Liquiditätsengpass bei Mobilcom?

Donnerstag, 7. Dezember 2000 15:19
freenet

Mobilcom AG (NM, WKN: 662240): Wie es am Donnerstag in einer Pressemitteilung hieß, hat die Telefongesellschaft Mobilcom Schwierigkeiten ein Bankdarlehen in Höhe von EUR 5 Mrd. zu erhalten, um den Aufbau seiner UMTS-Netze in Deutschland und Großbritannien zu finanzieren. Derartige Gerüchte lösten zwischenzeitlich einen Kursrutsch des am Neuen Markt notierten Unternehmens von 30% aus.

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland hatten Bankvertreter erklärt, die Gespräche mit Mobilcom zur Gewährung dieses Kredits zöge sich hin. Zum einen werde zur Zeit angezweifelt, ob die UMTS-Lizenzen, die die Bilanzen der jeweiligen Unternehmen stark belasten, tatsächlich eine so hohe Rentabilität versprechen, zum anderen sei zu bedenken, dass die Geldgeber vielleicht bereits viel zu hohe Summen in diese eine Branche investiert haben. Ähnliche Schwierigkeiten hat das britische Konsortium Hutchison 3G, bestehend aus Hutchison Whampoa aus Hongkong, NTT Docomo aus Japan und KPN aus den Niederlanden. Auch hier geht es um einen EUR 4,85 Mrd. Kredit, der zwar mittlerweile von sieben Banken abgesichert sei, dessen Volumen aber noch nicht vollständig aufgebracht worden sei.

Diese angeblichen Liquiditätsprobleme wurden von Mobilcom selbst energisch bestritten. Die im August erworbene UMTS-Lizenz in Höhe von DEM 16,5 Mrd. sei durch 7,4 Milliarden Mark Barmittel der France Telecom und eine Finanzierung in Höhe von 9,1 Milliarden Mark durch ein internationales Bankenkonsortium unter Führung von Merrill Lynch, Deutsche Bank, Societe Generale und ABN Amro gesichert. Es kursieren aber Gerüchte, diese Banken wollten ihr Engagement verringern. Keines der Kreditinstitute war zu einer Stellungnahme bereit. Mobilcom gab an, die Ausrüster werden sich an der Finanzierung der UMTS-Netzstruktur beteiligen. Der Kredit wird im Jahr 2002 auslaufen.

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