Merger-Mania in der Chip-Branche - was passiert mit Dialog Semi, Infineon, ARM, Qualcomm und Skyworks?

Fusionswelle in der Chip-Branche

Dienstag, 2. Juni 2015 14:05
Intel Chips

(IT-Times) - Merger-Mania an der Wall Street: Die Übernahme von Altera durch Intel ist bereits der zweite große Zukauf in der Chip-Industrie binnen einer Woche. Zuvor hatte bereits Avago Technologies den US-Chipgiganten Broadcom für 37 Mrd. Dollar gekauft, NXP Semiconductor hatte sich im März bereits den US-Chiphersteller Freescale Semiconductor für 11,8 Mrd. Dollar geschnappt.

Beobachter an der Wall Street glauben, dass die Fusionswelle in der über 335 Mrd. US-Dollar schweren Chip-Industrie noch lange nicht vorbei ist. Der Grund sind die inzwischen immensen Kosten, die mit der Entwicklung eines neuen Super-Halbleiters verbunden sind, der neue Standards setzt. Beim Marktforscher Gartner beziffert man diese Kosten inzwischen auf bis zu 100 Mio. US-Dollar.

Noch vor zehn Jahren konnten Chip-Spezialisten technisch ausgereifte Chips für 10 bis 30 Mio. US-Dollar entwickeln. Doch inzwischen sind die hohen Kosten für kleine und mittelgroße Chip-Hersteller kaum mehr allein zu stemmen.

Avago Technologies - der aggressivste Player in der Industrie
Aus diesem Grunde bietet sich ein Zusammenschluss mit einem größeren Halbleiterhersteller an. Als einer der aggressivsten Aufkäufer hat sich in den vergangenen Jahren der in Singapur ansässige Chip-Entwickler Avago Technologies (Nasdaq: AVGO, WKN: A0X9TN) herauskristallisiert. Mit der Übernahme von LSI im Dezember 2013 leitete Avago die Konsolidierungswelle in der Chip-Industrie ein.

Nach der Übernahme von Emulex und Broadcom dürfte der Hunger von Avago noch lange nicht gestillt sein, glaubt man an der Wall Street. Als potenzielle Übernahmeziele für Avago gelten Maxim Integrated Products und der Altera-Rivale Xilinx. Xilinx (WKN: 880135) gilt neben Altera als Marktführer im Bereich der programmierbaren Logic-Chips. Maxim hatte sich im Jahr 2013 erst selbst durch die Übernahme von Volterra für 500 Mio. Dollar verstärkt.

Steigt Apple beim britischen Chip-Hersteller ARM Holdings ein?
Der Siegeszug von Cloud Computing und des mobilen Internet hat ARM-basierte Systeme zu mehr Gewicht in der Branche verholfen. Davon konnte vor allem der britische Chip-Hersteller ARM Holdings (WKN: 913698) profitieren, dessen Chip-Architektur in den meisten erfolgreichen Smartphones zu finden ist.

Schon seit Monaten kursieren Gerüchte, wonach sich Apple bei dem in Cambridge-basierten Unternehmen einkaufen will, um sich mehr Unabhängigkeit von Intel zu verschaffen. ARM Holdings ist bereits ein wichtiger Apple-Zulieferer und kann zudem Rekordgewinne vorweisen.

Schnappt sich ARM bald Dialog Semiconductor?
Doch auch ARM Holdings hat sich jüngst selbst durch diverse Zukäufe verstärkt. Im April gab ARM Holdings die Übernahme der beiden Bluetooth-Spezialisten Wicentric und Sunrise Micro Devices (SMD) bekannt. Zuvor hatte sich ARM bereits durch die Übernahme von Offspark, einem niederländischen Security-Softwarespezialisten verstärkt, um seine Stellung im Bereich der Internet der Dinge auszubauen.

Meldung gespeichert unter: Chips

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