LinkedIn: Wachstum verliert an Schwung und Anleger die Geduld

Business Netzwerk

Dienstag, 11. Februar 2014 14:11
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(IT-Times) - LinkedIn-Aktien gerieten zuletzt deutlich unter die Räder, nachdem sich das Wachstum beim Xing-Konkurrenten in diesem Jahr deutlich verlangsamen wird. LinkedIn stellt für 2014 einen Umsatz von 2,02 bis 2,05 Mrd. US-Dollar in Aussicht, an der Wall Street hatte man bis dato mit Einnahmen von 2,2 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Marktbeobachter glauben, dass es für LinkedIn schwieriger werden wird, weiter in dem Tempo zu wachsen, wie es Anleger in der Vergangenheit gewohnt waren. Zum Jahresende 2013 zählte LinkedIn weltweit 277 Millionen Mitglieder, ein Zuwachs von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um weiter zu wachsen, will LinkedIn verstärkt Arbeitnehmer in Übersee erreichen und sein Mobile-Angebot weiter ausbauen. Darüber hinaus sollen Akquisitionen dabei helfen, die Umsatzbasis zu erweitern.

LinkedIn tätigt bis dato größte Übernahme
Mit der Übernahme von Bright Media Corp hat LinkedIn (Nasdaq: LNKD, WKN: A1H82D) in der Vorwoche die bislang größte Übernahme in der Firmengeschichte getätigt. 120 Mio. Dollar ließ sich LinkedIn die Übernahme kosten. Bright.com versteht sich als Job-Matching-Service. Auf den Seiten des Unternehmens sind 2,5 Millionen Stellen indexiert, derzeit wird das Portal von sieben Millionen aktiven Nutzern im Monat genutzt. Zu den Bright-Kunden zählen große Unternehmen wie Amazon.com, Samsung und Wells Fargo.

Der Deal soll bis Ende März abgeschlossen sein, dann soll Bright in LinkedIn integriert werden. Zwar ist LinkedIn mit Features wie „Stellen, die Sie vielleicht interessieren“ oder LinkedIn Recruiter am Start, die Technik von Bright dürfte LinkedIn noch näher in Richtung eines Stellevermittlungsportals rücken.

LinkedIn räumt auf - LinkedIn Intro und Slidecast werden geschlossen
Zuvor hatte sich LinkedIn bereits durch die Übernahme von SlideShare und Pulse verstärkt. Nunmehr konsolidiert LinkedIn seine Aktivitäten und will sich künftig auf wenige wichtige Features konzentrieren.

Wie LinkedIn im Blog mitteilt, wird LinkedIn Intro am 7. März geschlossen. Der Service war im Vorjahr ins Leben gerufen worden, wodurch iPhone-Nutzer LinkedIn-Profile bereits im Posteingang einsehen konnten. Darüber hinaus wird LinkedIn auch den Service Slidecast zum 30. April schließen. Über Slidecast konnten SlideShare-Mitglieder Präsentationen mit Audio-Support hochladen und mit anderen Nutzern teilen.

Insgesamt will LinkedIn mit den jüngsten Maßnahmen schlanker werden, wobei trotzdem noch weitere Übernahmen noch folgen dürften. Mit den jüngsten Zahlen steigt der Druck auf LinkedIn neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, um die hohe Börsenbewertung (knapp 25 Mrd. US-Dollar) zu rechtfertigen.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Mountain View ansässige und im März 2003 gegründete LinkedIn gilt als das weltweit führende Social-Business-Netzwerk mit mehr als 230 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern weltweit.

LinkedIn betreibt eine Online-Plattform, über die registrierte Mitglieder mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten können. LinkedIn stellt über seine gleichnamige Online-Plattform seinen Mitgliedern Anwendungen, Suchfunktionen und andere Lösungen bereit, wodurch sich Business-Kontakte und Job-Offerten einfach und schnell finden und verwalten lassen.

Als kostenlosen Basisservice kann jedes Mitglied ein Online-Profil erstellen und damit seine Job- und Geschäftskompetenzen anderen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stellen. Dieses Online-Profil ist für alle registrierten Mitglieder zugänglich. Zudem können registrierte Mitglieder außenstehende Geschäftskontakte einladen - im Jahr 2010 wurden mehr als eine Milliarde solcher Einladungen versendet.

Neben kostenfreien Lösungen bietet LinkedIn aber auch kostenpflichtige Dienste für Geschäfts- und Firmenkunden an. Für die Anwerbung von Mitarbeitern bietet LinkedIn Kunden beispielsweise die Lösungen LinkedIn Corporate Solutions, LinkedIn Jobs und LinkedIn Subscriptions an. Die Produktsuite LinkedIn Corporate Solutions umfasst dabei fünf Produkte: LinkedIn Recruiter, Job Slots, LinkedIn Referral Engine, LinkedIn Recruitment Media und LinkedIn Career Pages.

Daneben bietet LinkedIn auch eine ganze Reihe von Mobile-Anwendungen an, die sowohl für das iPhone, den iPad, für Android-Telefone und BlackBerrys zur Verfügung stehen. In den vergangenen Jahren verstärkte sich LinkedIn darüber hinaus selbst durch Firmenzukäufe. Mitte 2010 schluckte LinkedIn den Personalisierungsspezialisten mSpoke. Im Herbst 2010 wurde die Übernahme des Business-to-Business Providers ChoiceVendor erfolgreich abgeschlossen. Zudem kaufte LinkedIn in 2011 das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Management-Startup Connected. Anfang 2012 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von SlideShare. Anfang 2013 übernahm LinkedIn Pulse. Anfang 2014 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von Bright.

Zahlen

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