LPKF profitiert vom LDS-Boom - neue Produkte sollen Wachstum sichern

Laser-Direkt-Strukturierung (LDS)

Freitag, 22. November 2013 14:10
LPKF Laser Logo

(IT-Times) - Die Aktien des Spezialmaschinenbauers LPKF Laser & Electronics AG kannten zuletzt nur eine Richtung und zwar die nach oben. In den vergangenen Tagen markierten die Papiere ein neues Jahreshoch bei deutlich über 18 Euro. In den vergangenen 12 Monaten legten die Papiere um rund 150 Prozent zu.

LPKF Laser & Electronics AG (WKN: 645000) hatte zuletzt abermals seine Umsatzprognose für das Jahr 2013 angehoben. Auch für die Jahre 2014, 2015 und 2016 rechnet das Unternehmen mit einem zweistelligen Umsatzwachstum. Diese Prognosen dürften eher noch konservativ angesetzt sein. Der Grund: Das Geschäft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) boomt.

Trend zu kleinen Geräten treibt die Nachfrage nach LDS-Technik
Die LDS-Technik kommt insbesondere bei der Produktion von Antennen für Smartphones, Tablets und Laptops zum Einsatz. Der Absatz von Smartphones und Tablets boomt, wodurch auch die Nachfrage nach entsprechender LDS-Technik steigt. Durch die spezielle 3D-Lasertechnik lassen sich Leiterbahnen direkt auf Plastikteile auftragen, ein einfaches Plastikteil wird so zum 3D-Schaltungsträger.

Da Elektronikgeräte immer kleiner und gleichzeitig leistungsfähiger werden, kommt der LDS-Technik eine immer größere Bedeutung zu. Einsatzbereiche für die LDS-Technik sind dabei nicht nur die Smartphone- und Tablet-Branche, Anwendungsbereiche gibt es auch in der Automobilindustrie, in der Medizintechnik und bei LEDs.

Neue Produkte zur productronica
Entsprechend erpicht ist LPKF Laser darauf, seine Systeme weiter zu optimieren. Hierfür beschäftigt das Unternehmen rund 20 Prozent seiner Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Pünktlich zur productronica im Herbst hatte LPKF neue Produkte präsentiert. Der LPKF ProtoPaint LDS kombiniert mit dem LPKF ProtoLaser 3D soll das LDS Prototyping zum Kinderspiel und binnen eines Tages gelingen.

Mit dem LPKF ProtoMat D104 stellte das Unternehmen einen neuen Protomaten (Fräsbohrplotter) vor, der mit einem Laser ausgerüstet ist. Damit sind Strukturen bis hin den Feinstleiterbereich möglich. Mit der Neuentwicklung will LPKF vor allem Labors und Forschungseinrichtungen ins Visier nehmen.

Daneben präsentierte LPKF mit der MicroLine-2000 ein neues Lasersystem, welches sich zur Trennung von bestückten und unbestückten, starren und flexiblen Leiterplatten-Materialien eignet. In Kombination mit der weiterentwickelten Software soll die Justierung von Produktionsprozessen mit hoher Varianz erleichtert werden.

Insgesamt will LPKF seine Aktivitäten in den USA und in Asien weiter ausbauen, deutete zuletzt LPKF-Vorstand Dr. Ingo Bretthauer an. LDS-Technik ist in der modernen Elektronikindustrie nicht mehr wegzudenken und dürfte insbesondere den deutschen Spezialmaschinenbauer in den nächsten Jahren dabei helfen, seine Wachstumsziele zu erreichen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1976 gegründete LPKF Laser & Electronics AG mit Hauptsitz in Garbsen/Hannover ist ein führender Spezialmaschinenbauer. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren Maschinen zur Materialbearbeitung, spezialisiert auf die Elektronik-, Kunststoff- und Solarindustrie.

Geschäftsschwerpunkt sind Lasersysteme, die zur Produktion von Systemen zur Herstellung von Leiterplatten-Prototypen für die Mikromaterialbearbeitung zum Einsatz kommen. Der Name LPKF leitet sich dabei vom Produkt Leiterplatten-Kopierfräse ab. Dabei operiert LPKF Laser aus folgenden Geschäftsbereichen heraus: Rapid-PCB-Prototyping (Herstellung von Leiterplatten-Prototypen), Leiterplattenbearbeitung, SMT-Stencil-Technologien (Laserschneiden von Lotpastenschablonen), Solarzellen-Strukturierung, Molded Interconnect Devices (Dreidimensionale Elektronikbauteile), Laser-Kunststoffschweißen.

Laseranlagen werden heute nicht nur in der Elektronik-, sondern auch in der Automobilindustrie sowie in der Kunststoffbranche als auch bei der Herstellung von Solarzellen eingesetzt. LPKF-Kunden nutzen die Technik des Unternehmens, um Leiterplatten zu entwickeln, aber auch, um diese durch Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) direkt zu ersetzen.

Zu den LPKF-Kunden zählen insbesondere Elektronikkomponentenhersteller wie Molex. Um seine Geschäfte weiter auszubauen, betreibt LPKF zahlreiche Tochterfirmen. Die 100%ige Tochterfirma LaserMicronics GmbH verwaltet unter anderem die 3D-MID-Technik für die Laser-Direktstrukturierung. Weitere Tochterfirmen sind die LPKF Distribution (USA), die LPKF Laser & Electronics K.K. in Japan, sowie die LPKF (Tianjin) Co in China als auch die LPKF Laser & Electronics (Hong Kong) in Hongkong. Darüber hinaus hält LPFK Laser 75 Prozent der Anteile an der LPKF Laser & Elektronika in Slowenien. Im Jahr 2007 wurde die LPKF SolarQuipment GmbH gegründet und damit der Einstieg in den Markt für die Dünnschichtsolarzellenproduktion vollzogen.

Über 80 Prozent seiner Produkte setzte LPKF Laser zuletzt im Ausland ab. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt mehr als 700 Mitarbeiter weltweit.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Laser

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...