Matsushita aus China verbannt

Donnerstag, 6. September 2001 09:25

Matsushita Communication Industrial Co. Ltd. (WKN: 857910<MHU.FSE>): Die chinesische Regierung hat den japanischen Mobiltelefonhersteller Matsushita für ein Jahr vom chinesischen Markt ausgeschlossen, da es in den Displays der Handys seiner Marke Panasonic anzeigte, dass Taiwan ein souveränes Land sei.

Bereits im August hatte Matsushita auf Drängen der chinesischen Regierung begonnen, die Handys umzuprogrammieren. Zudem hatte das Unternehmen in 46 chinesischen Tageszeitungen Anzeigen geschaltet, die das Bedauern bezüglich des "Missverständnisses" ausdrückten. Ein Missverständnis, das das Unternehmen teuer zu stehen kommen kann. Im vergangenen Jahr hat Matsushita in China rund eine Million Mobiltelefone abgesetzt. Die Kapazitäten würden ausreichen, um die doppelte Menge auf den Markt zu bringen.

Nun besteht die Gefahr, dass das Unternehmen in China gegenüber Nokia und Motorola an Boden verliert. Hinzu kommen die Probleme, die das Unternehmen auf seinem Heimatmarkt hat. Der Marktanteil bröckelt. Nachdem mit NEC Matsushitas Hauptkonkurrent in Japan eine neue Produktlinie auf dem Markt hat, ist der Marktanteil von Matsushita von 32 auf 26 Prozent gesunken. Der Marktanteil von NEC kletterte hingegen von 19 auf 25 Prozent. Auch auf dem weltweiten Markt hat das Unternehmen an Anteilen eingebüßt. In einer aktuellen Studie der Marktforscher Gartner Group hat das Unternehmen seinen sechsten Platz der weltweiten Handyhersteller vor kurzem an die koreanische Samsung verloren.

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