 Mio. Mittelständler in England und Europa vermarkten will.

Zusätzlich hat das Unternehmen mit dem NetSuite Business Operating System (NS-BOS) eine Entwicklungsumgebung für Kunden, Partner und Drittentwickler ins Leben gerufen. Durch die Öffnung verspricht sich NetSuite mehr Anwendungen für seine Plattform und schlägt damit einen ähnlichen Weg ein wie der Rivale Salesforce.com und Google. Ob sich diese Strategie auszahlt, wird sich frühestens aber erst im nächsten Jahr zeigen, wenn NetSuite nachhaltig Gewinne schreiben will...

Kurzportrait

Die im kalifornischen San Mateo ansässige und im Jahre 1998 gegründete Softwarehersteller NetSuite hat sich auf die Entwicklung von On-Demand Unternehmenssoftware spezialisiert.

Die von NetSuite angebotenen Softwarelösungen decken die Bereiche Account-Management, Enterprise Resource Planning (ERP), Custommer Relationship Management (CRM), E-Commerce und Website-Management ab. Zielgruppe der Gesellschaft ist insbesondere der Mittelstand, aber auch kleine Tochterfirmen bzw. Division von Großkonzernen.

Flagschiffprodukt des Unternehmens ist die Lösung NetSuite OneWorld, eine Web-basierte Anwendung, die es Firmenkunden erlauben soll, sämtliche Geschäftsaktivitäten in Echtzeit zu managen. Für kleine und mittelgroße Kunden bietet das Unternehmen die Lösung NetSuite Small Business an. NetSuite CRM ist eine Web-basierte Kunden-Management-Lösung, wobei das Unternehmen hier mit NetSuite CRM+ auch eine erweiterte Lösung anbietet.

Daneben bietet das US-Softwarehaus NetSuite Business Operating System (N-BOS) eine Technologie- und Entwicklungsplattform für Kunden, Partner und Entwickler an. Mit N-BOS will das Unternehmen Entwicklern eine Software-as-a-Service (SaaS) Lösung an die Hand geben, so dass neue Anwendungen auf Basis von NetSuite entstehen. Die N-BOS Plattform umfasst unter anderem Tools wie SuiteFlex, SuiteScript, SuiteTalk, D-Bug und SuiteBundler.

Das Produktangebot ergänzt NetSuite mit einem umfangreichen Serviceangebot. Neben Support, bietet das Unternehmen auch Beratung und Implementierung an. So bildet das Unternehmen auch Softwarespezialisten an seiner NetSuite University aus. Oracle-Lenker Larry Ellison kontrollierte zuletzt mit 55 Prozent die Mehrheit an dem Softwareunternehmen.

Zahlen

Für das vergangene erste Quartal 2008 meldete NetSuite einen Umsatzsprung auf 34,1 Mio. US-Dollar, was einem Zuwachs von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei entstand zunächst ein Verlust von 2,0 Mio. Dollar oder drei US-Cent je Aktie, nach einem Minus von 9,3 Mio. Dollar oder 1,24 Dollar je Aktie im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: NetSuite

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