LPKF Laser reitet auf der Smartphone-Welle

LDS in der Smartphone-Industrie

Dienstag, 15. April 2014 14:01
LPKF Laser

(IT-Times) - Der deutsche Spezialmaschinenbauer LPKF Laser & Electronics AG konnte Ende März solide Zahlen für das vergangene Jahr 2013 vorlegen. Dabei profitierte das Unternehmen einmal mehr von seiner Stärke im Bereich Laserdirektstrukturierungstechnik (LDS).

Vor allem Südkorea spielte in diesem Zusammenhang eine große Rolle, so dass sich das deutsche Unternehmen jüngst entschieden hat, mit einer neuen Tochter in Südkorea an den Start zu gehen. Rund 70 Prozent der Umsätze erzielt die LPKF Laser & Electronics AG (WKN: 645000) ohnehin in Asien, so dass der neue Standort nur folgerichtig ist, zumal bereits mehr als 300 LPKF-Systeme in Südkorea installiert sind.

Mit LDS auf Erfolgskurs
Mithilfe von Laser Direct Structuring (LDS) lassen sich Kunststoffteile so verändern, dass zum Beispiel Leiterbahnen auf die Oberfläche aufgebracht werden können, die bei der Produktion von integrierten Antennen (Smartphones) und anderen elektronischen Komponenten zum Einsatz kommen.

Nahe jeder führende Smartphone-Hersteller auf der Welt setzt heute auf LDS-Technik aus dem Hause LPFK Laser, so LPKF Laser CEO Dr. Ingo Bretthauer. Daher gibt sich LPKF auch optimistisch für das laufende Jahr 2014. Nach Erlösen von 129,7 Mio. Euro in 2013, soll der Umsatz in diesem Jahr auf 132 bis 140 Mio. Euro klettern.

LDS in der Smartphone-Industrie nicht mehr wegzudenken
Der Optimismus des deutschen Laser-Spezialisten ist nicht unbegründet. Die LDS-Technik gilt als Schlüssel für Newcomer, um im umkämpften Smartphone-Markt Fuß zu fassen. Bestes Beispiel ist der chinesische Hersteller Xiaomi, der gerade Apple in China schwer zusetzt.

Der Erfolg von Xiaomi gründet sich nicht nur auf dem Direktvertriebsmodell, sondern auch auf die LDS-Technik. Das Mi2A Smartphone ist nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, da es Xiaomi gelungen ist, durch den Einsatz von LDS elektronische und mechanische Komponenten in einem einzigen Teil unterzubringen. Daher ist das Mi2A im Vergleich zu anderen Smartphones vergleichsweise schmal, wodurch Xiaomi voll im Trend liegt.

Der Trend in der Smartphone-Industrie geht zu dünnen und leichten Geräten, die nur der LDS-Prozess ermöglicht. Durch den Einsatz der LDS-Technik erhalten Hersteller gleichzeitig mehr Freiräume beim Design ihrer Modelle, so dass die Technik heute in der Smartphone-Industrie kaum mehr wegzudenken ist - zum großen Glück für LPKF Laser.

Kurzportrait

Die im Jahre 1976 gegründete LPKF Laser & Electronics AG mit Hauptsitz in Garbsen/Hannover ist ein führender Spezialmaschinenbauer. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren Maschinen zur Materialbearbeitung, spezialisiert auf die Elektronik-, Kunststoff- und Solarindustrie.

Geschäftsschwerpunkt sind Lasersysteme, die zur Produktion von Systemen zur Herstellung von Leiterplatten-Prototypen für die Mikromaterialbearbeitung zum Einsatz kommen. Der Name LPKF leitet sich dabei vom Produkt Leiterplatten-Kopierfräse ab. Dabei operiert LPKF Laser aus folgenden Geschäftsbereichen heraus: Rapid-PCB-Prototyping (Herstellung von Leiterplatten-Prototypen), Leiterplattenbearbeitung, SMT-Stencil-Technologien (Laserschneiden von Lotpastenschablonen), Solarzellen-Strukturierung, Molded Interconnect Devices (Dreidimensionale Elektronikbauteile), Laser-Kunststoffschweißen.

Laseranlagen werden heute nicht nur in der Elektronik-, sondern auch in der Automobilindustrie sowie in der Kunststoffbranche als auch bei der Herstellung von Solarzellen eingesetzt. LPKF-Kunden nutzen die Technik des Unternehmens, um Leiterplatten zu entwickeln, aber auch, um diese durch Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) direkt zu ersetzen.

Zu den LPKF-Kunden zählen insbesondere Elektronikkomponentenhersteller wie Molex. Um seine Geschäfte weiter auszubauen, betreibt LPKF zahlreiche Tochterfirmen. Die 100%ige Tochterfirma LaserMicronics GmbH verwaltet unter anderem die 3D-MID-Technik für die Laser-Direktstrukturierung. Weitere Tochterfirmen sind die LPKF Distribution (USA), die LPKF Laser & Electronics K.K. in Japan, sowie die LPKF (Tianjin) Co in China als auch die LPKF Laser & Electronics (Hong Kong) in Hongkong. Darüber hinaus hält LPFK Laser 75 Prozent der Anteile an der LPKF Laser & Elektronika in Slowenien. Im Jahr 2007 wurde die LPKF SolarQuipment GmbH gegründet und damit der Einstieg in den Markt für die Dünnschichtsolarzellenproduktion vollzogen.

Über 80 Prozent seiner Produkte setzte LPKF Laser zuletzt im Ausland ab, wobei über 70 Prozent der Erlöse in Asien generiert werden. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt mehr als 700 Mitarbeiter weltweit.

Zahlen

Für das Jahr 2013 meldet LPKF Laser einen Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 129,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 14 Prozent auf 23,2 Mio. Euro zu. Damit verbesserte sich die EBIT-Marge um 0,2 Prozentpunkte auf 17,9 Prozent. Das Nettoergebnis summierte sich auf 15,1 Mio. Euro nach 13,5 Mio. Euro im Vorjahr. Auf jede Aktie entfiel damit ein Ergebnis in Höhe von 0,68 Euro (Vorjahr: 0,61 Euro). Den operativen Cash-Flow konnte der Spezialmaschinenbauer auf einen Wert von 34,2 Mio. Euro verdoppeln. Für das Geschäftsjahr 2013 soll mit einem Betrag von 0,25 Euro pro Aktie eine Dividende auf Vorjahresniveau ausgeschüttet werden.

Meldung gespeichert unter: Laser

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