MicroStrategy will den Mittelstand erobern

Dienstag, 16. Mai 2006 00:00

(IT-Times) Der amerikanische Spezialist für Analysesoftware MicroStrategy (Nasdaq: MSTR<MSTR.NAS>, WKN: 722713<MIGA.FSE>) wächst auch im ersten Quartal weiter zweistellig. Zwar blieb man zuletzt leicht hinter den Gewinnschätzungen der Analysten zurück, dennoch notieren MicroStrategy-Papiere nahe dem Jahreshoch bei 105 Dollar, womit sich der Wert gegenüber dem Vorjahr verdoppelte.

Analysesoftware für kleines Budget

Der Optimismus der Anleger auf weiter steigende Kurse ist nicht unbegründet, denn im April stellte das US-Softwarehaus mit Pixel-Perfect eine preiswerte Business Intelligence Lösung vor, die vor allem auch kleinere und mittlere Unternehmen mit kleinem Budget ansprechen soll. Mit Kosten von 150 US-Dollar pro Nutzer sind entsprechende Reporting Services um 30 bis 70 Prozent günstiger zu haben, als im Vergleich zur Vollversion.

Freilich erhofft sich MicroStrategy auch, dass sich durch das günstige Einstiegsangebot der ein oder andere Kunde für die Vollversion (MicroStrategy 8 BI) entscheiden wird, doch mit dem Vorstoß will MicroStrategy nicht zuletzt seinen Wettbewerbern das Wasser abgraben. „Wir haben Kunden, die MicroStrategy für großflächige Analysebedürfnisse einsetzen und viele setzen Crystal (Business Objects) für kleinere Reporting-Anforderungen ein“, erklärt MicroStrategy Produkt-Manager Mark LaRow die derzeitige Situation. „Wir wollen, dass diese Kunden auf Crystal verzichten können“, gibt LaRow unumwunden zu.

Mit dem neuen Vorstoß zieht MicroStrategy in einem wichtigen Bereich nach, den der Wettbewerber Business Objects bereits im vergangenen Jahr angegangen ist. Der französische Softwarespezialist brachte bereits im Jahr 2005 eine Mittelstandslösung seines Flagschiffprodukts Crystal Reports auf den Markt. Dennoch scheint MicroStrategys Produkt gegenüber der On-Demand-Reporting-Lösung der Franzosen im Vorteil. Eine Lizenzierung ist anders als bei Crystal Reports XI nicht mehr notwendig, um entsprechende Berichte zu kreieren.

Kurzportrait

Die im Jahre 1989 gegründete und im US-Bundesstaat Virginia ansässige MicroStrategy entwickelt intelligente Unternehmenssoftwarelösungen, mit welchen Firmen Nachfragetrends und Kundenwünsche im perfekten Zusammenspiel mit Marketing und Produktangebot miteinander kombinieren können. Entsprechende Berichte, welche mit Hilfe dieser intelligenten Softwareanwendungen generiert werden, sollen Firmen dabei helfen ihr Produktangebot besser für den Absatzmarkt abzustimmen, um so Umsatzerlöse zu steigern. Mit der neuen Softwareplattform MicroStrategy 8 will das Unternehmen die gesamten Bedürfnisse in Verbindung mit den heutigen Anforderungen an das Internet, sowie andere drahtlose Kommunikationswege erfüllen.

Mit mehr als 1.700 Kunden sieht sich MicroStrategy nach wie vor als einer der führenden Anbieter von intelligenten Unternehmenssoftwarelösungen. Das Softwarehaus betreut unter anderem die Hightech-Firmen IBM, eBay, PeopleSoft und JD Edwards. Aber auch die Branchengrößen Best Buy, die Deutsche Bank und AT&T zählen zum Kundenkreis der Gesellschaft. Gleichzeitig arbeitet MicroStrategy mit mehr als 300 Technologie-Partnern zusammen, um die Kompatibilität der angebotenen Softwareprodukte mit anderen Software- und Datenbankplattformen zu gewährleisten.

MicroStrategy hat sich dabei nicht auf einen speziellen Industriezweig spezialisiert, sondern bietet seine Lösungen sowohl für die Luftfahrtindustrie, Finanzwirtschaft, Automobilindustrie, als auch für Pharma- und Gesundheitsindustrie an. Neben der Lizenzierung von Software offeriert MicroStrategy aber auch Beratung und technischen Service. Das Geschäft mit Wartungs- und Serviceverträge trug zuletzt etwas mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.

Neben zahlreichen Vertriebs- und Niederlassungsbüros in den USA, ist MicroStrategy auch im Ausland mit verschiedenen Zweigstellen in Kanada, Spanien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, sowie in Lateinamerika und Asien präsent. Unternehmenschef Michael Saylor hält nach wie vor 40 Prozent der Anteile an MicroStrategy.

Zahlen

Für das vergangene erste Quartal 2006 meldet Yahoo einen Umsatzanstieg auf 69,5 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 60,0 Mio. Dollar im Jahr vorher. Das Produkt-Lizenzgeschäft steuerte 23,1 Mio. Dollar zu den Gesamteinnahmen bei, was einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Support-Geschäft generierte das Unternehmen einen Umsatz von 46,4 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Gewinn kletterte im vergangenen Quartal um 14 Prozent auf 21,0 Mio. Dollar, wobei sich der operative Gewinn auf 15,0 Mio. Dollar oder 1,05 Dollar je Aktie summierte. Damit blieb MicroStrategy leicht hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Nettogewinn von 1,06 Dollar je Aktie kalkuliert.

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