Mobilfunkbranche macht das Internet mobil

Freitag, 20. Februar 2009 15:08
Mobile_World.JPG

(IT-Times) Die weltweite Nachfrage nach Mobiltelefonen schrumpft. Unternehmen wie Nokia, die bislang vom kontinuierlichen globalen Nachfrageschub nach Mobiltelefonen profitieren konnten, denken daher darüber nach, mobile Inhalte auch über das Internet zu verbreiten. So sollen neue Erlösquellen erschlossen werden. Trend bei dem diesjährigen Treffen der Mobilfunkbranche, dem Mobile World Congress, der gestern in Barcelona endete, war ganz klar das Thema „Smartphone“ mit allen Facetten, die dazu gehören: Mobiles Internet, Multifunktionalität, Mobile Betriebssysteme und Cloud Computing.

Mit dabei: Die üblichen Verdächtigen wie Nokia, Sony Ericsson oder Research in Motion (RIM). Aber auch Unternehmen von der anderen Seite der Wertschöpfungskette: Google, Microsoft und – seit Einführung des iPhones führt kein Weg daran vorbei – Apple. Das Thema „Mobiles Internet“ gewinnt tatsächlich immer weiter an Relevanz. Dies wird auch durch eine Studie belegt, die am Rande des Mobile World Congress vorgestellt wurde. Die Studie wurde durch die Marktforscher der Nielsen Company im Auftrag des US-Telekommunkationsausrüsters Tellabs erstellt. Und Die Ergebnisse der Studie dürfen die Betreiber von Mobilfunknetzen zuversichtlich stimmen.

71 Prozent der Mobilfunkkunden in den USA und in Europa seien dazu bereit, schon bald mobile Mehrwertdienste zu nutzen. Aktuell stehen dieser Nutzung indes noch Vorbehalte bezüglich der Kosten, der Geschwindigkeit und der Servicequalität im Wege. Die Aussage der Studie: Kunden, die bereits mobile Mehrwerte abrufen, wollen diese Nutzung ausweiten. Von jenen Kunden, die noch kein mobiles Internet nutzen, wollen viele dies verstärkt in naher Zukunft tun - immerhin 27 Prozent der Nutzer in den USA und 28 Prozent der Nutzer in Europa. Die Vorlieben in den USA und in Europa gehen dabei ein wenig auseinander. In den USA wollen 49 Prozent aller Mobilfunkkunden bald mobiles Internet nutzen. In Europa sind es 34 Prozent. MMS-Dienste sind in den USA mit 38 Prozent und in Europa mit 39 Prozent von Kunden gefragt. Fotos wollen 34 Prozent (USA) beziehungsweise 27 Prozent (Europa) mobil hochladen und verwalten. Software und Applications wollen 30 Prozent der Mobilfunkkunden in den USA und in Europa herunterladen.

Mobile E-Mail-Dienste haben in Europa mit 32 Prozent eine größere Relevanz als in den USA (28 Prozent). Wie es in der Studie weiter heißt, seien Kunden mittlerweile ungeduldig und würden sich die genannten mobilen Dienste wünschen. Allerdings müssen hierzu die Mobilfunknetzbetreiber bezüglich Kosten, Qualität und Verlässlichkeit sowie deren glaubhafte Vermittlung noch Hausaufgaben machen.


Hersteller übertrumpfen sich mit Neuankündigungen

Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia machte gleich am ersten Tag des Mobile World Congress von sich reden, als er mit dem Nokia 6710 und dem Nokia 6720 gleich zwei Geräte vorstellte, die das Handy mit dem Navi vereinen sollen.

<img src="typo3temp/pics/e0aa6bab44.jpg" border="0" height="155" width="162" alt=""></img>

Wie der Hersteller erklärt, ermöglicht die Navigation mit dem Mobiltelefon alle Features, die man auch von einem herkömmlichen Navi kennt. Dazu zählen die "Drive and Walk Navigation" in Echtzeit, lokale Karten und Zoomfunktionen beim Display, das besonders groß ist, um gut ablesbar zu sein. Die Navigationsfunktionen seien allesamt vorinstalliert, so dass die Navigation abgerufen werden kann, sobald das Mobiltelefon gestartet wird. Die Mobiltelefone von Nokia werden zudem mit einer Autohalterung ausgeliefert, so dass sie einem vollwertigen Navigationsgerät entsprechen. Die Geräte sollen im zweiten Quartal 2009 in Serie ausgeliefert werden. Das 6720 gibt es dann zu einem Nettopreis von voraussichtlich 245 Euro, das 6710 soll 300 Euro kosten.


Acer betritt nun auch den Mobilfunkmarkt

Das taiwanesische Unternehmen Acer, eigentlich bekannt für Computer und Notebooks, hat nun auch verkündet, in den Mobilfunkmarkt einzusteigen. So gab Acer bekannt, dass eine neue Smartphone-Produktline auf den Markt gebracht werden soll. Die neuen Geräte sollen eine Mischung aus einem Mini-Computer und einem Mobiltelefon sein. Bisher hatte Acer das Segment der Netbooks durch neue Entwicklungen weiter vorangetrieben.

<img src="typo3temp/pics/76bc2444b8.jpg" border="0" height="200" width="200" alt=""></img>

Meldung gespeichert unter: Mobile World Congress

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...