Microchip verbessert durch Einkaufstour seine Marktstellung

Donnerstag, 16. September 2010 13:02
Microchip Technology

(IT-Times) - Der US-Halbleiterspezialist Microchip Technology (Nasdaq: MCHP, WKN: 886105) blickt optimistisch in die Zukunft. Der Microcontroller-Hersteller konnte jüngst einen neuen Meilenstein und den Verkauf des eine millionsten Entwicklertools melden.

Das Unternehmen, das zu den führenden Herstellern bei 8-Bit- und 16-Bit Microcontrollern gehört, erwartet für das laufende Septemberquartal einen Umsatzzuwachs von sechs bis sieben Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im nachfolgenden Dezemberquartal sollen die Erlöse dann um weitere drei Prozent klettern. Um der steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen, will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten ausbauen, wissen die Investmentexperten bei Zacks Investment Research.

Microchip setzt Einkaufstour weiter fort
Das Unternehmen hatte sich zuletzt mit geschickten Zukäufen verstärkt und so seine Marktposition verbessert. So kaufte Microchip im Vorjahr den Touchscreen-Controller-Hersteller Hampshire Company und sicherte sich dadurch den Zugang zum Markt für Touchscreen-Controller. Ein wichtiger Schachzug, kommen derartige Controller nicht nur in Smartphones, sondern immer häufiger auch in Tablet PCs zum Einsatz.

Im Januar 2010 setzte Microchip seine Einkaufstour weiter fort und schluckte den Wi-Fi-Spezialisten ZeroG Wireless. Auch mit dieser Akquisition sicherte sich Microchip den Zugriff auf einen boomenden Markt, den Wi-Fi-Infrastrukturen sind erforderlich, um mobilen Geräten einen schnellen und einfachen Internetzugriff zu ermöglichen. Die von Microchip übernommene ZeroG unterstützt mit seinen Wi-Fi-Chips diese Entwicklung, womit Microchip indirekt auch vom Boom moderner Endgeräte wie dem iPad Wi-Fi von Apple profitiert.

Zuletzt sicherte sich Microchip für 270 Mio. US-Dollar den Speicherspezialisten Silicon Storage Technology (SST). Durch die Übernahme kommt Microchip in den Besitz der sogenannten „SuperFlash“ Technologie. Die SST-Technik kommt sowohl in Flash-Speichern, als auch in EEPROMs für Microcontroller bzw. ASICs zum Einsatz.

Die SuperFlash-Technik steckt heute in entscheidenden Funktionsblöcken heutiger Microcontroller, erklärt Microchip-Chef Steve Sanghi die Motivation für den jüngsten Zukauf. Mit der Übernahme sichert sich Microchip einmal mehr eine wichtige Schlüsseltechnologie, die inzwischen auch von zahlreichen weiteren Chipherstellern lizenziert wurde…

Kurzportrait

Die in Chandler/Arizona ansässige Microchip Technology gilt als Spezialist für so genannte Embedded Halbleiter. Diese speziellen Mikrochips sind dabei mit einem 8- oder 16-Bit Mikrocontroller ausgestattet und erlauben damit das Steuern von programmierbaren Speichern. Heute erzielt Microchip zwei Drittel seines Microcontroller-Umsatzes durch Flash-basierte Microcontroller, wobei das Unternehmen insbesondere aus drei Kerngeschäftsbereichen heraus agiert: Microcontrollers, Development Tools und Memory Products.

Anders als bei Personalcomputern oder Workstations, sind bei Embedded Controller Applications innerhalb der Anwendungen untergebracht. Die zugehörige Software soll die Leistungsfähigkeit von Mikroprozessoren noch weiter steigern und zu niedrigeren Kosten führen. Entsprechende integrierbare Speichertechnologien in Kompatibilität mit einer Software sollen Flash-Speicher und Microcontroller noch effizienter machen. Derzeit hat Microchip rund 600 Microcontroller in seinem Produktportfolio, wobei das Unternehmen vor allem den 8-Bit, 16-Bit und 32-Bit Microcontroller-Markt mit seinen Produkten adressiert. Daneben fertigt Microchip auch serielle elektronische Erasable Programmable Read-Only Memorys (EPROMs).

Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an neuartigen Herstellungsverfahren. Entsprechendes Chip-Design und Test-Equipment soll die Entwicklungszeit von Halbleitern weiter verringern und so zur Kostenreduktion beitragen. Insgesamt nutzen mehr als 63.000 Kunden in mehr als 65 Ländern weltweit Produkte aus dem Hause Microchip Technology. Das Unternehmen lieferte bisher mehr als eine Million Entwicklungswerkzeuge an über 120 Fertigungspartner weltweit aus.

Nach der Übernahme von TelCom Semiconductor im Jahr 2001, die den Produktbereich analoge Halbleiter ergänzte, erfolgte im Jahr 2002 die Übernahme von PowerSmart. Im Fiskaljahr 2009 verstärkte sich Microchip durch die Übernahme der Spezialisten Hampshire Company, HI-TECH Software und R&E International. Im Fiskaljahr 2010 setzte Microchip seine Einkaufstour weiter fort und schluckte unter anderem ZeroG Wireless und Silicon Storage Technology.

Das Unternehmen mit Niederlassungen und Entwicklungszentren in Indien und Thailand setzt einen Großteil seiner Produkte im Ausland ab. Die Region in Asien trägt dabei nahezu die Hälfte der Microchip-Umsätze.

Zahlen

Für das vergangene erste Fiskalquartal 2011 meldet Microchip einen Umsatzanstieg um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 320,8 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte dabei auf 89,6 Mio. Dollar oder 47 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 27,4 Mio. Dollar oder 15 US-Cent je Aktie in der Vorjahresperiode.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Microchip einen Nettogewinn von 55 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 319 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 51 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Microchip Technology

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