LinkedIn profitiert vom China-Effekt und baut Job-Angebot weiter aus

LinkedIn gräbt etablierten Stellenbörsen zunehmend das Wasser ab

Donnerstag, 6. November 2014 14:22
LinkedIn

(IT-Times) - Das soziale Businessnetz LinkedIn glänzt weiterhin unter den sozialen Netzwerken. Inzwischen zählt LinkedIn weltweit mehr als 330 Mio. Mitglieder, auch die Besucherzahlen auf den Webseiten steigen und mit dem Wachstum dürfte noch lange nicht Schluss sein.

Der Grund: LinkedIn ist das einzige amerikanische Social Network, dass in China aktiv Geschäfte machen darf. Sowohl Facebook als auch Twitter sind in China blockiert. Dies wirkte sich in den letzten Monaten positiv auf das Geschäft von LinkedIn aus.

China-Geschäft treibt das Wachstum an
Seit Jahresbeginn ist LinkedIn in China aktiv. Schon im Frühjahr 2014 hatte die Zahl der LinkedIn-Mitglieder die 5-Millionen-Marke überschritten. Rund 75 Prozent der 19 Mio. neuen LinkedIn-Mitglieder, die im jüngsten Quartal hinzukamen, stammen außerhalb der USA. LinkedIn-Chef Jeff Werner stellt dann auch heraus, dass insbesondere China zum Wachstum des Netzwerks im jüngsten Quartal beigetragen hat.

Wie viele neue Mitglieder zu LinkedIn (Nasdaq: LNKD, WKN: A1H82D) im Detail aus China kamen, wollte LinkedIn nicht nennen. Fakt ist, dass LinkedIn zu Jahresbeginn die Marke von 50 Mio. Mitglieder in Asien-Pazifik überschritten hat. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis LinkedIn hier die Marke von 100 Mio. Mitgliedern nimmt, denn sc hließlich verfügt das Unternehmen auch in Indien mit weit über 20 Mio. Mitgliedern über eine starke Marktstellung.

Auch sonst stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, denn LinkedIn baut eifrig seine Plattform weiter aus, um noch mehr Mitglieder länger auf den LinkedIn-Seiten zu binden.

LinkedIn avanciert zur Online-Jobbörse
Neben dem Neu-Design der Mitgliederprofile, dem wachsenden Mobile-System und dem erweiterten Publisher-Netz versucht LinkedIn insbesondere auch das Job-Angebot auf seinen Seiten weiter auszubauen und damit etablierten Stellenbörsen wie Monster.com Marktanteile abzunehmen.

In 2014 hatte sich LinkedIn dazu entschieden mit „Limited Listings“ ein neues Feature auf seine Seiten zu bringen, um aggregierte Job-Angebote von anderen Seiten anzuzeigen. Zunächst bot LinkedIn nur Stellen von US-Firmen an, inzwischen wurde das Job-Listing-Angebot auf weltweite Offerten ausgedehnt.

Als Konsequenz hieraus verdoppelte sich das Angebot von rund eine Million Listing-Einträge im Vorquartal auf inzwischen zwei Millionen Job-Angebote. Diese Strategie dürfte langfristig neue Mitglieder anziehen und damit den Traffic zur Freude der Anleger auf den LinkedIn-Seiten weiter erhöhen.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Mountain View ansässige und im März 2003 gegründete LinkedIn gilt als das weltweit führende Social Business Netz mit mehr als 330 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern weltweit.

LinkedIn betreibt eine Online-Plattform, über die registrierte Mitglieder mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten können. LinkedIn stellt über seine gleichnamige Online-Plattform seinen Mitgliedern Anwendungen, Suchfunktionen und andere Lösungen bereit, wodurch sich Business-Kontakte und Job-Offerten einfach und schnell finden und verwalten lassen.

Als kostenlosen Basisservice kann jedes Mitglied ein Online-Profil erstellen und damit seine Job- und Geschäftskompetenzen anderen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stellen. Dieses Online-Profil ist für alle registrierten Mitglieder zugänglich. Zudem können registrierte Mitglieder außenstehende Geschäftskontakte einladen. Neben kostenfreien Lösungen bietet LinkedIn aber auch kostenpflichtige Premium-Dienste für Geschäfts- und Firmenkunden an. Für die Anwerbung von Mitarbeitern bietet LinkedIn Kunden Recruiting-Lösungen wie LinkedIn Corporate Solutions, LinkedIn Jobs und LinkedIn Subscriptions an.

Daneben bietet LinkedIn auch eine ganze Reihe von Mobile Apps an, die sowohl für das iPhone, den iPad, für Android-Telefone und BlackBerrys zur Verfügung stehen. In den vergangenen Jahren verstärkte sich LinkedIn darüber hinaus selbst durch Firmenzukäufe.

Mitte 2010 schluckte LinkedIn den Personalisierungsspezialisten mSpoke. Im Herbst 2010 wurde die Übernahme des Business-to-Business Providers ChoiceVendor erfolgreich abgeschlossen. Zudem kaufte LinkedIn in 2011 das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Management-Startup Connected. Anfang 2012 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von SlideShare. Anfang 2013 übernahm LinkedIn Pulse. Anfang 2014 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von Bright, zudem wurde der News-Aggregator Newsle und der Werbetechnikspezialist Bizo übernommen.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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