Nemetschek profitiert vom Boom im Wohnungsbau

Montag, 16. Juli 2012 12:55
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(IT-Times) - Europas führender Softwareanbieter für das Architektur- und Baugewerbe, die Nemetschek AG, konnte auch im ersten Quartal 2012 solide Wachstumszahlen aufweisen. Nachdem das Unternehmen im Jahr 2011 rund 164 Mio. US-Dollar umsetzte, dürfte der Umsatz in 2012 auf 180 Mio. Euro klettern, zeigt sich Management des Unternehmens zuversichtlich.

Baugewerbe in Deutschland: Verband rechnet mit Umsatzplus
Nemetschek (WKN: 645290) hat dabei allen Grund zum Optimismus, denn das Marktumfeld, in dem das Familienunternehmen tätig ist, präsentiert sich weiter positiv. Der große Bauboom ist zwar nachdem Wegfall der Eigenheimzulage Geschichte, dennoch dürfte die Bauwirtschaft auch in 2012 an das erfolgreiche Baujahr 2011anknüpfen, glaubt man zumindest im Hauptverband der deutschen Bauindustrie. Der Grund: Noch immer gibt es zu wenig Wohnungen, auch Unternehmen suchen nach wie vor nach neuen bzw. größeren Büroräumen.

Insgesamt dürfte das deutsche Bauhauptgewerbe in 2012 rund 95,7 Mrd. Euro umsetzen, eine Steigerung von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Dabei dürfte der Wohnungs- und der Wirtschaftsbau den Großteil des Wachstums beisteuern.

Zwar entwickeln sich Finanz- und Eurokrise immer mehr zur Wachstumsbremse für die deutsche Bauindustrie, allerdings rückt in diesen unsicheren Zeiten die Immobilie wieder stärker als sichere Kapitalanlage den Vordergrund.

225.000 bis 300.000 neue Wohnungen fehlen jedes Jahr
Trotz der rückläufigen Bevölkerungszahlen in der Bundesrepublik ist der Wohnungsbedarf nach wie vor hoch. Niedrige Arbeitslosenzahlen, steigende Einkommen und historisch niedrige Hypothekenzinsen beflügelten zuletzt den Wohnungsbau. Obwohl in 2012 rund 210.000 neue Wohnungen fertig werden dürften, bietet der Markt noch Potential für weiteres Wachstum, heißt es beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Der Verband verweist dabei auf Zahlen von Marktforscher, die bis 2020 einen steigenden Bedarf an Neubauten sehen, insbesondere in Ballungszentren. Die Marktforscher sehen allein in Deutschland einen Bedarf von 225.000 bis 300.000 neuen Wohneinheiten jährlich, genug Aufträge also für die deutsche Bauindustrie.

Von diesem Wachstum dürfte auch Nemetschek maßgeblich profitieren, erzielt das Unternehmen den Großteil seiner Umsätze durch Planungssoftware für das Baugewerbe. Nachdem Nemetschek seine Dividende jüngst auf 1,15 Euro je Aktie angehoben hat (2010: 1,00 Euro, 2009: 0,50 Euro), könnten auch in den kommenden Jahren weitere Dividendenerhöhungen winken.

Kurzportrait

Das auf Bausoftware spezialisierte Unternehmen Nemetschek mit Sitz in München wurde ursprünglich im Jahr 1963 von Prof. Georg Nemetschek als Ingenieurbüro gegründet. Seit 1977 bietet das Unternehmen Software für die AEC-Branche (Architecture, Engineering, Construction) an. Flagschiffprodukt des Unternehmens ist die CAD-Software Allplan. Den Großteil seines Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Bauplanungssoftware.

In den vergangenen Jahren baute Nemetschek seine Geschäftsbereiche sukzessive aus. Heute bietet das Unternehmen nicht nur Software für Architekten, Ingenieure und für die Immobilienwirtschaft an, sondern auch für den Multimediabereich. Dieser Ausbau wurde insbesondere durch verschiedene Zukäufe erreicht. So wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Firmen wie die Diehl Graphsoft (Nemetschek North America) und die Mehrheit an der MAXON Computer GmbH hinzugekauft. Mit der Friedrich+Lochner, Glaser ISB-CAD, IBD, Henke und Partner GmbH, sowie der Speedware GbmH wurden weitere Firmen übernommen. Im Jahr 2006 übernahm Nemetschek dann die ungarische Graphisoft sowie SCIA International BV.

Mit den Marken Nemetschek Allplan, ArchiCAD, VectorWorks, Scia, Frilo und Glaser sieht sich Nemetschek als einer der marktführenden Anbieter von AEC-Softwarelösungen in Deutschland und in Europa. Mit der Marke Maxon bedient Nemetschek den Markt für Animations- und Visulisierungslösungen.

Das Unternehmen, dessen Produkte eigenen Angaben zufolge bei mehr als 300.000 Unternehmen in 142 Ländern im Einsatz sind, beschäftigte zuletzt mehr als 1.100 Mitarbeiter. Zu den namhaften Kunden der Gesellschaft gehören unter anderem Firmen und Ingenieurbüros wie Daimler, sowie Kohlhoff + Kohlhoff, Steidle + Partner Architekten BDA, ABB Architekten sowie Kleihues & Kleihues. Nemetschek wagte im Jahr 1999 den Sprung aufs Börsenpaket. Über 53,5 Prozent der Nemetschek-Anteile befinden sich im Familienbesitz.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Nemetschek

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