Steckt Kabel Deutschland in der Schuldenkrise?

Donnerstag, 02. Februar 2012, 17.00 Uhr

MÜNSTER (IT-Times) - Die goldene Bilanzregel besagt, dass das langfristige Vermögen eines Unternehmens auch langfristig finanziert sein soll. Kurzfristiges Vermögen (Umlaufvermögen) kann auch kurzfristig finanziert sein. Gegen beide Bestandteile dieser Regel verstößt der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland. Nun borgt er sich - wie in dieser Woche bekannt wurde - neues Geld und bittet um die Verlängerung von Kreditlinien.

In 2010 wies Kabel Deutschland kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 939,1 Mio. Euro aus. Dem standen lediglich kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 149,8 Mio. Euro gegenüber. Allein die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten waren mit 208,53 Mio. Euro höher als es der kurzfristige Gegenwert im Vermögen von Kabel Deutschland abdeckt.

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