Manz AG kann zuversichtlich auf das Jahr 2015 blicken

Deutliche Belebung des Geschäfts in 2015 erwartet

Freitag, 21. November 2014 14:24
Manz

(IT-Times) - Nachdem sich der Manz-Aktienkurs im Jahr 2013 verdreifacht hatte, folgte im Jahr 2014 eine Konsolidierung. Obwohl die Manz AG in diesem Jahr einen neuen Rekordumsatz erwartet, springt der Aktienkurs nicht so recht an. Investoren und Anleger warten ab.

Ursächlich dürften die hohen Erwartungen sein, die mit dem Einstieg in das Battery-Segment verbunden waren. Auch die Manz AG (WKN: A0JQ5U) hatte auf schnelle Erfolge durch den Boom bei Elektrofahrzeugen gehofft, gilt das Geschäft aus aussichtsreich. Das Unternehmen stellt im Batterie-Segment entsprechende Anlagen zur Fertigung von Lithium-Ionen-Akkus her. Durch eine Übernahme gilt die Manz AG nunmehr als größter Hersteller von Maschinen für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien in der westlichen Welt.

Durchbruch im Battery-Segment lässt noch auf sich warten
Doch der große Auftragsboom aus der Elektrofahrzeugindustrie hat sich bislang noch nicht so eingestellt. Die Manz AG hat hierauf mit einem Wechsel des Fokus auf Anlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus für Tablets und Notebooks reagiert. Im zweiten Quartal 2014 konnte Manz in diesem Segment einen ersten großen Auftrag verbuchen.

Zwar wird der Tablet-Markt im Jahr 2015 etwas langsamer wachsen als im Jahr 2014, dennoch dürften Manz in diesem Bereich weitere Aufträge winken, zumal in Schwellenländern wie Indien der Smartphone- und Tablet-Markt noch lange nicht gesättigt ist. Insgesamt steuerte das Battery-Segment in den ersten neun Monaten 2014 knapp fünf Prozent zum Umsatz bei - dies zeigt, dass dieser Geschäftsbereich erst noch am Anfang steht.

Erholung im Solargeschäft erwartet
Ähnlich sieht es im Bereich Solar aus. Manz bietet zwar Anlagen zur Fertigung von Solarmodulen und CIGS-Dünnschichtmodulen an, doch bislang war der Markt noch von Überkapazitäten und sinkenden Preisen geprägt. Das Geschäft kam bislang nicht so recht in Gang und steuerte zuletzt nur 3,7 Prozent zum Umsatz bei.

Dies könnte sich im kommenden Jahr 2015 ändern. Zwar dürfte insbesondere der deutsche Solarmarkt einen neuen Tiefpunkt erreichen, weltweit wird jedoch mit einem Zubau gerechnet. Nachdem in 2014 voraussichtlich 40 bis 45 Gigawatt an Solarleistung dazu kommen, dürften in 2015 PV-Anlagen mit einer Leistung von 53 Gigawatt installiert werden (Quelle IHS).

Die Manz AG rechnet daher mit einer deutlichen Belebung des Geschäfts im Jahr 2015, was sich auch positiv auf den Manz-Aktienkurs auswirken könnte.

Kurzportrait

Die im Jahre 1987 von Dieter Manz gegründete und in Reutlingen ansässige Manz AG ist heute ein führender Hightech-Maschinenbauer. In den vergangenen Jahren hat die Manz AG seinen Tätigkeitsbereich erweitert und gilt nunmehr als Spezialist für integrierte Produktionslinien in verschiedenen Bereichen (Display, Leiterplatten, Battery, Solar). Dazu gehören Automation, Laserprozesse, Vakuumbeschichtung, Siebdrucken, Messtechnik und nasschemische Prozesse.

Insgesamt ist die Manz AG heute in folgende strategischen Geschäftsfeldern strukturiert: Display, Solar und Battery. Zu den von Manz vertriebenen Produkten gehören unter anderem Handlingsysteme für LCD-Substrate, sowie Photovoltaik-Automatisierungssysteme. Über eine Kooperation mit der deutschen Würth Solar ist Manz im Jahr 2010 auch in die Produktion von CIGS-Dünnschichtanlagen eingestiegen. Dabei hatte Manz unter anderem eine CIGS Innovationslinie von Würth übernommen und avancierte damit zum einzigen vollintegrierten Anbieter von Maschinen für die CIGS-Dünnschichtmodulproduktion.

Seit dem Jahr 2006 ist die Manz AG an der Börse notiert. Der Maschinenbauer entwickelt und produziert seine Anlagen nicht nur in Deutschland, sondern auch in China, Taiwan, in der Slowakei, Ungarn und in Italien. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen Vertriebs- und Service-Standorte in den USA, Südkorea und Indien.

In den vergangenen Jahren verstärkte sich Manz durch verschiedene Übernahmen. Nachdem sich Manz Ende 2007 durch die Übernahme der Tübinger Maschinenbauer Christian Majer GmbH & Co. KG. verstärkt hat, schlug das Unternehmen Anfang 2008 erneut zu und übernahm den taiwanschen Anlagenbauer Intech Machines Co. Ltd. Zudem wurde Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o. in der Slowakei übernommen. Im März 2014 übernahm Manz die Maschinenbausparte der Kemet Electronics Italy. Zuletzt beschäftigte die Manz AG rund 1.800 Mitarbeiter, davon allein rund 900 im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Manz

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