LPKF Laser & Electronics profitiert vom Miniaturisierungstrend

Lasertechnik

Montag, 8. Oktober 2012 13:28
LPKF Laser

(IT-Times) - Seit Anfang September sind die Aktien von LPKF Laser & Electronics AG nunmehr im TecDAX gelistet. Der Spezialmaschinenbauer dürfte ein großer Gewinn für die Riege der 30 größten deutschen Technologiewerte sein.

Allein seit Juni legte das Papier um rund 50 Prozent zu, seit 2009 haben sich die Aktien vervielfacht. LPKF Laser & Electronics AG (WKN: 645000) entwickelt spezielle Laser, die zur Materialbearbeitung in der Elektronik-, Kunststoff- und der Solarindustrie zum Einsatz kommen. Nach einem Rekordumsatz von 91 Mio. Euro in 2011, dürften in 2012 weitere Rekordzahlen winken. LPKF Laser visiert für 2012 einen Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro an.

LDS-Technik eröffnet Wachstumschancen
Die großen Chancen von LPKF Laser liegen vor allem im Geschäft mit der Laser-Direkt-Strukturierungstechnik (LDS). Dabei werden Schaltungslayouts auf Kunststoff-Bauteile gelasert. Diese Technik kommt heute auch bei Smartphones zum Einsatz, wodurch sich Smartphone-Antennen lasern lassen.

Schon der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) setzte diese Technik bei seinen Geräten ein, inzwischen sind auch andere Smartphone-Hersteller wie Nokia und Samsung auf die LDS-Technik aufmerksam geworden. Inzwischen ist in mindestens 50 Prozent aller Smartphones ein LDS-Teil verbaut, schätzt LPKF Laser Vorstand Ingo Bretthauer im Interview mit dem Manager-Mazagin.

Die Preise für diese Art von Maschinen bewegen sich zwischen 150.000 und 600.000 Euro. Die Nachfrage nach solcher Ausrüstung dürfte in den nächsten Jahren noch eher zunehmen, blickt man auf die prognostizierten Wachstumszahlen im Smartphone- und Tablet PC Markt.

Miniaturisierung begünstigt Lasertechnik
Für LPKF Laser ist die LDS-Technik die wichtigste Technik im Unternehmen. Mit dieser Technologie lassen sich kleinste Leiterbahnen und Strukturbreiten von bis zu 100 µm auf thermoplastische Bauteile erzeugen.

Aufgrund der 3D-Fähigkeit des Verfahrens ist ein sehr hoher Miniaturisierungsgrad möglich, wodurch die Technik zum Beispiel auch im boomenden Markt für LED-Lampen, in der Automobilindustrie aber auch in der Medizintechnik zum Einsatz kommen kann. LPKF Laser profitiert damit von zwei wichtigsten Industrie-Trends: Dem Trend hin zur Miniaturisierung und dem Drang zu weiteren Kostensenkungen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1976 gegründete LPKF Laser & Electronics AG mit Hauptsitz in Garbsen/Hannover ist ein führender Spezialmaschinenbauer. Das Unternehmen entwickelt seit über 35 Jahren Maschinen zur Materialbearbeitung, spezialisiert auf die Elektronik-, Kunststoff- und Solarindustrie.

Geschäftsschwerpunkt sind Lasersysteme, die zur Produktion von Systemen zur Herstellung von Leiterplatten-Prototypen für die Mikromaterialbearbeitung zum Einsatz kommen. Der Name LPKF leitet sich dabei vom Produkt Leiterplatten-Kopierfräse ab. Dabei operiert LPKF Laser aus folgenden Geschäftsbereichen heraus: Rapid-PCB-Prototyping (Herstellung von Leiterplatten-Prototypen), Leiterplattenbearbeitung, SMT-Stencil-Technologien (Laserschneiden von Lotpastenschablonen), Solarzellen-Strukturierung, Molded Interconnect Devices (Dreidimensionale Elektronikbauteile), Laser-Kunststoffschweißen.

Laseranlagen werden heute nicht nur in der Elektronik-, sondern auch in der Automobilindustrie sowie in der Kunststoffbranche als auch bei der Herstellung von Solarzellen eingesetzt. LPKF-Kunden nutzen die Technik des Unternehmens, um Leiterplatten zu entwickeln, aber auch, um diese durch Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) direkt zu ersetzen.

Zu den LPKF-Kunden zählen insbesondere Elektronikkomponentenhersteller wie Molex. Um seine Geschäfte weiter auszubauen, betreibt LPKF zahlreiche Tochterfirmen. Die 100%ige Tochterfirma LaserMicronics GmbH verwaltet unter anderem die 3D-MID-Technik für die Laser-Direktstrukturierung. Weitere Tochterfirmen sind die LPKF Distribution (USA), die LPKF Laser & Electronics K.K. in Japan, sowie die LPKF (Tianjin) Co in China als auch die LPKF Laser & Electronics (Hong Kong) in Hongkong. Darüber hinaus hält LPFK Laser 75 Prozent der Anteile an der LPKF Laser & Elektronika in Slowenien. Im Jahr 2007 wurde die LPKF SolarQuipment GmbH gegründet und damit der Einstieg in den Markt für die Dünnschichtsolarzellenproduktion vollzogen.

Über 80 Prozent seiner Produkte setzte LPKF Laser zuletzt im Ausland ab. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt mehr als 600 Mitarbeiter weltweit.

Zahlen

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