Netbooks boomen, aber Nutzer sind mit Leistung oft unzufrieden

Freitag, 26. Juni 2009 16:33

(IT-Times) Sie sind klein und im Vergleich zum Notebook meist mit einer geringen Leistungsfähigkeit ausgestattet. Netbooks kannte man bis vor zwei Jahren kaum. Seither haben sie den mobilen Computermarkt mächtig durcheinander gebracht. Und die Vorteile der kleinen Geräte liegen auf der Hand: Sie sind leicht, klein, flexibel, sehen schick aus, geben seinem Besitzer einen individuellen Touch. Und für normale Office-Anwendungen und fürs Surfen im Internet mit allem Drum und Dran reichen sie allemal.

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Bildquelle: The NPD Group/Netbooks II: A Closer Look

Der Vorteil, den Netbook-User an ihren Geräten am meisten schätzen, liegt darin, dass die Geräte klein, leicht und gut zu transportieren sind. Das haben die Marktforscher der NPD Group herausgefunden. Sie kommen auch zu dem Ergebnis, dass 60 Prozent der Netbook-Käufer von dem Geräte enttäuscht sind, da es nicht über die gleiche Funktionalität verfügt wie ein Notebook. Dennoch zeigen sich insgesamt 58 Prozent aller Netbook-Käufer nach dem Gerätekauf auch zufrieden damit. Den großen Erfolg von Netbooks zum einen und die Käuferunzufriedenheit zum anderen kann sicherlich auch damit erklärt werden, dass Netbooks durch Subventionen von Telekomanbietern auf den Markt gebracht werden, die inzwischen 2-Jahresverträge mit dem Verkauf von Mini-Notebooks anbieten. Diese Verträge garantieren meist einen kostengünstigen Zugang zum mobilen Internet.

Google Android als Betriebssystem für Netbooks

Das mobile Internet ist auch ein Grund, warum immer mehr Nutzer auf den Netbook-Zug aufspringen. Da sind die Geräte dann doch komfortabler als mobile Endgeräte wie beispielsweise Smartphones. Das ist auch ein Grund, warum Computerproduzenten wie Acer Inc. darauf setzen, Notebooks mit dem Google-Betriebssystem Android auf den Markt zu bringen, das ursprünglich für Mobiltelefone konzipiert wurde. Android soll schnelle drahtlose Internetverbindungen ermöglichen und unterstreicht damit die Vorteile eines Netbooks. Zudem handelt es sich bei Android um Open Source, das heißt, der Käufer muss das Betriebssystem nicht mitbezahlen. Das hätte zur Folge, dass Netbooks im Einkauf rund 25 US-Dollar günstiger werden können als bei einer Ausstattung mit einem Windows-Betriebssystem aus dem Hause Microsoft. Allerdings wird der Einsatz von Android im Netbook-Markt auch kritisch betrachtet. Als problematisch gilt die fehlende Unterstützung des Systems im Vergleich zur Dominanz von Windows in der Computerwelt. Darin dürfte auch die Entscheidung des taiwanesischen PC-Hersteller Asustek begründet liegen, sein Android-Netbook-Projekt gestoppt zu haben. Bei Asustek begründet man den Schritt indes damit, dass die Technik noch nicht ausgereift sei. BenQ hingegen plant auch in Zukunft, Android-basierte Netbooks auf den Markt zu bringen. Allerdings äußerte das Unternehmen bislang nur dieses Vorgehen zu planen. Termine wurden noch nicht genannt. Man kann aber davon ausgehen, dass Android 2.0 weiter sein wird als die aktuelle Version des Betriebssystems, so dass es dann auch für den Einsatz in Netbooks relevanter wird. Dann könnte auch Asustek wieder auf den Android-Zug aufspringen. Die Chance, Android 2.0  noch in diesem Jahr erscheinen wird, besteht dabei durchaus. Google hat im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz Google I/O in Aussicht gestellt, dass die Android-Version mit Codenamen "Donut" in drei bis sechs Monaten fertig sein soll. Allerdings verlief das vorige Update auf Android 1.5 "Cupcake" eher träge. Die seit Dezember 2008 erwartete Code-Version hat erst im Mai tatsächlich den Markt erreicht.

Marktforscher sehen weiteres Netbook-Wachstum

Die Marktforscher aus dem Hause IDC haben jüngst ihre Prognosen für das Wachstum des weltweiten Netbook-Marktes nochmals um 20 Prozent nach oben korrigiert. Die Analysten gehen nunmehr davon aus, dass im laufenden Jahr rund 26,4 Mio. Netbook-Computer weltweit verkauft werden. Ursprünglich hatten IDC-Analysten nur mit einem Absatz von 22 Mio. solcher Geräte gerechnet. 

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