LinkedIn lässt die Muskeln spielen - Aktien auf Rekordhoch

Social-Business-Netzwerk will auch in 2013 kräftig wachsen

Donnerstag, 14. Februar 2013 14:39
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(IT-Times) - Das amerikanische Social-Business-Netz LinkedIn konnte im jüngsten Quartal erneut die Ertragskraft seines Geschäftsmodells unter Beweis stellen. Der Nettogewinn kletterte um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Umsatz legte in 2012 um 86 Prozent zu. Die Aktien klettern auf ein Rekordhoch.

Umsatz soll in 2013 um weitere 45 Prozent zulegen
In 2013 sollen die Erlöse um weitere 45 Prozent wachsen. Investoren und Anleger reagieren mit einem Run auf LinkedIn-Aktien, was den Aktienkurs in die Höhe schnellen lässt. LinkedIn (Nasdaq: LNKD, WKN: A1H82D) profitierte im jüngsten Quartal vom Recruiting-Geschäft, welches um 90 Prozent wuchs. Das neue Werbegeschäft legte ebenfalls um 68 Prozent zu, nachdem LinkedIn die Zahl der Seitenaufrufe in ähnlicher Höhe steigern konnte.

LinkedIn hatte in 2012 viel getan, um sein Internetangebot aufzuwerten. Mehr Business-News und Karrieretipps von Top-Managern haben dafür gesorgt, dass die Seitenaufrufe um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegten. Gleichzeitig kletterte die Zahl der LinkedIn Accounts um weitere 15 Millionen neue Konten, wodurch LinkedIn erstmals die Marke von 200 Millionen Mitgliedern überschreiten konnte.

LinkedIn will Preise für Recruiter-Produkt erhöhen
Das Jahr 2013 wird wohl ein weiteres Jahr der Rekorde werden. Dafür dürften nicht nur die gestiegenen Preise für Recruiting-Produkte sorgen. LinkedIn-Finanzchef Steve Sordello kündigte im Conference Call mit Analysten an, dass die Preise für das Recruiter-Produkt in den USA und ausgesuchten Regionen im zweiten Quartal steigen werden.

Wie hoch die Preiserhöhungen ausfallen werden, wurde zunächst nicht bekannt. Sordello rechnet jedoch damit, dass durch die geplanten Preiserhöhungen die Umsätze im mittlern einstelligen Bereich steigen werden. LinkedIn-Chef Jeff Weiner merkt an, dass die erste Preiserhöhung in der Geschichte dieses Produktes sei.

Neues Produkt geplant - „Sponsored Post“ soll in 2013 kommen
Daneben will LinkedIn noch in diesem Jahr mit „Sponsored Post“ ein neues Werbeprodukt an den Start bringen. Ähnlich wie Facebooks „Sponsored Posts“ haben B2B-Vermarkter die Möglichkeit, gesponserte Inhalte in Status-Updates einzublenden.

Derzeit befindet sich „Sponsored Post“ noch bei einigen Firmenkunden wie GE, Xerox und BlackBerry in der Testphase. Noch in diesem Jahr will LinkedIn das neue Feature dann konzernweit einführen und für alle Firmenkunden freischalten. Zwar ist schwer abzuschätzen, wie viel Geld „Sponsored Post“ in die Kassen von LinkedIn spülen wird, jedoch schafft sich das Unternehmen mit dem neuen Werbeprodukt eine neue Umsatzquelle.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Mountain View ansässige und im März 2003 gegründete LinkedIn gilt als das weltweit führende Social-Business-Netzwerk mit mehr als 200 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern weltweit.

LinkedIn betreibt eine Online-Plattform, über die registrierte Mitglieder mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten können. LinkedIn stellt über seine gleichnamige Online-Plattform seinen Mitgliedern Anwendungen, Suchfunktionen und andere Lösungen bereit, wodurch sich Business-Kontakte und Job-Offerten einfach und schnell finden und verwalten lassen.

Als kostenlosen Basisservice kann jedes Mitglied ein Online-Profil erstellen und damit seine Job- und Geschäftskompetenzen anderen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stellen. Dieses Online-Profil ist für alle registrierten Mitglieder zugänglich. Zudem können registrierte Mitglieder außenstehende Geschäftskontakte einladen - im Jahr 2010 wurden mehr als eine Milliarde solcher Einladungen versendet.

Neben kostenfreien Lösungen bietet LinkedIn aber auch kostenpflichtige Dienste für Geschäfts- und Firmenkunden an. Für die Anwerbung von Mitarbeitern bietet LinkedIn Kunden beispielsweise die Lösungen LinkedIn Corporate Solutions, LinkedIn Jobs und LinkedIn Subscriptions an. Die Produktsuite LinkedIn Corporate Solutions umfasst dabei fünf Produkte: LinkedIn Recruiter, Job Slots, LinkedIn Referral Engine, LinkedIn Recruitment Media und LinkedIn Career Pages.

Daneben bietet LinkedIn auch eine ganze Reihe von Mobile-Anwendungen an, die sowohl für das iPhone, den iPad, für Android-Telefone und BlackBerrys zur Verfügung stehen. In den vergangenen Jahren verstärkte sich LinkedIn darüber hinaus selbst durch Firmenzukäufe. Mitte 2010 schluckte LinkedIn den Personalisierungsspezialisten mSpoke. Im Herbst 2010 wurde die Übernahme des Business-to-Business Providers ChoiceVendor erfolgreich abgeschlossen. Zudem kaufte LinkedIn in 2011 das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Management-Startup Connected. Anfang 2012 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von SlideShare.

Zahlen

Für das vergangene Dezemberquartal meldete LinkedIn einen Umsatzsprung auf 303,6 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn kletterte dabei um 66 Prozent auf 11,5 Mio. US-Dollar oder zehn US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 6,9 Mio. US-Dollar oder sechs US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen etwaiger Aktienkompensationskosten konnte LinkedIn einen Nettogewinn von 35 US-Cent je Akte generieren und damit die Analystenerwartungen übertreffen, die im Vorfeld nur mit einem Nettogewinn von 19 US-Cent je Aktie gerechnet hatten.

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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